stellenanzeigeEtwas Auflockerung am bewölkten Arbeitsmarkt: 9 Prozent der Unternehmen haben vor, im kommenden Quartal Arbeitnehmer einzustellen, 7 Prozent rechnen mit Stellenabbau, das Gros von 82 Prozent erwartet indes keine Veränderungen. Unterm Strich also ein Netto von plus zwei Prozent. Im Quartalsvergleich steigen damit die Erwartungen leicht und der Netto-Beschäftigungsausblick kann sich um 2 Prozentpunkte verbessern. Gegenüber dem Vergleichsquartal 2008 verschlechtert er sich allerdings um 10 Prozentpunkte. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Personaldienstleisters Manpower, dem Arbeitsmarktbarometer 2009.

Besonders optimistisch sind demnach die Arbeitgeber in der Region Ruhr und in München. Im Norden und Osten Deutschlands ist die Stimmung jedoch am schlechtesten. Im Detail:

Region Prozent
Süden -1
Osten -1
Westen -2
Norden -10
Ruhrgebiet +15
München +11
Frankfurt +7
Berlin -1
Arbeitsmarktaussichten nach Branchen

Immerhin: In vier von neun untersuchten Branchen sind die Aussichten für das nächste Quartal positiv. Die besten Aussichten zeigen sich in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Energie und Versorgung. Auch in den Bereichen Öffentliche Hand und Soziales sowie Finanzen und Immobilien sind die Erwartungen eher optimistisch. Auch hier die Daten im Detail:

Branche Prozent
Energie und Versorgung +10
Land- und Forstwirtschaft +10
Öffentliche Hand und Soziales +6
Finanzen und Immobilien +5
Bergbau und Rohstoffe 0
Handel und Hotellerie -1
Verkehr und Kommunikation -2
Baugewerbe -3
Produzierendes Gewerbe -4

Auch der Monster Employment Index für Februar legt zehn Punkte beziehungsweise neun Prozent zu. Der einzige Bereich, der weiterhin Verluste verzeichnet, sind Banken und Versicherungen. Der Employment Index erhebt monatlich die Zahl der im Internet angebotenen Stellen und wertet dabei für Deutschland die Stellenangebote von 280 Unternehmens-Webseiten sowie mehr als zehn Online-Stellenbörsen aus.

Teilweise kommt es hierbei jedoch zu widersprüchlichen Aussagen. So erfährt etwa das Gesundheitswesen im Februar einen starken Nachfragezuwachs um 36 Punkte. Auch für Akademiker und Techniker sowie für Dienstleister und Verkäufer stehen mehr offene Stellen zu Verfügung als im Vormonat. Regional betrachtet, steigt die Nachfrage vor allem in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und dem Saarland. Im Jahresvergleich verbessert sich die Nachfrage um 125 Punkte beziehungsweise 72 Prozent.

Auch der Management- und Beratungssektor erholt sich: plus 25 Punkte. Dafür gibt es deutlich weniger Stellenangebote für Akademiker.