Wut tut nicht gut. Vor allem nicht die aufgestaute. Wer etwa am Arbeitsplatz unfair behandelt wird und seinen Ärger darüber unterdrückt, wird krank. Das haben schwedische Forscher herausgefunden. Demnach erhöht aufgestauter Ärger den Blutdruck, was wiederum Kopf- und Bauchschmerzen erzeugen könne und das Herzinfarkt-Risiko steigere. Magengeschwüre bekommt man außerdem davon. Der Rat daher: Machen Sie dem Ärger rechtzeitig Luft und sagen Sie, was Sie nervt!
Eine Binse, gewiss. Wesentlich interessanter ist deshalb das, was der australische Psychologe Joe Forgas von der Universität von New South Wales jetzt festgestellt hat: Schlecht Gelaunte sehen klarer und treffen bessere Entscheidungen. Während gute Laune nachweislich gesünder ist, kreative Impulse fördert und sympathischer macht, scheinen Miesmutige von gesteigerter Aufmerksamkeit zu profitieren. Forgas ließ seine Probanden verschiedene Filme sehen und sich an positive, beziehungsweise negative Momente im Leben erinnern, um sie so in gute oder schlechte Stimmung zu versetzen. Dann gab er ihnen Aufgaben zu lösen: Die Teilnehmer sollten etwa den Wahrheitsgehalt urbaner Legenden beurteilen oder den von Zeugenaussagen. In beiden Fällen schnitten die Miesepeter aufällig besser ab, machten weniger Fehler und kommunizierten ihre Urteile souveräner – selbst in schriftlicher Form argumentierten sie besser. Davon könnte man glatt wieder gute Laune bekommen…







S.-W. Bormann
Was bringt das bessere Denken, wenn die Miesepeter, verbrannte Erde hinterlassen. Weiterhin ist die negative Stimmung für jedes Unternehmen Gift.
Jochen Mai
Es gibt einen Unterschied zwischen miese Laune haben und miese Laune verbreiten!