FeuerIn diesen Tagen ist kein Job mehr sicher. Okay, bitte trotzdem keine Panik. Die folgenden Warnhinweise dafür, dass Sie womöglich gefeuert werden könnten, stellen lediglich den schlimmsten Fall dar. Soweit muss es nicht kommen. Falls aber doch, sollten Sie zumindest vorbereitet sein, mental wie emotional. Deshalb ist es wichtig frühzeitig wachsam zu sein und seine Sinne zu schärfen. Die folgenden sieben Alarmzeichen können Ihnen erste Indizien liefern. Je weniger davon jedoch zutrifft, desto besser für Sie:

  • Gerüchte. Üblicherweise versuchen Manager Entlassungspläne so lange wie möglich zu verschleiern. Presseberichte werden dementiert, Mitarbeiterfragen als Spekulation oder Hysterie niedergebügelt. Die Erfahrung aber lehrt: Wo immer solche Entlassungsgerüchte auftauchen, sind tatsächliche Kündigungen nicht fern. Und je vehementer das Dementi, desto schlimmer kommt es. In einer solchen Phase sollten Sie deshalb so viel Flurfunk wie möglich empfangen (ohne sich daran zu beteiligen, es sei denn, Sie wissen etwas ganz sicher). Insbesondere Informationen, wie es um Ihre Abteilung steht, sind dann essenziell.
  • Ablehnung. Egal, was Sie auch vorschlagen, Ihr Boss lehnt es ab. Ganz mieses Zeichen. Das muss zunächst zwar nichts mit einer unmittelbar bevorstehenden Kündigung zu tun haben – für Ihr Image ist es aber auch nicht gut. Denn entweder sind Ihr Vorschläge so schlecht oder er schätzt Sie nicht. Beides hilft nicht bei der Karriere. Und den Job rettet es schon mal gar nicht.
  • Outsourcing. Die Alarmglocken sollten bei Ihnen schrillen, wenn neue Projekte, für die eigentlich Sie oder Ihre Abteilung zuständig sind, ausgelagert werden. Denn wenn Sie bei künftigen Projekten nicht mehr involviert sind, dokumentiert das letztlich eines: Sie sind überflüssig. Gleiches gilt übrigens auch, falls aus Ihrem Team massiv Kollegen abgezogen und in andere Teams verteilt werden. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Ressourcen der neuen Struktur angepasst werden. Und Ihr Team spielt darin offenbar keine tragende Rolle mehr.
  • Arbeitsmangel. Das geht entweder mit dem genannten Punkt “Outsourcing” einher oder ist davon sogar unabhängig: Falls Sie immer weniger zu tun haben, also keine neuen Aufträge hereinkommen, ist das ein ganz schlechtes Zeichen. Denn welchen Grund hat Ihr Arbeitgeber dann, Sie weiterzubeschäftigen? Eben. In der Situatiation ist es das Beste, Sie suchen sich schnell neue, zukunftsweisende Projekte oder engagieren sich in anderen (wichtigen) Abteilungen. Jedenfalls sollten Sie sich auf keinen Fall tatenlos über die ungewohnte Freizeit freuen.
  • Datenteilung. Sie werden gebeten, Ihre Kontakte, Kunden, Projektdaten mit Kollegen zu teilen. Alarmstufe Rot! In Gedanken sind Sie womöglich schon gefeuert, allerdings bemüht sich der Chef vorher noch um Schadensbegrenzung. Eine linke Nummer. Auf die Sie allerdings nur professionell reagieren sollten: Zum Teil mitspielen, sich nichts anmerken lassen und schon mal zu Headhuntern Kontakt aufnehmen.
  • Nachfragen. Der Chef interssiert sich zunehmend für Details. Damit meine ich nicht das übliche Maß, sondern wenn er wirklich anfängt, in Ihrer Arbeit zu wühlen. Insbesondere wenn er per Mail Rechtfertigungen und Projektberichte einfordert, könnte er Beweise für eine Fristlose Kündigung gegen Sie sammeln. Das Gegenteil – der Chef fragt gar nicht mehr – ist aber genauso ein Warnhinweis. Sie nach Ihrer Einschätzung zu fragen, ist ein sicheres Zeichen von Wertschätzung und Vertrauen. Werden Sie nicht mehr danach gefragt, driften Sie womöglich in die Isolation.
  • Aussprache. Okay, das ist das deutlichste Zeichen: Wenn Ihr Chef Ihnen mitteilt, dass Ihr Job gefärdet ist, brennt die Luft. Dann sollten Sie keine Zeit mehr vertreichen lassen und (falls das noch möglich ist) durch Mehrleistung gegensteuern – oder schon mal mit dem Bewerben beginnen.