Genies, würde man denken, haben es in der Schule oder Uni deutlich leichter und schneiden dort entsprechend überdurchschnittlich ab. Stimmt aber nicht. Denn egal, was Intelligenzforscher über einen brillanten Geist und dessen Einfluss auf die berufliche Laufbahn sagen – schon an der Hochschule entscheidet weniger der IQ über den akademischen Erfolg, sondern vor allem die Selbstdisziplin. So werteten die Psychologen Angela Duckworth und Martin Seligman von der Universität von Pennsylvania die Lebensläufe von 164 Studenten aus und kamen dabei zu dem Ergebnis: Disziplin hatte mehr als doppelt so starken Einfluss auf deren Erfolg. Mehr noch: Studenten, die bereit waren, auf kurzfristige Freuden (Partys, Feten, Feier, etc.) zu verzichten, um sich stattdessen für das langfristige Ziel des schnellen Studienerfolgs zu quälen, erreichten ihre akademischen Ziele binnen jedes Semesters. Nicht so ihre intelligenteren aber weniger disziplinierten Kommilitonen, die häufiger durchfielen. Ein hoher IQ sagt also überhaupt nichts darüber aus, ob jemand einen guten Uni-Abschluss schafft. Entscheidender sind Willensstärke und Durchhaltevermögen – oder kurz: Disziplin.