Farbtest

Links: Wenn Sie eine 45 erkennen ist alles normal, Farbenblinde sehen nur Punkte.
Rechts: Wer eine 29 sieht, sieht richtig. Wer nur die 70 erblickt, könnte farbenblind sein.

Noch mehr Sehtests.


Was das mit Karriere zu tun hat? Ehrlich gesagt: nichts. Aber es erinnert mich daran, dass das, was wir sehen, nicht immer der Realität entspricht. Vielmehr ähnelt das Leben oft einem Vexierbild – und je nachdem, ob wir die alte oder die junge Frau sehen, gefällt uns das Bild oder nicht. Ein Beispiel: Ein Vater fährt mit seinem Sohn in die Stadt. Der Sohn bleibt ständig stehen, sieht sich immer wieder Dinge an. Der Vater hat noch was zu erledigen und so treibt er seinen Sohn an: „Was ist denn jetzt schon wieder? Nun komm endlich, wir müssen weiter!“ Typisch? Nehmen wir an, tags zuvor hätte die Schule bei diesem Vater angerufen. Der Schulleiter wäre am Telefon gewesen und hätte gesagt: „Wir haben heute einige Intelligenztests gemacht. Dabei kam heraus, Ihr Sohn ist hochbegabt. Er ist ein Genie.“ Ein Satz – eine völlig andere Welt. Was, glauben Sie, wäre am Nachmittag passiert? Hätte der Vater wieder gesagt: „Los, du Träumer, wir haben nicht ewig Zeit!“ Oder wäre er auch beim zehnten Mal stehengeblieben und hätte seinen Sohn neugierig gefragt: „Worüber denkst du gerade nach? Was siehst du?“

Etwas weniger pathetisch ausgedrückt: Wenn Sie ein Problem haben, besteht Ihr Problem vielleicht darin, dass Sie es als Problem betrachten. Es könnte auch eine Chance sein. Und vielleicht gilt das sogar für eine Rot-Grün-Blindheit.