Nur 29 Prozent der Arbeitnehmer glauben, im Alter von seinen Ersparnissen komfortabel leben zu können. Männer sind hier mit 34 Prozent etwas optimistischer als ihre Kolleginnen mit 24 Prozent. Das ist das Ergebnis einer internationale Umfrage des Personaldienstleister Kelly Services unter 115.000 Angestellten in 33 Ländern, davon über 2000 in Deutschland. Entsprechend gehen 61 Prozent der Befragten davon aus, sich im Alter einschränken zu müssen – oder verschieben ihren Renteneintritt nach hinten: Nur 59 Prozent der Befragten planen mit 65 Jahren in Rente zu gehen, 41 Prozent haben vor, auch nach dem 65. Lebensjahr weiter zu arbeiten. In Sachsen-Anhalt (72 Prozent), Thüringen (71 Prozent), Berlin (65 Prozent) und Schleswig-Holstein (62 Prozent) lag der Anteil der Arbeitswilligen deutlich über dem Durchschnitt.

Dabei bieten sich aus Sicht der Arbeitnehmer verschiedene Möglichkeiten, ihr Einkommen nach dem Renteneintritt aufzubessern:

  • 18 Prozent planen, sich nach Zeit- oder Auftragsarbeit umzusehen.
  • 15 Prozent streben permanente Teilzeitarbeit an.
  • 8 Prozent können sich vorstellen, im Rentenalter ein eigenes Unternehmen zu gründen.
  • Ein Viertel glaubt, nach dem Renteneintritt leicht einen Job zu finden.
  • Etwa jeder Dritte plant, in derselben Stadt wohnen zu bleiben.
  • 7 Prozent würden einen Umzug in eine andere Stadt vorziehen.
  • 15 Prozent denken ans Auswandern.
  • Für 60 Prozent ist die Erhaltung ihrer Aktivität dabei die wichtigste Motivation.