Viel hilft viel – was bei Salbe und Seife durchaus zutreffen mag, ist für die Jobsuche im Internet eher hinderlich. Nicht weniger als 800 (!) aktive deutsche Jobbörsen tummeln sich laut Gerhard Kenk von Crosswater Systems im Netz. Aber welche passt wirklich zu den Bedürfnissen des Jobsuchenden?
Ob Sie nun auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind, Ihr Gehalt aufbessern möchten oder gerade frisch aus dem Studium kommen: Für jeden findet sich der passende Online-Stellenmarkt. Wir stellen zehn unterschiedliche Jobbörsen mit ihren Besonderheiten vor und verraten Ihnen, wie Sie dort mit ein paar Tricks genau den Job finden, der zu Ihnen passt.
StepStone: Wer Jobs sucht, der werfe den ersten Stein
StepStone wurde 1996 gegründet und gehört damit zu den absoluten Jobbörsen-Dinos. Das Portal ist eines der bekanntesten und meistbesuchten seiner Art und wurde 2008 und 2009 zur beliebtesten Karriere-Website des Jahres gewählt. 
- Angebot: Fast 40.000 Stellen für Fach- und Führungskräfte stehen bereit. Besonders hilfreich: Von der Startseite aus lassen sich acht sogenannte „Channels“ erreichen, die eine spezialisierte Jobsuche ermöglichen (zum Beispiel für Ingenieure). Zusätzlich kann ein anonymisierter Lebenslauf angelegt werden.
- Suchtipps: IT-Kundige aufgepasst: Der StepStone IT-Channel ist mit etwa 12.000 Stellen und eigenem Newsletter besonders ausgeprägt. Auch für Studenten und Absolventen gibt es einen eigenen Channel. Hier lässt sich zudem ein JobAgent einrichten, der passende Stellenangebote per E-Mail liefert. Durch einen Klick auf „Weitere Einstellungsmöglichkeiten für Ihren JobAgent“ lassen sich weitere nützliche Anpassungsoptionen anzeigen.
Monster: Ungeheuer viele Stellen
Monster ist gemessen an Besuchszahlen die Nummer zwei hinter StepStone. Neben Jobangeboten finden sich hier Experten- und Diskussionsforen, in welchen Infos über Beruf, Bewerbung & Karriere ausgetauscht werden. Die beliebte Seite Jobpilot gehört seit 2004 zu Monster und bietet identische Stellen. 
- Angebot: Auf Monster warten aktuell fast 50.000 Stellen darauf, besetzt zu werden. Wie in einem sozialen Netzwerk lässt sich ein eigenes Benutzerprofil anlegen, über das Unternehmen ihre Wunschkandidaten finden können.
- Suchtipps: Neben der Suche auf der Startseite lässt sich auch der komfortable Job-Katalog aufrufen. Er passt sich dynamisch den gewählten Optionen an und zeigt auf der rechten Seite die aktuelle Zahl der passenden Jobangebote.
JobScout24: Mein Scout, mein Auto, mein Job
JobScout24 wird von der Deutschen Telekom betrieben und gehört damit zur gleichen Gruppe wie zum Beispiel AutoScout24 und FriendScout24 – ideal, wenn Sie neben dem Job gleich noch Auto und Partner wechseln möchten (kleiner Scherz). 
- Angebot: Mit etwa 19.000 eigenen Stellen ist das Portal etwas kleiner als StepStone und Monster; dafür findet die Stellensuche auch Inserate anderer Anbieter. Auch hier lässt sich ein eigenes Profil anlegen, und seit 2008 findet sich hier ein eigens gestarteter Karriereblog.
- Suchtipps: Die bunte Rubrikauswahl auf der Startseite hält einige exotische Bereiche bereit, beispielsweise „Teilzeit“ und „400 Euro Jobs“. Unter „Brandneue Jobangebote“ finden Frühaufsteher ganz frische Stellen. Und hier können Sie bequem die neuesten Jobangebote per RSS abonnieren – besonders praktisch für Vielsurfer!
JobStairs: Wo die dicken Fische schwimmen
Sie haben keine Lust auf Kleinbetrieb und Mittelstand (mehr)? Dann ist JobStairs genau das richtige für Sie. Hier finden sich ausschließlich Stellen großer Konzerne; beispielsweise zählen Allianz, Microsoft und Porsche zu den Jobanbietern. Die Seite wurde erst vor kurzem neu gestaltet und ist sehr übersichtlich. 
- Angebot: Über 11.000 Jobs und etwa 5000 Praktikumsplätze bei Großunternehmen lassen sich bei JobStairs ergattern. Wie bei StepStone lassen sich von der Startseite aus diverse JobChannels erreichen. Das Anlegen eines eigenen Stellengesuchs ist ebenso möglich wie das Einrichten von „JobMail“, einem individuellen E-Mail-Dienst.
- Suchtipps: Über „Tools“ lassen sich die verschiedenen Funktionen der Seite erreichen; ganz unten finden Sie hier sogar eine JobStairs-App für das iPhone. Die Suchmaske auf der Startseite bietet einen Genauigkeitsregler, durch den sich besonders spezielle Jobsuchen leicht auflockern lassen. So finden Sie auch noch Inserate, die vielleicht „nur“ zu 90 oder 80 Prozent Ihren Suchwünschen entsprechen.
Experteer: Geld spielt eine Rolle
Der Stellenmarkt von Experteer richtet sich explizit an Führungskräfte. Stellenanzeigen mit Gehältern von 100.000 Euro und mehr sind keine Seltenheit – entsprechende Qualifikationen sollten Sie als Bewerber vorweisen können. Besonders für Auswanderungswillige stehen viele hochbezahlte Stellen bereit.
- Angebot: Experteer bietet derzeit etwa 78.000 Jobs weltweit, davon ungefähr 21.000 in Deutschland. Zahlreiche Headhunter durchsuchen die Bewerberprofile nach passenden Kandidaten. Besonders passende Jobs verspricht das sogenannte Experteer Karriere Matching, welches den Stellenmarkt mit Ihren Karrierezielen abgleicht und Ihnen dann passende Angebote per E-Mail zusendet.
- Suchtipps: Einzigartig ist bei Experteer die Möglichkeit, per Schieberegler Ihre Gehaltsvorstellungen bei der Jobsuche einzustellen. Der linke Regler legt dabei das Mindestgehalt fest, der rechte folglich das gewünschte Maximalgehalt. Eine realistische Selbsteinschätzung wird dringend empfohlen…
Jobware: Qualität vor Quantität
Erstklassige Jobs. Erstklassige Bewerber. Mit diesem Slogan wirbt Jobware auf seiner Startseite und schlägt damit ungefähr in die gleiche Kerbe wie Experteer. Zwar ist die Zahl der Stellenangebote relativ gering; dafür haben Sie mit passenden Qualifikationen gute Chancen, tolle Jobs zu finden. Denn unter Arbeitgebern genießt Jobware hohes Ansehen.
- Angebot: Auf Jobware sind etwa 7700 zu vergebende Stellen für Fach- und Führungskräfte gelistet. Passende Angebote können per Mail und RSS bezogen werden; zudem sind unter „Karriere“ zahlreiche nützliche Artikel zu finden.
- Suchtipps: Neben dem eigentlichen Stellenmarkt unterhält Jobware jeweils ein Portal für Studenten und Auszubildende mit entsprechenden Stellenangeboten. Zudem lassen sich aktuelle Recruiting-Events anzeigen.
Meinestadt: Berufe aus tausend und deiner Stadt
Meinestadt bietet neben Jobs noch eine ganze Menge – aber eben auch eine ganze Menge Jobs. Gerade für Lokalpatrioten, die ihren Wohnort beibehalten möchten, bietet sich die nach Städten geordnete Jobsuche an. Wer gar zum Umzug bereit ist, der findet eine riesige Auswahl an Inseraten.
- Angebot: Über 320.000 Stellen sind derzeit auf Meinestadt gelistet, darunter Lehr- und Ausbildungsstellen. Zusätzlich bietet die Seite zahlreiche Ratgeber, Foren sowie eine große Community.
- Suchtipps: Die Seite bietet ein umfangreiches Weiterbildungsportal, mit dem Sie Ihre Qualifikationen ausbauen können. Studierwillige finden hier auch Informationen zu BAföG und Stipendien. Von den über 300.000 Stellen entfallen fast 100.000 auf die Rubrik „Handwerk & Produktion“, daher ist meinestadt.de besonders Jobsuchenden aus diesem Bereich zu empfehlen.
Jobbörse der Arbeitsagentur: Staathilfe
Die Stellen, welche Ihnen der Sachbearbeiter Ihres Jobcenters vorlegen würde, finden Sie auch in der Jobbörse der Agentur für Arbeit – und das sind eine ganze Menge. Manche Nutzer kritisieren die Benutzerführung sowie die Aktualität der Inserate, aber allein die Anzahl der angebotenen Jobs macht das staatliche Portal interessant.
- Angebot: Über 550.000 Stellen und 150.000 Ausbildungsstellen bietet die Jobbörse – in unserem Guide einsame Spitze.
- Suchtipps: Die Suche bedient lediglich die Standardfunktionen privater Jobbörsen. Die rechts gelisteten „Weiterführenden Links“ können aber unter Umständen einen Blick wert sein, da hier spezielle Informationsportale (unter anderem für Aus- und Weiterbildung) auf Besucher warten.
Gigajob: Suchen und finden
Bei Gigajob handelt es sich um eine Meta-Jobsuchmaschine, die die Stellenangebote anderer Anbieter (wie StepStone, Experteer und Jobware) durchforstet. Die Suchfunktion wirkt etwas limitiert, aber die große Stellenanzahl macht diesen Makel wieder wett.
- Angebot: Über 160.000 Stelleninserate verschiedenster Anbieter lassen sich mit Gigajob finden.
- Suchtipps: Unter „Mein Gigajob“ lassen sich bereits ausgeführte Suchanfragen speichern – praktisch, wenn Sie mal nichts Passendes finden, es aber in einiger Zeit wieder versuchen möchten. Außerdem gibt es ein alphabetisches Berufeverzeichnis, das auch gleich die passenden RSS-Feeds anzeigt.
Süddeutsche Stellenmarkt: Stellen wie gedruckt
Der Stellenmarkt der Süddeutschen Zeitung steht hier stellvertretend für die Jobbörsen der großen Tageszeitungen, die in grauer Vorzeit einmal die Hauptquelle für Stellenanzeigen waren (oder gewesen sein sollen). Die Inserate erscheinen sowohl online als auch in der Mittwochs- und Samstagsausgabe der SZ.
- Angebot: Rund 5000 Stellen hat die SZ derzeit im Angebot – im Vergleich nicht gerade überwältigend, aber theoretisch suchen Sie ja auch nur eine gute!
- Suchtipps: Unten werden die „angebotsstärksten Tätigkeitsbereiche“ gelistet. Hier sehen Sie auf einen Blick, für welche Berufsfelder sich die Suche besonders lohnt. Praktika und Ausbildungsplätze werden direkt daneben angezeigt.
Maßgeschneidert: Spezialisierte Jobbörsen für genau Ihren Job
Zum guten Schluss empfehlen wir Ihnen noch acht Jobbörsen, die nur Stellen aus einem bestimmten Bereich anbieten. Wenn Sie zum jeweils erlesenen Kreis gehören, ist die Suche nach passenden Jobs hier ein Klacks:
- Academics.de – Karriereportal für Wissenschaft und Forschung
- Bundesverwaltungsamt – Jobs im öffentlichen Dienst
- Darv – Deutscher Archäologenverband
- GULP – Portal für IT-Projekte
- H-Soz-u-Kult – Jobbörse für Historiker
- Horizontjobs – Marketing, Werbung und Medien
- Ingenieurkarriere – Jobs für Ingenieure
- Newsroom – Journalismus und PR







Lars Hahn
Danke für die aktuelle Übersicht.
Fehlen dürfen heute natürlich auch nicht die sozialen Netzwerke: z.. B. der deutsche Standard
https://www.xing.com/jobs/ oder internationaler http://www.linkedin.com/jobs
Vielleicht ja ein Folgethema?!
In diesem Sinne
sozial vernetzt grüßt
Lars Hahn
Felix Hinkeldey
@Lars Hahn:
Sie haben völlig recht: Auch über die sozialen Business-Netzwerke lassen sich mittlerweile Jobs finden.
Meine Frage an die Blog-Gemeinschaft wäre: Hat denn schon einmal jemand Erfahrungen damit gemacht oder sogar seinen Job über ein solches Netzwerk gefunden?
Beste Grüße,
FH
Experteer
Hallo Herr Hinkeldey,
vielen Dank für die kompakte und treffende Darstellung unseres Karrieportals – die Beschreibung passt sehr gut zu uns.
Besten Gruß aus München!
Lars Hahn
@FH
Ich kenne mehrere.
XING als Werkzeug der Kontaktakquise und -pflege bei Jobsuche ist bei unseren Absolvent/innen (Fach- und Führungskräfte, Akademiker/innen) durchaus wirksam. Ein kleines Beispiel hatte ich kürzlich unter http://bit.ly/cNJFYC auf unserer Webseite skizziert.
Wichtig bei XING u.a. ist – wie bei allen Werkzeugen: Es funktioniert nur, wenn man sein Profil pflegt und es als Werkzeug ausgiebig nutzt, in Gruppen teilnimmt und aktiv agiert.
Und: Virtuell versacken kann man in XING – wie anderswo – auch. Aus meiner Erfahrung ist es daher wichtig, auch in die physische, reale Kontaktaufnahme überzugehen.
I. d. S.:
aktiv agierend grüßt
Lars Hahn
Arno.Nyhm
interessant wäre beim vergleich auch die kosten. z.B. bei expterteer sind 29euro pro monat nicht gerade mit “günstig” zu bezeichen…. und lt. agb sieht es ja aus, dass man in der kostenlosen variante überhaupt nicht viel nutzen kann…
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Tina
Da fehlt noch eine andere gratis Jobbörse, die es übrigens auch in einer Menge anderen Ländern gibt, hat mir beispielsweise geholfen eine Teilzeitstelle zu finden als ich ein Auslandssemester in Spanien gemacht habe. Man kann auch einen lebsnlauf hochladen uund sich “suchen lassen”, wenn man nicht selber suchen mag ;)
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Sexy Girl
Ja da muss ich auch zuschtiemmen.. Danke für info..