7 falsche Gedanken, die Sie demotivieren
Gehen Sie voller Elan und Tatendrang an neue Aufgaben oder fehlt Ihnen bereits vorher jede Motivation und Sie würden es am liebsten direkt bleiben lassen? Sollten Sie sich eher zur zweiten Kategorie zählen, könnte der Grund dafür in Ihren Gedanken liegen. Denn die falschen Gedanken können die Motivation schnell auf ein Minimum reduzieren. Sieben demotivierende Gedanken, vor denen Sie sich in Acht nehmen sollten...

Gedanken: Wie Sie uns ausbremsen können

Das Denken bestimmt unser Handeln. Der Stellenwert der eigenen Gedanken ist also nicht zu unterschätzen. Insbesonders negative Gedanken können das eigene Selbstbild abwerten und dafür sorgen, dass die eigenen Fähigkeiten unterschätzt werden.

Doch das ist noch nicht alles. Falsche, negative Gedanken zeigen ihre Wirkung auch in anderen Bereichen.

  • Stimmung. Mit einem Kopf voller negativer Gedanken ist gute Laune nicht möglich. Es werden nur Probleme thematisiert, anstatt die positiven Aspekte in den Mittelpunkt zu stellen.
  • Leistung. Die Konzentration und die allgemeine Leistungsfähigkeit werden zum Opfer negativer Gedanken. Nur wer den Kopf frei hat, kann seine besten Leistungen abrufen.

Auch die Motivation für eine Aufgabe hängt stark von den Gedanken ab. Sie können dabei helfen, mit Engagement bei der Sache zu sein, aber sie können auch dazu führen, dass die Motivation sich in Luft auflöst.

7 demotivierende Gedanken

Stokkete/shutterstock.comGedanken entstehen unbewusst und in einem Bruchteil von Sekunden. Es wird sich daher leider nicht verhindern lassen, dass Sie hin und wieder von einem negativen Gedanken heimgesucht werden. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn es kommt vor allem darauf an, dass Sie die demotivierenden Folgen dieser Gedanken erkennen und richtig damit umgehen. Wenn Sie sich bei einem der folgenden sieben demotivierenden Gedanken ertappen, sollten Sie sich fragen, wie es zu der Situation kommen konnte und wie Sie Ihre Einstellung zur aktuellen Aufgabe ändern können, um mit Tatendrang statt Frust daran zu arbeiten.

  1. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll...

    Wer vor einem Berg an Arbeit steht, tut sich oft schwer damit, überhaupt einen Anfang zu finden. Doch das führt dann leider schnell dazu, dass überhaupt nicht angefangen wird, sondern lange Diskussionen geführt werden, was der bestmögliche Einstieg ist. Auch wenn eine gewisse Organisation sicherlich hilfreich ist, sollten Sie es nicht übertreiben. Schreiben Sie sich eine kleine To-Do Liste und packen Sie die vor Ihnen liegenden Aufgaben eine nach der anderen an.

  2. Ich werde ohnehin einen Fehler machen...

    Negative Gedanken dieser Kategorie sind in der Regel ein Zeichen für mangelndes Selbstvertrauen. Aber warum sollten Sie von Anfang an erwarten, etwas falsch zu machen? Die logische Konsequenz einer solchen Einstellung ist, dass tatsächlich etwas schief gehen wird. Bei diesen Aussichten ist es verständlich, dass die Motivation ausbleibt. Um diese negativen Gedanken zu überwinden, müssen Sie Ihre Angst vor Fehlern hinter sich lassen. Fehler gehören zum Leben dazu. Akzeptieren Sie diese und lernen Sie daraus.

  3. Warum mache ich das?

    Auf diesen demotivierenden Gedanken stößt man oft bei der Team- oder Projektarbeit. Nicht zu wissen, welchen Teil die eigene Arbeit zum Gesamtergebnis beiträgt oder welchen Zweck die eigene Aufgabe erfüllt, ist sehr frustrierend. Niemand spürt die Motivation etwas zu erreichen, wenn er nicht gleichzeitig weiß, wofür es überhaupt gut ist. Es ist natürlich Aufgabe des Teamleiters, die Ziele entsprechend zu erklären, doch auch Sie sollten sich die Gründe Ihres Handelns immer wieder vor Augen führen, um die nötige Motivation nicht zu verlieren.

  4. Alles muss immer perfekt werden...

    Es ist zwar ein positiver Wunsch, die eigenen Aufgaben immer so gut wie möglich zu erledigen, jedoch liegt genau hier auch der wichtige Unterschied. "So gut wie möglich" ist ein schöner Ansporn, aber "perfekt" ist ein wahrer Motivationskiller. Das Streben nach Perfektion führt eher zu Frust und Verzweiflung, da die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Seien Sie nicht so streng mit sich selbst. Geben Sie Ihr Bestes und präsentieren Sie das Ergebnis mit Stolz. Dann werden Sie auch weiterhin engagiert Ihre Ziele verfolgen.

  5. Das hat noch Zeit bis morgen...

    Auch wenn das bei einzelnen Aufgaben durchaus zutreffend sein mag, bleibt dennoch die Frage: Werden Sie es tatsächlich am nächsten Tag erledigen oder schieben Sie die unliebsame Aufgabe nur weiter vor sich her? Prokrastination zeigt sich in den verschiedensten Facetten. Lassen Sie sich daher nicht von der Aufschieberitis blenden und beginnen Sie immer sofort mit den Dingen, die noch zu erledigen sind. Wenn Sie einmal mit dem Verschieben beginnen, treten Sie oft eine Lawine an Aufgaben los, die mit der Zeit wächst.

  6. Ich muss das tun...

    Syda Productions/shutterstock.com

    Das Gefühl, keine Wahl zu haben, kann sehr demotivierend sein. Wir alle entscheiden gerne selbst, womit wir unsere Zeit verbringen und welche Aufgaben wir erledigen. Schon Kinder weigern sich vehement das Zimmer aufzuräumen, wenn man ihnen vorschreibt, dass sie es tun müssen. Diese Haltung bleibt auch im späteren Leben erhalten und senkt die Motivation. Denken Sie also lieber daran, dass Sie etwas "können" oder "dürfen". Diese Formulierungen fördern die Motivation und vermeiden es, von einem Zwang zu sprechen.

  7. Ich schaffe das nicht...

    Ein Gedanke, der garantiert jede Motivation im Keim erstickt. Wer sich einredet, etwas nicht zu schaffen, verliert auch jede Lust, es überhaupt zu versuchen. Doch diese Einstellung kann auch viele Chancen zunichte machen. Geben Sie nicht bereits auf, bevor Sie überhaupt angefangen haben. Wer selbstbewusst bleibt und an die eigenen Fähigkeiten glaubt, erreicht oft Dinge, die er für unmöglich gehalten hat. Getreu Bertolt Brechts Motto: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

[Bildnachweis: antoniodiaz, Stokkete by Shutterstock.com]