Solche Kollegen kennen Sie vielleicht auch: Seit Jahren im Unternehmen, ständig am nörgeln und meckern, stets schlecht gelaunt und oft krank. Irgendwann stellt sich dann schon die Frage: Warum ist der Mitarbeiter eigentlich noch im Unternehmen? Wäre es für ihn nicht besser, er würde sich einen neuen Job suchen? Die Antwort ist klar: Das wäre in den meisten Fällen die beste Lösung, doch nicht jeder ist bereit, diesen Schritt zu gehen. Doch bevor Sie jetzt den Kopf schütteln und den Kollegen insgeheim bemitleiden, sollten Sie Ihre eigenen Situation reflektieren. Möglicherweise sollten Sie sich auch nach einem neuen Job umschauen, bevor Sie so weit sind wie der Kollege. Damit Sie rechtzeitig merken, was die Stunde geschlagen hat, haben wir heute 20 Zeichen für Sie zusammengestellt, bei denen alle Ihre Alarmglocken klingeln sollten.
20 Zeichen, bei denen ein Jobwechsel ansteht- Sie wachen jeden Morgen mit dem Gedanken “Nicht schon wieder” auf.
- Trotz ausreichend Schlaf sind Sie ständig müde und ausgelaugt – und das über Wochen und Monate.
- Sie überlegen mehr als einmal im Monat, ob Sie sich krank melden sollen. Ohne wirklich krank zu sein.
- Der Gedanke an Ihren Arbeitsplatz löst bei Ihnen Übelkeit aus.
- Ihre Familie und Freunde fragen Sie, wie lange Sie sich das noch antun wollen.
- Wenn Sie über Ihre Arbeit sprechen, jammern und schimpfen Sie mehr als bei allen anderen Themen.
- Ihre Kollegen schließen Wetten darauf ab, wann Sie kündigen werden.
- Ihr Chef ignoriert Sie jeden Tag aufs neue.
- Die Kollegen ziehen sich nach und nach von Ihnen zurück.
- Bei Beförderungen und Prämien werden Sie zum x-ten mal in Folge übergangen.
- Sie machen die Arbeit, doch andere Kollegen heimsen die Lorbeeren ein – und zwar ständig.
- Beim Jahresgespräch fällt es Ihnen schwer, positive Punkte zu benennen. Negative finden Sie dagegen im Überfluss.
- Sie sehnen den Feierabend jeden Tag herbei.
- Die Geschäftsführung Ihres Unternehmens spricht immer öfter von Verschlankung, Effizienzsteigerung und Synergieeffekten.
- Ihr Chef kommuniziert nur noch schriftlich mit Ihnen.
- Die Geschäftsführung wechselt alle drei bis sechs Monate.
- Zwischen Ihrer Vorstellung von einem optimalen Arbeitsplatz und Ihrer Arbeitsrealität liegen Welten.
- Ihr Vorgesetzter hat plötzlich kein Interesse mehr an den Problemen seiner Mitarbeiter.
- Ihr Chef spricht ständig davon, dass Sie Ihre Leistung deutlich steigern müssen.
- In Ihrer Abteilung werden keine Pläne mehr gemacht, die mehr als vier Wochen in die Zukunft reichen.
Wenn Sie mehr als drei Zeichen bei sich bemerken, wird es Zeit, sich Gedanken um einen Jobwechsel zu machen. Wie Sie den bewerkstelligen, haben wir hier beschrieben. Und den passenden Job finden Sie auf unserer Jobbörse oder bei einer Jobmesse.
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Harald Ille
Naja. N’büschen arg trivial, oder?
Jochen Mai
Liegt das nicht im Auge des Betrachters?
Für den Feuerwehrmann ist es ebenso trivial, zwischen Verpuffung und Explosion zu unterscheiden…Aber was für ein Unterschied! Nur: Wie viele von uns sind schon Feuerwehrmann? Und wie viele erkennen solche Job-Alarmzeichen tatsächlich, sobald Sie persönlich davon betroffen sind (und handeln auch danach – Stichwort: “innere” Kündigung)?
Ich empfinde die Frage als überheblich. Denn aus ihr spricht jemand, der glaubt, nur weil er selbst etwas erkannt hat, müssten alle anderen auch dort sein – und falls nicht, sind sie irgendwie dumm. Die Artikel hier richten sich aber an Leser mit unterschiedlichem Hintergrund und in unterschiedlichen Situationen. Was für den einen trivial ist, kommt dem anderen gerade recht und hilft ihm weiter.
Harald Ille
Oh, ich bitte vielmals um Entschuldigung für meine “Überheblichkeit” – für “dumm” habe ich hoffentlich niemanden bislang gehalten – bin ja selbst blond und blauäugig :-). Ich hatte nur das Gefühl, dass die Liste wenig Neues sagt: Wenn einen der Chef nur noch anpampt und selbst die Kollegen “Wetten darauf ab[schließen], wann Sie kündigen werden” – dann ist das weniger revolutionär. Und wenn man drei Punkten ja sagt, dann müssten wir alle sofort kündigen. Oder? Ich denke, es sind ja nicht die sehr deutlichen Signale, die einem zu schaffen machen, sondern die eher impliziten – und die finde ich nicht in der Liste.