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Wie heißt es im Nachrichten-Business oft? Bad news are good news. So ähnlich halten wir es auch im Alltag: Wir konzentrieren uns auf das Negative. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass das Kreisen um Defizite und ewige Jammern einen nicht weiterbringt. Positive Affirmationen hingegen schon. Diese besitzen zwar oft ein, nun ja, naiv-infantiles Image. Dabei bleibt aber unbeachtet, dass Sie mit Affirmationen nicht nur tatsächlich Ihren beruflichen Erfolg vorantreiben, sondern auch in anderen Lebensbereichen glücklich werden können...

Definition: Was sind Affirmationen?

Affirmationen Bedeutung Affirmationen Beispiele Affirmationen Louise Hay Affirmationen Angst Affirmationen GesundheitFalls Sie sich gerade fragen: Was sind Affirmationen? Laut Definition handelt es sich dabei um Versicherungen beziehungsweise Beteuerungen gegenüber sich selbst:

  • Ich liebe mich, so wie ich bin.
  • Ich glaube fest an meine Ziele.
  • Ich bin überzeugt, sie zu erreichen.
  • Ich gebe jeden Tag mein Bestes.
  • Ich allein bin für mein Leben verantwortlich.
  • Ich bin dankbar für alles, was ich bin und habe.
  • Alles wird gut.

Man könnte sie auch als Glaubenssätze beschreiben, die meist bejahend oder zustimmend eingesetzt werden - wie in den obigen Affirmationen.

Leider sind in unserer Kultur vor allem negative Glaubenssätze häufiger. Viele Menschen sagen sich, dass Sie etwas nicht schaffen, dass die Umstände schuld sind oder sich das Universum gezielt gegen sie verschworen hätte.

Sie ahnen natürlich längst: Hilfreich ist das nicht. Weder lösen sich so Probleme, noch entspricht es der Wahrheit. Umgekehrt aber können vor allem positive Affirmationen - also selbstbejahende Sätze, die wir uns immer wieder sagen - ungeheuer seelisch aufbauen, motivieren und sogar beflügeln.

Zugegeben, das klingt zunächst nach esoterischem Schnickschnack, ist es aber nicht. Psychologische Studien (PDF) beweisen: Unser Fühlen, Denken und Handeln hängen wechselseitig zusammen. Wer seine Gedanken durch Affirmationen dauerhaft verändert, der ändert mit der Zeit auch sein Verhalten und seine Emotionen.

Affirmationen: Louise Hay und die Anfänge

Die Überzeugung, dass positives Denken sich nachhaltig auf das Wohlbefinden auswirkt, ist so neu nicht. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschäftigte der amerikanische Heilpraktiker und Schriftsteller Phineas Parkhurst Quimby mit den Folgen negativen Denkens.

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist die amerikanische Sachbuchautorin Louise Hay. Auch sie setzt sich mit der Wirkung von positiven Gedanken auf die Gesundheit und das Wohlbefinden allgemein auseinander. Ihre Bücher werden in 30 Sprachen übersetzt und beschäftigen sich mit Ermutigung, Selbstmotivation und Meditation.

Glaubenssätze: Auswirkungen negativer Affirmationen

Wer etwas Selbstreflexion betreibt, weiß welche Glaubenssätze woher stammen. Viele negative Affirmationen stammen aus der Kindheit und wirken sich leider bis auf den heutigen Tag aus, auch im Job:

  • Du bist immer so langsam.
  • Du kannst nicht logisch denken.
  • Du wirst es nie zu etwas bringen.
  • Du bist so unstrukturiert.
  • Du bist unsportlich.

Sätze wie diese sind meistens Zuschreibungen von anderen, häufig unsere Eltern, Geschwister, Verwandte. Das Problem dabei: Je häufiger wir so etwas hören, desto eher glauben wir auch daran und handeln entsprechend - eine selbsterfüllende Prophezeiung quasi.

Oftmals ist es diesen Menschen vermutlich nicht bewusst, aber sie verhalten sich toxisch: Denn solche pauschalen Zuschreibungen brennen sich ins Gehirn und nagen am Selbstwertgefühl.

Es liegt auf der Hand, dass jemand mit geringem Selbstvertrauen es auch im Job ungleich schwerer hat: Er wird wenig Neues ausprobieren, wird eher auf Nummer sicher gehen und versuchen, Fehler zu vermeiden. Aus so einer Haltung kann jedenfalls kein Unternehmertum hervorgehen.

Im Gegenteil, es wird auch eine mögliche Entwicklung von vornherein ausgebremst: Denn aus Fehlern könnte man lernen, sich verbessern, neue Erkenntnisse gewinnen und Ideen entwickeln. Schlimmstenfalls kann das zu einem Kreislauf führen: Weil man sich nichts zutraut, landet man in einer Arbeit, die einen nicht interessiert oder fordert und findet den Weg nicht wieder hinaus.

Dabei ist gerade die Arbeit für viele Menschen eine Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen, den Interessen und Neigungen nachzugehen und sich bestenfalls weiterzuentwickeln. Eine erfüllende Arbeit und Erfolg im Job tragen schließlich auch zum Selbstwertgefühl bei.

Affirmationen: Wie Sie diese positiv für sich nutzen

Wenn also negative Affirmationen demotivieren, ist das Ziel logischerweise Motivation. Man muss nicht besonders spirituell veranlagt sein, um Affirmationen für sich anzuwenden. Es bedarf allerdings einer gewissen Hartnäckigkeit und Ausdauer, denn was Sie in mehreren Jahren oder Jahrzehnten verinnerlicht haben, können Sie schwerlich in zwei Wochen verändern.

Affirmationen können Sie für jeden Bereich anwenden, der Ihnen wichtig beziehungsweise veränderungswürdig erscheint. Klassische Bereiche sind:

  • Beruf
  • Geld
  • Gesundheit
  • Gewicht
  • Partnerschaft
  • Selbstvertrauen

Wie funktionieren nun positive Affirmationen? Zunächst einmal müssen Sie grundsätzlich bereit dafür sein, etwas zu verändern. Dann brauchen Sie einen Fokus, und Sie müssen die Affirmation regelmäßig wiederholen. Daneben hängt das Gelingen auch von Ihrer Persönlichkeit ab:

Manche Ratgeber empfehlen kurze prägnante Ich-Sätze in der Gegenwart. Aber das passt unter Umständen nicht für jeden. Wer beispielsweise unter seinem Übergewicht leidet, mag eine Affirmation à la Ich bin schlank und sportlich als blanken Hohn beziehungsweise realitätsfremd empfinden.

Der Trick ist dabei, eine Formulierung zu finden, die Ihrer Empfindung möglichst nahe kommt und dennoch positiv gewählt ist. Sie können das erreichen, indem Sie die Affirmation für unser Beispiel folgendermaßen formulieren:

Jeden Tag werde ich ein bisschen schlanker und sportlicher.

Auf diese Art und Weise schalten Sie solche Zweifel aus, die eher die alten negativen Affirmationen nähren und drücken stattdessen Zuversicht aus. Affirmationen funktionieren auch bei Problemen, die Sie gerne loswerden möchten. Wichtig ist hierbei, dass Sie Verneinungen wie nicht und kein vermeiden, denn das Gehirn kann sie nicht verarbeiten:

Wenn jemand sagt: "Denken Sie nicht an das rosafarbene Kaninchen", wird jeder an ein rosafarbenes Kaninchen denken. Der Trick hierbei ist, dass Sie sich auch hier wieder das Ziel vorstellen, nämlich woran stattdessen gedacht werden soll. Wenn Ihr ursprünglicher Gedanke beispielsweise war: "Ich will nicht mehr so zurückhaltend sein", dann könnten Sie nun formulieren:

Ich kann selbstbewusster sein.

Oder:

Ich darf selbstbewusster auftreten.

Oder:

Ich werde von Tag zu Tag selbstbewusster sein.

Um die Wirksamkeit solcher Affirmationen zu unterstützen, können Sie sie auch aufschreiben, beispielsweise in einem Erfolgstagebuch oder einem liebevoll gestalteten Bullet Journal.

Soweit das technische Vorgehen. Wenn Sie beispielsweise ein eher rational denkender Mensch sind, mag es Ihnen schwerfallen, auf Anhieb in eine entspannte, positive Stimmung zu kommen. Daher spielt das Setting eine Rolle: Sie sollten eine ruhige Umgebung wählen, in der Sie völlig ungestört sind; unterstützend können Sie sich von ruhiger Musik oder einer Meditation in Stimmung bringen lassen.

Positive Affirmationen: Beispiele für wichtige Bereiche

Affirmationen Beispiele Affirmation Gesundheit Affirmation PartnerschaftGlaubenssätze sind dann schwierig, wenn sie unreflektiert übernommen werden. Sie mögen zum Teil ihre Berechtigung haben und schützen womöglich vor Frustration, so zum Beispiel der Spruch "Geld stinkt."

Damit kann man sich hervorragend beruhigen, wenn man selbst gerade keins hat. Es kann aber auch dazu führen, dass man es sich in seiner gegenwärtigen Situation bequem macht und keine Ziele verfolgt.

Die hier aufgelisteten Affirmationen für die oben genannten Bereiche Beruf, Geld, Gesundheit, Partnerschaft und Selbstvertrauen sollen als Inspiration dienen. Am besten funktionieren solche Glaubenssätze sowieso, wenn sie individuell auf Ihre Probleme zugeschnitten und so formuliert sind, dass Sie sie annehmen können.

  • Beruf

    • Meine Arbeit erfüllt mich voll und ganz.
    • Ich bekomme meinen Traumjob.
    • Ich bin ein guter Projektleiter.
    • Ich entwickle gute Ideen, die uns voranbringen.
    • Ich gehe respektvoll und freundlich mit Kollegen um.
  • Geld

    • Ich verdiene immer mehr Geld.
    • Das Geld liegt auf der Straße, ich muss es mir nur holen.
    • Ich selbst bin Schöpfer meines Wohlstands.
    • Ich finde Reichtum positiv.
    • Geldverdienen macht mir Spaß.
  • Gesundheit

    • Ich habe ein langes, gesundes und glückliches Leben.
    • Mit jeder Faser meines Körpers fühle ich mich wohl.
    • Meine Gesundheit ist mir sehr wichtig.
    • Meine Haare sind voll und kräftig.
    • Meine Knochen sind hart und stabil.
  • Gewicht

    • Ich schaffe das schon.
    • Ich bin stark und schlank.
    • Ich achte auf gute Ernährung und ausreichend Bewegung.
    • Ich gehe gerne spazieren.
    • Ich mache von Tag zu Tag mehr Sport.
  • Partnerschaft

    • Ich fühle mich gut mit meiner Weiblichkeit/Männlichkeit.
    • Ich bin offen und empfänglich für alles Gute von außen.
    • Liebe wird mich mein ganzes Leben begleiten.
    • Ich bin begehrenswert.
    • Ich bin liebenswert.
  • Selbstvertrauen

    • Ich werde in (Fachgebiet) immer sicherer.
    • Ich bin ohne Angst und Zweifel.
    • Ich werde von Tag zu Tag besser.
    • Ich bin gut genug.
    • Ich kann mit dieser Situation umgehen.

Glauben Sie noch immer nicht? Dann probieren Sie es doch trotzdem eine Weile lang aus. Was können Sie durch solch positive Aussagen über sich schon verlieren?

[Bildnachweis: Dudarev Mikhail by Shutterstock.com]