Es gibt in Deutschland nach wie vor ein weit verbreitetes Instrument zur Ermittlung von Produktivität: die Stechuhr. Man könnte auch sagen: Anwesenheit ist zahlreichen Chefs wichtiger als effzientes Arbeiten. Doch das ist nicht nur dumm, es bewirkt auch das Gegenteil, wie etwa Studien (PDF) der Soziologinnen Erin Kelly und Phyllis Moen von der Universität von Minnesota zeigen. Sie fanden heraus: Je mehr Freiheiten und Flexibilität Arbeitgeber ihren Mitarbeitern in puncto Arbeitszeit zugestanden, desto produktiver wurden diese, deren Schlaf verbesserte sich und sogar die Krankheitsausfälle wurden weniger.
An der Studie nahmen insgesamt 608 Angestellte teil. Am Ende berichteten diese, dass sie durch die flexibleren Arbeitszeiten im Schnitt 52 Minuten nachts länger schlafen konnten; dass sie tagsüber mehr Energie hätten; dass sie sich nicht mehr schlecht fühlten, wenn sie wegen Krankheit mal zuhause blieben und dort arbeiteten; dass sie überdies mehr auf ihre Gesundheit achteten; dass sich die Familienkonflikte daheim reduzierten und dass sie insgesamt am Tag mehr schafften – ohne dafür länger arbeiten zu müssen. Und das ganz ohne Stress.
Teamarbeit: 11 kaum bekannte Fakten
Powerpoint & Co.: Tipps für bessere Präsentationen
Denksport: 50 Brainteaser für Jobinterviews
Smalltalk-Tipps:



Bewerbungs-Dossiers zu Mappe, Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Zeugnissen.
Die besten Tipps und Dossiers für das Vorstellungsgespräch: So überzeugen Sie jeden Personaler.

stillthrill
Sehr guter Artikel, denn ich mache das bereits so *g*
Larissa Fuad
kann ich nur bestätigen
Christian Holmok
Wünsche mir auch flexiblere Arbeitszeiten, da ich gerne bereit bin abends länger zu arbeiten, dafür aber etwas später anzufangen. Manche Menschen sind halt eher Nachteulen ;)
Mario
Ja, das kann ich bestätigen. Ich komme morgens auch mal später, wenn es Betreuungslücken gibt, schaue aber abends auch nie auf die Uhr oder mache auch mal was ausserhalb der Arbeitszeit. Für meinen AG ist das auf alle Fälle ein Gewinn.
Michael01 [Mobile]
Dies ist m.E. ein Generationenthema. Immer mehr jüngere Leute stellen die klassische Maslow Pyramide auf den Kopf. Flexibilität steht dann neben der Möglichkeit der Kommunikation mit Ihrem Netzwerk – ihr anderer Artikel diesen morgen – im Vordergrund, nicht mehr klassischen Grundbedürfnisse.
Kurzum, sehr interessant und bestätigt mich in der mittel- bis langfristigen Planung der Mitarbeiter incentives. Willkommen Genration “Y”.
lkneisel
Zum Glück bin ich noch Student, wenn ich ausschlafen will, schlafe ich aus! : )
Jenskommentiert
Liest sich zu gut, Theorie und Praxis sprechen da leider zwei unterschiedliche Sprachen.
Leo
In unserer Redaktion klappt die Zusammenarbeit zwischen Nachteulen und Frühaufstehern ganz gut. Um acht Uhr trudeln die Ersten ein, der Letzte kommt zwischen halb zehn und halb elf.
Stephan
Das verwundert ja nun nicht wirklich. Ein ziemlich hoher Anteil von Arbeitgebern hat irgendwie eine komische Wahrnehmung von einer Work-Life Balance. Das die Menschen produktiver sind, wenn Sie nicht so vielen Zwängen unterliegen sollte eigentlich auch jedem Arbeitgeber bewusst sein (auch ohne Studie). Schade das die Realität leider sehr oft ganz anders aussieht!
babsy
Super Artikel. Schade, dass das noch nicht alle Arbeitgeber verstanden haben. Man ist eben nicht durchgängig produktiv. Jeder hat Tageszeiten an denen er produktiver arbeitet, als zu anderen Zeiten.
Franzi K.
Interessanter Artikel, bei uns gibt es auch flexible Arbeitszeiten, leider ist das nicht in allen Bereichen möglich bzw. sinnvoll hinsichtlich Erreichbarkeit für Kunden usw.
Denny Karbaum
Dem kann ich nur zustimmen.
Markus
Beschreibt die Realität ganz gut, leider.
Martin
Als Student, sind flexible Arbeitszeiten immer Programm
Stefan77 [Mobile]
Ja aus eigener Erfahrung kann ich diesen Artikel bestätigen.
Norbert Flotzinger
Ich persönlich schätze es auch, wenn ich erst zu Mittag die Arbeit aufnehme und dafür dann bis in den späten Abend oder am Sonntag am Schreibtisch sitze. Als Selbständiger (zur Zeit arbeite ich überwiegend als freier Autor) geht das auch ganz gut.
Aber gerade in Unternehmen funktioniert das nur bis zu einem gewissen Grad, besonders wenn es um Kundenkontakt und Kundenservice geht, der sich auf Kernzeiten beschränkt. Dort kommen oft die ersten Anrufe schon um 8:00 oder noch früher, ist dann keiner erreichbar, fällt das negativ auf das Unternehmen zurück.
Natürlich sind flexible Arbeitszeiten wichtig und fördern die Produktivität, aber ich glaube nicht, dass diese auf jeden Unternehmensbereich anwendbar sind.
Phil [Mobile]
Sollten mehr Firmen einführen
Johannes
täusche ich mich oder werden die Artikel kürzer? Ich würde mir ausgesuchte Ergebnisse aus der Studie wünschen…
Jonas
Funktioniert nur leider nicht überall…
Andrea [Mobile]
Guter Artikel, solche Erkenntnisse sollten stärker berücksichtigt werden.
Jürgen B.
soooo logisch – warum nur wird diese Erkenntnis so selten umgesetzt?
Steffen
Merke ich als Student auch :)
Holger Reich
So ganz pauschal kann man das aber nicht sagen (wie bei Pauschalausagen häufig!). Gleitende Arbeitszeiten werden auch gerne mißbraucht, um sich seine persönliche Komfortzone auszubauen – dann sind die Mitarbeiter nicht produktiver, sondern haben ein zusätzliches Tarnnetz, um der leistungserbringung aus dem Weg zu gehen. Es ist also ein schmaler Grad zwischen Freiheit und Selbstverantwortung, oder?
Isabella
Habe ich als Studentin auch erfahren müssen ^^
Kerstin
Ich habe gerade auch vollkommen starre Arbeitszeiten – flexible wären mir auch meistens lieber, gerade wenn mal besonders viel/wenig los ist oder Termine (Arzt, Behörde etc.) anstehen.
Steffi
Wenn die Kunden nur nicht wären… ;-) Bei uns in der Firma im Dienstleistungsbereich passt das auch ganz gut, je nach Arbeitsmenge geht man mal früher oder bleibt länger. Ist auch nicht unbedingt immer planbar, aber was Arzttermine angeht ist man doch etwas flexibler.
Birgit W.
Stimmt absolut … daher bin ich auch echt froh, meine Arbeit selbst flexibel einteilen zu können. Nur – wie in anderen Kommentaren schon erwähnt – funktioniert das nicht überall. Da, wo sich Kunden auf feste Zeiten verlassen können müssen, wird’s schwierig. Leider.
Erik
Hoffen wir mal, dass dieser Artikel von vielen Arbeitgebern mit dem Willen zur Veränderung gelesen wird! ;-) Weiter so!
Franzi D.
Kein Kommentar!
Kathi
Ich arbeite zusätzlich an einem Projekt in dem ich meine Arbeitszeit frei einteilen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich durchaus besser mit eigener Zeiteinteilung klar komme. Es macht mehr Spaß und ich kann aufhören wenn ich merke, dass ich nicht mehr produktiv bin.
Ben [Mobile]
Sehr schön!
Jochen Mai
Auch heute haben wir die Lostrommel gerührt – und gewonnen hat bei diesem Beitrag: Steffi.
Herzlichen Glückwunsch! Und gleich geht es mit dem heutigen Adventskalender weiter…
UP57
Flexible Arbeitszeiten sind was schönes, nur leider erschweren sie die Teamarbeit enorm wenn einige aus dem Team gerne morgens um 6 anfangen und andere vor 14 Uhr die firma nicht betreten.
Stefan77 [Mobile]
So extrem sollte die “Gleitzeit” auch nicht sein
name
guter Artikel kann nur zustimmen! siehe auch http://www.learning-in-activity.com/index.php?title=Auspr%C3%A4gungen_und_Optimierungsm%C3%B6glichkeiten_der_individuellen_Leistungskurve
HPH
Wäre schön, wenn mehr Geschäftsführer das lesen würden