lculig/shutterstock.comMillionen Menschen weltweit nutzen ist Twitter. Damit ist das Netzwerk zu einer weltumspannenden Informationsmaschine geworden. Politiker, Zeitungen, Stars und Sternchen posten Nachrichten, Bilder, Videos oder teilen einfach ihre Gedanken mit. Dennoch – oder gerade wegen – der wachsenden Popularität fällt es Einsteigern nach wie vor schwer, das Netzwerk wirklich zu verstehen und zu nutzen. Viele stürzen sich ahnungslos ins Getümmel und begehen prompt typische Anfängerfehler. Bleibt daraufhin die Interaktion mit anderen Nutzern aus, geben die meisten frustriert auf. Woran Sie denken sollten bevor Sie anfangen zu twittern...

10 Gründe, wieso Sie Twitter nutzen sollten

Wieso noch Twitter? Ich hab doch schon Facebook! Sätze wie diese hört man immer wieder. Natürlich ist es richtig, nicht jeden neuen Kanal zu nutzen, nur weil der gerade hipp ist. Aber Twitter kann Ihnen einiges bieten...

  1. Es ist einfach. Ein Profilfoto, eine E-Mail-Adresse – mehr braucht es nicht, um sich bei Twitter anzumelden und loszulegen.
  2. Sie lernen, auf den Punkt zu kommen. Nicht lange labern, machen! Das Bonmot gilt erst auf Twitter. Die Limitierung auf maximal 140 Zeichen pro Tweet ist eine gute Schule für alle, die lernen wollen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und knackige Überschriften zu formulieren, die Aufmerksamkeit, Interesse und Neugier wecken.
  3. Sie sammeln Ideen. Betrachten Sie Twitter nicht nur als Soziales Netzwerk (was es natürlich trotzdem ist), sondern auch als wertvolle Wissenssammlung. Mit jedem getwitterten Link extrahieren und sammeln Sie Fachwissen aus dem Internet – und entwickeln daraus vielleicht sogar neue Ideen.
  4. Sie verbreitern Ihr Netzwerk. Gewiss, es macht anfangs Mühe, Interessantes zu twittern und damit neue Follower zu gewinnen. Aber aller Anfang ist immer schwer – bei Facebook oder beim Bloggen genauso. Indem Sie aber anderen folgen, diese retweeten oder auch per @Reply direkt anschreiben, lernen Sie mit der Zeit viele neue und Menschen mit gleichen Interessen kennen.
  5. Sie sind schneller informiert. Nachrichten verbreiten sich heute zuerst und besonders rasant über Twitter. Wenn Sie auf Twitter einer bestimmten Anzahl und für Ihre Interessen richtigen Mischung aus Influencern und Aggregatoren folgen, bekommen Sie praktisch in Echtzeit mit, was in der Welt passiert
  6. Sie mutieren selbst zum Experten. Wer kontinuierlich über eine Thema schreibt beziehungsweise twittert, Informationen sammeln, kommentiert, bewertet und dabei immer neue Facetten und Aspekte beleuchtet, erwirbt dadurch irgendwann den Status eines Experten für dieses Thema.
  7. Sie verbessern Ihren Service. Zahlreiche Unternehmen, wie die Deutsche Bahn, die Telekom oder zuletzt die Deutsche Bank nutzen Twitter bereits, um ihren Kunden per Tweet zu helfen.
  8. Sie müssen nicht alles selbst erfinden. Nicht umsonst heißt es Social Media und bedeutet eben auch, andere zu zitieren, gute Nachrichten zu retweeten oder auf nützliche Fachartikel zu verlinken. Solange Sie die Quellen nennen, werten Sie damit nicht nur den eigenen Twitterstream auf.
  9. Sie bekommen selbst schnelle Hilfe. Es klang schon ein paar Mal an: Twitter ist ein Soziales Netzwerk, heißt: Hinter all den Accounts stecken Menschen. Meistens jedenfalls. Und je länger man sich folgt, miteinander twittert, chattet, diskutiert, desto besser lernt man sich kennen. Die Hilfsbereitschaft wächst aber ebenfalls.
  10. Die anderen sind auch schon da. Ernsthaft: Twitter wird bereits von vielen Menschen genutzt. Interessanterweise von mehr Frauen (55 Prozent) als Männern, von denen die Mehrheit Kinder hat (55 Prozent) und zwischen 25 und 34 Jahre alt ist (23 Prozent).

Twitter-Guide: Alle Tipps und Tricks zum Microblogging

Sie sind noch unsicher und wissen nicht genau, wie Sie starten sollen? Dann schafft unser Twitter-Guide abhilfe. Von der Vorbereitung, über Themen, über die Sie schreiben können bis zum Reputationsaufbau finden Sie dort alles Wichtige.

Typische Anfängerfehler: Vermeiden Sie diese Fauxpas

ollyy/shutterstock.comBestimmt juckt es Ihnen in den Fingern und Sie können es kaum erwarten loszulegen? Doch bevor Sie starten, hier einige Hinweise, damit Sie es von Anfang an richtig machen und potenzielle Follower nicht verschrecken:

  1. Benutzernamen unbedacht auswählen. Ihr Benutzername auf Twitter gehört zu Ihrer digitalen Identität und sollte deswegen mit Bedacht gewählt werden. Er darf maximal 15 Zeichen lang sein und kann neben Groß- und Kleinschreibung auch Ziffern und Unterstriche enthalten. Nutzen Sie weitere Netzwerke empfiehlt sich ein einheitlicher oder ähnlicher Name.
  2. BIO nicht ausfüllen. Wieso sollte jemand einem profillose Twitterer folgen? Nutzen Sie deswegen die Twitter-BIO, um anderen Nutzern darüber Aufschluss zu geben, wer Sie sind und was Sie tun. Dafür stehen Ihnen 160 Zeichen zur Verfügung. Sich selbst und seine Profession in 160 Zeichen zu beschreiben ist schon eine Herausforderung. Doch es lohnt sich, intensiv darüber nachzudenken: Zum einen beeinflussen Sie so, wie Ihr Twitterprofil auf andere gibt und wie gut man Sie findet, denn die BIO ist auch für Suchmaschinen relevant.
  3. Keine Gedanken über das Bild machen. Wirken Sie sympathisch? Wirken Sie einflussreich? Wirken Sie professionell? Entscheidend dafür ist Ihr Profilbild. Wählen Sie ein Foto, das Sie zeigt. Ein Firmenlogo wirkt unpersönlich. Denken Sie bei der Auswahl auch daran, dass Ihr Foto komprimiert und auf eine quadratische Form zugeschnitten wird.
  4. Jedem folgen, der Ihnen folgt. Sie denken vielleicht, dass es eine nette Geste ist jedem zu folgen, der Ihnen folgt, doch auf keinen Fall ist es zweckdienlich. Es führt nur dazu, dass Ihre Timeline mit lauter Inhalten gefüllt wird, an denen Sie unter Umständen gar nicht interessiert sind. Die Personen, denen Sie folgen, sollten sorgsam ausgewählt sein. Schauen Sie sich den Account vorher genau an: Worüber twittert die Person? Welchen Mehrwert bieten die geteilten Informationen? Wer folgt dieser Person bereits?
  5. Zu lange Tweets verfassen. Mit nur 140 Zeichen, die Ihnen zur Verfügung stehen, zwingt Twitter Sie auf den Punkt zu kommen. Ihre Botschaft muss kurz und knackig sein. Lassen Sie genügend Platz für die Kommentierung Ihrer Inhalte. Das erhöht die Interaktion.
  6. Lange URL posten. 140 Zeichen sind nicht gerade viel und wenn davon auch noch ein beträchtlicher Teil für einen Link verwendet wird, bleibt kaum Platz für Ihre Botschaft. Deswegen bietet sich die Nutzung eines URL-Shorteners wie beispielsweise bitly.com an. Allerdings ist hier auch Vorsicht geboten. Solche Dienste verschleiern, wo der Link eigentlich hinführt. Das lädt auch zum Missbrauch ein.
  7. Links ohne Hinweis posten. Wenn Sie einen Link posten, sollten Sie auch immer dazu schreiben, wohin der führt oder was der Leser dort findet. Einfach nur einen Link mit dem Kommentar "interessant" oder "sehenswert" versehen, gibt keinen Aufschluss darüber. Eine gute Lösung zur Orientierung bieten Hashtags.
  8. Nur Werbung in eigener Sache machen. Twittern Sie weniger über sich, also keine Befindlichkeiten, sondern Erkenntnisse. Es interessiert weniger, was Sie gerade gefrühstückt haben, sondern viel mehr, welches Buch oder welchen Artikel Sie gelesen haben. Ihre Follower wollen inspiriert werden. Teilen Sie nicht nur eigene Inhalte, sondern weisen Sie auch auf gute Fremdinhalte hin. Dafür werden Sie Ihre Follower schätzen.
  9. Zu viele Hashtags. Hashtags können sehr nützlich sein und die Reichweite Ihres Tweets erhöhen. Allerdings nur, wenn Sie diese mit Bedacht einsetzen und nicht wahllos aneinanderreihen. Werden Hashtags übertrieben und inflationär eingesetzt, verkehren sich die gewünschten Effekte ins Gegenteil. Ihre Follower sind genervt und entfolgen Ihnen wieder. Gute Hashtags haben einen klaren Bezug zum Thema, einen hohen Wiedererkennungswert, lassen sich leicht tippen und nehmen nicht viel Platz weg.
  10. Retweets ohne Konzept. Retweets ermöglichen es Ihnen, Inhalte zu teilen und weiterzuempfehlen. Jedoch sollten Sie dich auch nicht planlos tun, denn dann überschwemmen Sie Ihre Follower mit Informationen. Hinter Ihren Retweets sollte ein Konzept stehen. Stellen Sie sich immer die folgende Frage: Warum ist dieser oder jener Inhalt relevant und interessant für meine Follower?
  11. Fortsetzungen twittern. Gerade zu Beginn neigen viele Nutzer dazu, Ihre Botschaften auf mehrere Tweets aufzuteilen, sozusagen eine Fortsetzung zum ersten Tweet zu schreiben. Dahinter steht das Problem, dass Ihnen 140 Zeichen nicht ausreichen. Doch was für Sie Sinn macht, kann für Ihre Follower sehr verwirrend sein. Denn oftmals sehen diese nur einen der Tweets und sind verwirrt. Damit läuft Ihre ursprüngliche Intention ins Leere.
  12. Viel zu viel oder zu wenig twittern. Am Anfang ist die Euphorie so groß, dass viele praktisch ununterbrochen twittern, doch bereits nach kurzer Zeit ist die Begeisterung abgeflacht und es wird kaum noch getwittert. Achten Sie darauf regelmäßig zu twittern, denn nur so können Sie Ihre Interaktion erhöhen und neue Follower gewinnen. Doch gleichzeitig gilt es auch darauf zu achten seine Leser nicht zu überfordern.
[Bildnachweis: lculig, ollyy by Shutterstock.com]