Das Selbstwertgefühl steigt bis zum 60. Lebensjahr an, erreicht einen Höhepunkt und sinkt dann wieder. In etwa so lässt sich das Ergebnis einer Langzeitstudie von Ulrich Orth von der Universität Basel zusammenfassen bei der 3500 Männer und Frauen im Alter zwischen 25 und 104 im Verlauf von 16 Jahren (1986 bis 2002) immer wieder befragt wurden. Dabei mussten die Probanden – typisch für solche Studien – vor allem Selbstauskünfte erteilen und Aussagen bejahen oder verneinen wie „Ich bin mit mir selbst im Reinen“ oder „Ich finde mich gut so wie ich bin“.

Interessante Nebenerkenntnis: Frauen hatten durchweg ein geringeres Selbstwertgefühl als Männer, erst im Alter zwischen 80 und 90 Jahren ließen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern mehr ausmachen. Und: Während sich Ausbildung, Einkommen, Gesundheit und Erwerbstätigkeit positiv auf das Selbstbewusstsein auswirkten, war eine unglückliche Beziehung geradezu Gift für das Selbstwertgefühl.