Alles Gute hat einmal ein Ende. Manchmal ist das auch gut so. Bei Seminaren und Workshops etwa. Egal, interessant, lehrreich oder unterhaltsam so ein Kurs ist, irgendwann ist die Birne voll. Der Geist ermattet, die Luft ist raus, rien ne va plus – nichts geht mehr. Ich selbst gebe auch immer wieder solche Workshops. Mal einen Tag lang, mal zwei. Meistens zum Thema Social Media und deren strategischem Einsatz. Das Problem solcher Seminare und Workshops ist allerdings: viele versanden. Die Impulse, die dabei gegeben werden, lösen zwar Begeisterung und Ideen aus, werden dann aber nicht zügig umgesetzt. Tyisch 72-Stunden-Regel

Die kennen Sie schon aus der Karrierebibel, sie sagt: Alles, was Sie sich vornehmen, müssen Sie auch innerhalb von 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Chance, dass Sie das Projekt jemals umsetzen, auf ein Prozent.

Schuld daran ist nicht nur der innere Schweinehund, sondern oft auch mangelnde Entschlossenheit. Wer sich einer Sache verschreibt, mit Herzblut und Leidenschaft, der legt damit auch schon bald los. Und der erste Schritt dabei ist der wichtigste. Andernfalls bleibt es nur ein frommer Vorsatz.

Um den Graben zwischen Entschluss und Erledigung schmal zu halten, nutze ich daher seit einiger Zeit eine Schlussfrage in meinen Workshops, die stets gut ankommt und wie ich hinterher höre auch entsprechende Wirkung zeigt. Sie lautet:

Was von dem heute Gehörten und Gelernten werden Sie in den nächsten 72 Stunden umsetzen? Nennen Sie nur eine Sache!

Das funktioniert natürlich nur bei Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmern. Sonst dauert das zu lange. Aber wenn jeder Teilnehmer zum Abschluss des Workshops reihum die Frage laut beantwortet, fühlen sich hinterher alle ihrem Vorsatz und Versprechen automatisch mehr verbunden – und beginnen bald mit der Umsetzung. Und genau so soll es ja auch sein.

Apropos: Welche (guten) Abschlussfragen haben Sie schon gehört oder selber gestellt?