Menschen, die über den Tod sinnieren, konsumieren mehr. Zu dieser etwas morbiden Erkenntnis gelangt eine Studie von Dirk Smeesters, Professor für Marketing an der Rotterdam School of Management. Im Rahmen der Untersuchung ließen er und sein Team 750 Studenten Aufsätze zum Thema „Der eigene Tod“, beziehungsweise „Zahnarztbesuch“ (Kontrollgruppe – auch wenn das für manche Mitmenschen irgendwie auf dasselbe hinausläuft) schreiben. Parallel konnten die Teilnehmer Kekse essen und sollten anschließend noch eine Einkaufsliste verfassen. Und wer hätte das gedacht: Wer sich mit seiner eigenen Sterblichkeit beschäftigte, aß prompt mehr Kekse und dessen Shoppingliste war auch deutlich länger als bei der Kontrollgruppe.

Die Erklärung der Wissenschaftler lautet übrigens so: Werden Menschen an ihre Sterblichkeit erinnert, fragen sie sich zugleich, ob sie selbst einmal Spuren auf dieser Welt hinterlassen werden. Dies führt zu einer verstärkten Wahrnehmung des Ichs, was sich durch vermehrtes Essen und mehr Konsum ausgleichen lässt. Dass aber ausgerechnet an Weihnachten, dem Geburtsfest Jesu Christi, am meisten Kekse gegessen und Geschenke gekauft werden (und nicht an Ostern, wo es um dessen Tod und Auferstehung geht), widerspricht der Studie zugegebenermaßen etwas.