SiegerAnimiertDas also war der Gastbeitragwettbewerb 2010: Insgesamt elf Gastbeiträge haben daran teilgenommen. Entstanden sind so zwei abwechslungsreiche Wochen mit ebenso inspierenden wie hilfreichen Artikeln. Seit Sonntag vor einer Woche haben über 1000 Leser die eingereichten Beiträge bewertet und für ihren jeweiligen Favoriten abgestimmt, um den besten Autor beziehungsweise besten Gastbeitrag zu ermitteln. Dabei ging es leider nicht immer ganz fair zu, sodass zum Teil nicht ganz klar ist, ob die Stimmen tatsächlich die Meinung von “Lesern” widerspiegeln. Dennoch konnte von der Jury eine faire Lösung gefunden werden. Und nun steht das Ergebnis fest, auf das sicher schon so einige gespannt sind, allen voran die Autoren selbst…

Das also sind die Sieger des diesjährigen Gastbeitrag-Wettbewerbs:

Christian Faller: Hol mehr raus! – Was Sie von faulen Studenten lernen können Gesponsert von dem Kölner Social-Games-Entwickler United Prototype erhält der Sieger des Gastbeitrag-Wettbewerbs ein nigelnagelneues iPad mit Wifi und 3G sowie 32GB im Wert von rund 600 Euro.
Oliver Wegner: Ständig Erfolgsfaktoren – Mit Leichtigkeit zur Spitzenleistung Den Zweitplatzierten erwartet eine Nikon Coolpix P6000 mit 13,5-Megapixel-Kamera und einem integrierten GPS-Empfänger. Gesponsert wird die Kamera im Wert von rund 400 Euro von dem Münchner IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen Cirquent.
Lukas Pustina: Überallbüro – Arbeiten wo und wann ich es am besten kann Der Drittplatzierte bekommt für zwei Monate in 2010 ein kostenloses Werbebanner (200 x 100 Pixel) in der linken Sidebar auf dieser Seite gesponsert, verlinkt zu einer Seite seiner Wahl (natürlich kein Schmuddelkram – aber eigene Webseite oder Profil bei einem Sozialen Netzwerk sind völlig okay).

An dieser Stelle von uns einen herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Und nun fragen Sie sich wahrscheinlich, wie das Ergebnis zustande gekommen ist. Beginnen wir daher mit der…

Wahl der Jury

Parallel zu den Lesern hat die Jury ebenfalls abgestimmt – per Schulnoten. Allerdings haben sich die Juroren dafür ausgesprochen, dass wir das Ergebnis unserer Wahl nur als Gesamtnote veröffentlichen. Bevor ich zur Jurywahl komme, aber noch einmal kurz, wer zur diesjährigen Jury gehörte:

Heiko Hebig Markus Spieker Andre Zalbertus Jochen Mai
arbeitet als Head of R&D im Media Innovation Lab von Hubert Burda Media. Dort treibt er neue Internet-Projekte, Konzepte und Investments voran. Im Rahmen der DLD-Konferenz agiert er zudem als Trend- und Themenscout. arbeitet als Fernsehkorrespondent im ARD-Hauptstadtstudio. Der gelernte Historiker hat in Gießen und Los Angeles studiert sowie zahlreiche Bücher verfasst, zuletzt “Faithbook: Ein Journalist sucht den Himmel”. arbeitete lange Zeit als Berlinreporter für das ZDF und Moskau-Korrespondent für RTL. 2005 gründete er den Lokalsender center.tv Köln. Zudem hat er einen Lehrauftrag an der Deutschen Journalistenschule in München. ist Diplom-Volkswirt, langjähriger Wirtschaftsjournalist und Leiter des Ressorts „Management + Erfolg“ bei der WirtschaftsWoche. Er ist Autor dieses Blogs und zweier Bestseller.

Und das ist unser Klassenschnitt:

Autor Note
Christian Faller 1,75
Birgit Permantier 1,75
Niels Warnecke 2,5
Angela Rittig 2,75
Dominik Schwarz 3
Andreas Diendorfer 3,75
Joachim Golob 3
Oliver Wegner 2
Lukas Pustina 1,5
Heike Thormann 2,25
Sebastian Keil 2,5
(Kim Adamek 4)

Der Beitrag von Frau Adamek stellt allerdings einen Sonderfall dar: Er musste nachträglich und mit dem Einverständnis der Autorin aus dem Wettbewerb genommen werden, da die Autorin über ein paar Foreneinträge gezielt für sich geworben hatte – was, in der Art und Weise wie dies geschah, einige der Teilnehmer und die Jury als Wahlbeeinflussung werteten. Nach Aussagen der Autorin passierte dies jedoch nicht in unlauterer Absicht. Allerdings ändert das nichts an der Disqualifizierung.

Wie die Gesamtwertung zustande kommt

Das Problem war nun, das Ergebnis der Online-Wahl und die Schulnoten rechnerisch zusammenzuführen, sodass sich ein aussagekräftiger Mittelwert ergibt. Dazu gibt es verschiedene mathematische Wege, der einfachste ist jedoch, für die Stimmzahlen der Leserwahl Klassen zu bilden und diesen anschließend ebenfalls Schulnoten zuzuordnen (von 1 bis 4 – äquivalent dem Spektrum der Jurynoten). So lässt sich dann eine Gesamtnote für jeden Teilnehmer per Mittelwert errechnen.

Klasse Note
Mehr als 100 Stimmen 1
Mehr als 50 Stimmen 2
Mehr als 25 Stimmen 3
Weniger als 25 Stimmen 4

Der Knackpunkt daran ist dann allerdings, die Klassengrenzen so zu ziehen, dass sie das Ergebnis nicht verfälschen. Wer knapp über oder unter eine Grenze liegt, kann sonst womöglich überproportional auf- oder absteigen. Ich habe mich bei der Ermittlung dieser Grenzen daher an der Stimmverteilung, beziehungsweise -gewichtung orientiert – und nicht etwa fünf gleich große Cluster gebildet. Außerdem wurde die Untergrenze in der Spitzenklasse so gewählt, dass sie die zum Teil merkwürdigen Stimmsprünge aufgrund der genannten Foreneinträge niveliert, ohne das Gesamtergebnis zu verzerren. Das Resultat sehen hier.

Führt man nun beide Tabellen zusammen und übersetzt die Stimmzahl nach diesem Schema in Noten, ergibt sich folgendes Bild:

Autor Jurynote Stimmen Lesernote Gesamtnote
Christian Faller 1,75 187 1 1,375
Birgit Permantier 1,75 4 4 2,875
Niels Warnecke 2,5 7 4 3,25
Angela Rittig 2,75 86 2 2,375
Dominik Schwarz 3 37 3 3
Andreas Diendorfer 3,75 234 1 2,375
Joachim Golob 3 4 4 3,5
Oliver Wegner 2 166 1 1,5
Lukas Pustina 1,5 31 3 2,25
Heike Thormann 2,25 13 4 3,125
Sebastian Keil 2,5 13 4 3,25
(Kim Adamek 4 241 1 2,5)

(PS. Ich habe die Ergebnisse der disqualifizierten Teilnehmerin mitberechnet, um zu zeigen, dass Sie auch so nicht gewonnen hätte. Und bevor anderes gemutmaßt wird: Die Jury hatte schon abgestimmt, bevor die Diskussion über die drohende Disqualifizierung losging.)

Das Wahlergebnis spiegelt damit sowohl anteilig die Meinung der Jury wie auch die der meisten Leser wieder. Ein Patt gab es unter den drei Platzierten auch nicht, sodass auch nicht die Stimmen der Leser den Ausschlag geben mussten. Die Wahl ist damit beendet, das Resultat endgültig und der Rechtsweg ausgeschlossen.

Allen Teilnehmern möchte ich an dieser Stelle noch einmal herzlich fürs Mitmachen danken. Auch wenn es bei den meisten am Ende nicht zum Sieg gereicht hat: Letztlich sollte es darum nie gehen – die Preise waren doch eher der Zuckerguss obenauf. Entscheidend ist doch, dass hier einige neue und vielleicht auch treue Leser gefunden haben und viele Leser (und Juroren) inspiriert werden konnten.

Dennoch bedanke ich mich ebenso bei den Lesern, die sich in der kurzen Wahlperiode an der Abstimmung gewissenhaft beteiligt haben. Und ein ganz besonderer Dank gilt natürlich der Jury, die alle Texte gelesen und sorgfältig bewertet hat: Danke!