5 Sätze, die Sie nie von einem Personaler hören wollen
Mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in der Hand sind die meisten Bewerber erst einmal unendlich glücklich, ist das Ziel des neuen Jobs doch endlich zum Greifen nah. Kurzerhand macht man sich sofort an die Vorbereitung, um den besten Eindruck zu hinterlassen und den Personaler zu überzeugen. Irgendwann kommen dann allerdings die Zweifel, ob man wirklich in der Lage sein wird, dem Druck standzuhalten und professionell aufzutreten. Mit wachsender Panik sehen Kandidaten den Fragen entgegen. Doch oft sind es nicht die Fragen, sondern die Aussagen eines Personalers, die zum Problem für die Chancen auf den Job werden. Wir zeigen Ihnen XX Sätze, die Sie nie von einem Personaler hören wollen...

Vorsicht bei bestimmten Sätzen

Seiner Natur folgend bekommen Sie im Vorstellungsgespräch zahllose Sätze, Fragen, Antworten, Ausführungen, Behauptungen und Stellungnahmen zu hören. Die meisten davon können für Sie sehr nützlich sein, geben Informationen über die mögliche Anstellung, die Unternehmenskultur und Kollegen oder bieten die Möglichkeit, mit eigenen Fragen an das Gesagte anzuknüpfen, um das Gespräch voranzubringen.

Zu mindestens 95 Prozent sind die Aussagen des Personalers für Bewerber auch vollkommen unverfänglich, doch bei einigen gilt es, hellhörig zu werden und mit besonderer Aufmerksamkeit zu agieren, da sie einen wichtigen Hinweis enthalten können.

  • Sie haben einen Patzer gemacht. Manche Sätze enthalten den subtilen Hinweis, dass Sie einen kleinen Patzer gemacht haben. Andere sind ein Wink mit dem Zaunpfahl und weisen Sie auf einen gravierenden Fehler hin, der Ihnen unterlaufen ist. So oder so: Sie sollten bemerken, dass etwas schief gegangen ist, um zu versuchen, das Ruder noch einmal herumzureißen und den Irrtum wieder geradezubiegen.
  • Sie haben kaum eine Chance auf den Job. Manchmal zeigen die Aussagen eines Personalers auch, dass Sie vermutlich nicht in die engere Auswahl für den Job kommen werden. Diese Einschätzung lässt sich nur schwer wieder umkehren, doch Sie können immer noch herausfinden, woran es gelegen hat und was Sie bei einem weiteren Vorstellungsgespräch anders machen sollten.

Diese Sätze wollen Sie nie von einem Personaler hören

pan_kung/shutterstock.comKaum ein Jobinterview läuft gänzlich perfekt ab. Unsicherheit und Nervosität spielen eine große Rolle und so ist es nur normal, dass nicht jede Antwort perfekt ist. Leider ist nicht einmal ein gutes Gefühl immer zutreffend, wenn es um die Einschätzung des Verlaufs geht. Ihnen kam das Gespräch möglicherweise positiver vor, als Ihrem Gesprächspartner. Dann gibt es noch die andere Seite: Gespräche, die einfach nicht funktionieren wollten. Dass Sie sich in einem solchen befinden, erkennen Sie spätestens, wenn Sie vom Personaler einen der folgenden Sätze zu hören bekommen.

  1. Eigentlich heiße ich...

    Ein denkbar schlechter Start für jedes Jobinterview. Sie haben den Namen des Personalers falsch in Erinnerung oder beim ersten Mal falsch verstanden und sprechen Ihren Gegenüber nun damit an. Zwar muss dieser Fauxpas nicht gleich das Aus bedeuten, doch einen peinlich berührten Moment werden Sie mit Sicherheit erleben.

    Kennen Sie den Namen des Personalers bereits im Vorfeld, achten Sie darauf, sich diesen einzuprägen oder auf einen kleinen Zettel zu schreiben, um ihn in Erinnerung zu rufen. Erfahren Sie den Namen erst vor Ort, ist es keine Schande, noch einmal höflich nachzufragen.

  2. Wie Sie wissen, stellen wir nur die besten Kandidaten ein...

    Anders und direkter ausgedrückt könnte dieser Satz auch lauten: Andere Kandidaten passen besser zur freien Stelle und in unser Unternehmen. Damit sinken in den meisten Fällen auch Ihre Chancen in Richtung Nullpunkt.

    Gleichzeitig haben Sie aber auch die Gelegenheit, nachzufragen, was diese besten Kandidaten auszeichnet, um zu erfahren, mit welchen Qualifikationen Sie Ihre Jobchancen verbessern können.

  3. Der Bewerbungsprozess dauert noch an...

    Kein Bewerber geht davon aus, dass mit seinem Vorstellungsgespräch der gesamte Bewerbungsprozess beendet wird. Umso stutziger sollte es machen, dass der Personaler dies trotzdem betont. Typischerweise gibt es dafür zwei Begründungen:

    Entweder müssen Sie sich darauf einstellen, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis Sie eine Antwort erhalten, oder der Personaler geht davon aus, dass Sie den Job nicht bekommen werden und vertröstet Sie auf einen späteren Zeitpunkt.

  4. Auf Ihrem Facebook-Profil habe ich gesehen....

    Viele Personaler informieren Sie im Vorfeld über die Bewerber. Im besten Fall finden Sie dabei keine Fotos der letzten Partynacht und auch keine Beschwerden über den schrecklichen Chef, mit dem man es am vorigen Arbeitsplatz zu tun hatte.

    Sollte ein Personaler doch etwas finden, kann er im Gespräch darauf zurückkommen. Für Sie heißt es dann, eine Erklärung zu finden, was durch die Nervosität nicht gerade einfacher wird.

  5. Kann ich Ihnen einen Rat für weitere Gespräche geben...

    Es ist freundlich, aber dennoch ein ziemlich vernichtendes Urteil von Seiten des Personalers. Zwar wollen Sie etwas lernen, um Ihren Traumjob zu finden, doch bedeutet es auch, dass Sie in diesem Gespräch einige Fehler gemacht haben und den Job nicht bekommen.

    Nehmen Sie das Angebot trotzdem an, auch wenn Sie ein wenig frustriert sind. An den vergangenen Fehlern können Sie nichts mehr ändern, doch Sie können daraus lernen und es beim nächsten Malö besser machen.

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