copyrightIch hätte die Überschrift zu diesem Beitrag auch so schreiben können: <[]I>[-\^/[]®†. Oder so: ©()[)£\\'()12+. Die Orthographie ist in diesem Fall leider nicht ganz eindeutig geregelt. Dennoch: Hätten Sie in einem der drei Schreibweisen ein lesbares Wort entziffert? Ich nicht – wie vermutlich die meisten Leser. Es gibt allerdings Menschen, die das können. Die sprechen, oder besser gesagt: sie schreiben Leet. Der Profi würde an dieser Stelle übrigens 1337 schreiben. So heißt eine Art Codewortsystem, bei dem Buchstaben durch ähnlich aussehende Zahlen-, (Sonder-)Zeichen oder Buchstabenfolgen ersetzt werden.


Das Zeichensystem leitet sich von dem englischen Wort Elite ab und wurde ursprünglich verwendet, um zu verhindern, dass E-Mails oder andere digitale Dokumente automatisch ausgelesen und gefiltert werden. So kann ein Computer mit der Zeichenkombination |30M|33 nicht viel anfangen, ein Leetspeaker jedoch erkennt darin sofort das Wort Bombe. Das ist nicht unpraktisch, wenn man zum Beispiel Böses im Schilde führt. Leet lässt sich aber auch einsetzen, falls die innerbetrieblichen E-Mails von einer Spy-Software mitgelesen werden, wie etwa neuerdings bei Honeywell. Denn welcher Rechner versteht schon 425([-]10([-]. Aus Gründen der Bloghygiene werde ich das allerdings jetzt auch nicht übersetzen. Das müssen Sie schon selber machen. Etwa mit dieser Tabelle (Zum Vergrößern anklicken):

leet

Weil Leet jedoch schwer zu lesen ist (q.e.d.), bleibt es bis dato eine Art Insidersprache, die heute allenfalls für Nicknames oder bei SMS genutzt wird – oder von Menschen, die wie ich gerade sagen möchten:

1([-] ß24|_|([-] _|37%7 [\]3[\] |<4]=]=33!