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Eine berufliche Veränderung ist immer eine Herausforderung. Die Gründe für einen Arbeitsplatzwechsel können vielfältig sein - ganz gleich, ob Ihnen gekündigt wurde oder ob eine andere Stelle mit verlockenden Aussichten geworben hat. Was ist zu beachten, wenn ich eine neue Stelle antrete? Was passiert mit meinen Bildern, habe ich noch Resturlaub? Bleibe ich noch in derselben Krankenkasse? Verschiedene Aspekte gilt es zu berücksichtigen, auch wenn Sie lediglich innerhalb des Unternehmens wechseln...

Arbeitsplatzwechsel: 10 wichtige Gründe

Auch wenn die Zeiten vorbei sind, in denen ein Arbeitnehmer von der Wiege bis zur Bahre bei ein und demselben Arbeitgeber beschäftigt war, so muss man dennoch feststellen: Zu häufige Arbeitsplatzwechsel werden mitunter kritisch beäugt. Der Arbeitnehmer muss sich dann womöglich den Vorwurf der Rastlosigkeit, Illoyalität oder mangelnder Entscheidungsfreude gefallen lassen.

Andersherum: In Zeiten befristeter Arbeitsverträge und schwindender Arbeitsbranchen ist eine Vielzahl von Arbeitsstellen kein Wunder - der ewige Ruf nach Mobilität und Flexibilität tut sein Übriges dazu. Dennoch ist der Mensch auch ein Gewohnheitstier: Ein Arbeitsplatzwechsel ist keine alltägliche Sache und sollte daher auch nicht übers Knie gebrochen werden. In Ihre Entscheidung fließen Aspekte wie Aufgabenbereich, Gehalt und Wohnen, aber unter Umständen auch Erreichbarkeit und Familie mit ein.

Wenn Sie sich aktuell mit dem Gedanken an einen Arbeitsplatzwechsel tragen, dann hilft diese Übersicht Ihnen dabei, sich Klarheit darüber zu verschaffen, ob Sie gehen sollten:

  • Motivation

    Sie sind absolut unmotiviert, auch nur einen Tag länger zur Arbeit zu gehen. Wenn die Arbeit überwiegend Qual und Langeweile anstelle von Neugier, Befriedigung und Herausforderung bedeutet, dann ist das ein untrügliches Zeichen, dass Sie etwas ändern müssen.

  • Betriebsklima

    Einen sehr großen Einfluss auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz hat das Betriebsklima. Natürlich gibt es bei einer Vielzahl von unterschiedlichen Charakteren immer mal Menschen, mit denen man nicht so gut klarkommt. Wenn jedoch andauerndes Lästern oder Mobbing zu Ihrem Alltag gehört, sollten Sie etwas ändern.

  • Privatleben

    Eigentlich haben Sie sich immer für einen recht umgänglichen Zeitgenossen gehalten? Jemanden, mit dem man scherzen kann, der eine positive Grundeinstellung hat. Und nun erleben Sie sich seit langer Zeit nur noch negativ. Ihre Unzufriedenheit im Job wirkt sich auf Ihr ganzes Leben aus, andere bemerken Veränderungen an Ihnen. Dann kann das an der falschen Arbeit für Sie liegen.

  • Entlohnung

    Ein angemessenes Gehalt trägt entscheidend zur Motivation bei, es ist auch ein Zeichen von Wertschätzung. Andersherum sollten Sie um eine Anpassung bitten, wenn Ihr Gehalt trotz Mehraufwands Ihrerseits nicht gestiegen ist.

  • Weiterentwicklung

    Dass sich nach ein, zwei Jahren Routine einstellt und Sie Ihren Arbeitsbereich überschauen können, ist völlig normal. Ein gutes Unternehmen sieht den Wunsch nach Weiterentwicklung seiner Angestellten als Möglichkeit, qualifizierten Nachwuchs zu generieren. Die Aussicht auf ein- und dieselben eintönigen Aufgaben ist eher demotivierend.

  • Überforderung

    Wenn Ihr Arbeitspensum kontinuierlich steigt, ist es an Ihnen, Ihren Arbeitgeber irgendwann darauf hinzuweisen, dass Ihr Limit erreicht ist. Nur so beugen Sie einen Burnout vor. Einige Vorgesetzte haben über die Arbeit, die Sie leisten, keinen Überblick.

  • Krankheit

    Wenn Sie häufig krank sind, lassen Sie sich gründlich durchchecken und klären Sie, welche Krankheiten vielleicht psychosomatisch sind? Eine Reihe von Erkrankungen - etwa im Magen-Darm-Bereich, aber auch Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen - stehen häufig mit Belastungen im Berufsalltag in Verbindung. Auch wenn Sie abends überhaupt nicht mehr abschalten können, gedanklich nur noch bei der Arbeit sind, ist das ein Zeichen von großem Stress.

  • Wertschätzung

    Sie fühlen sich ausgenutzt, bekommen eher lästige Arbeitsaufträge zugewiesen. Auch wird Ihr Einsatz nicht gewürdigt - weder die Überstunden, noch Ihre Verbesserungsvorschläge. Anerkennung und Lob sind in diesem Betrieb Fremdwörter, Ihnen wird jedenfalls nichts davon entgegen gebracht.

  • Work-Life-Balance

    Ihre Lebensqualität hat deutlich abgenommen. Es wird natürlich immer mal Phasen geben, wo Ihr Engagement gefragt ist. Wenn Ihr Berufsalltag allerdings überwiegend aus Überstunden, Arbeit von Zuhause aus oder häufigen Dienstreisen besteht und Sie keine Gelegenheit mehr haben, einen Ausgleich zu finden, dann kann es belastend sein.

  • Sicherheit

    Die Zukunft des Unternehmens steht auf der Kippe. Eine Übernahme durch einen anderen Konzern ist wahrscheinlich und Ihre Stelle würde damit gestrichen. Dem können Sie entgegen wirken, indem Sie sich frühzeitig nach Alternativen umschauen. Jobbörsen wie Karrieresprung.de helfen Ihnen dabei.

Arbeitsplatzwechsel innerhalb der Firma

Auch ein Arbeitsplatzwechsel innerhalb eines Unternehmens kann unterschiedliche Gründe haben.

  • Die erfreuliche Variante ist die, dass Sie innerhalb Ihrer Firma eine interessante Stellenausschreibung entdeckt haben und eine interne Bewerbung schreiben. Der Vorteil eines Arbeitsplatzwechsels innerhalb der Firma ist, dass Sie Ihre alten Netzwerke weiter behalten können.
  • Die andere Variante ist die, dass Sie vom Arbeitgeber versetzt werden. Das ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig und muss nicht immer mit Glücksgefühlen verbunden sein.

Manche Arbeitnehmer bieten im Intranet eine Stellenbörse oder haben eine extra Rubrik auf Ihrer Unternehmensseite. Wer zwei oder drei Jahre im Unternehmen gearbeitet hat, sucht häufig neue Herausforderungen. Trifft der erste Fall auf Sie zu und Sie bewerben sich intern, besitzen Sie einen klaren Heimvorteil. Sie kennen das Unternehmen, das Unternehmen kennt Sie. Zwei typische Fehler von internen Bewerbungen:

  • Viele Bewerber unterschätzen ihre Konkurrenz: Auch wenn Sie vielleicht mit Sympathiepunkten gegenüber einem externen Bewerber auftrumpfen können - Ihr unmittelbarer Kollege hat aus Personalersicht womöglich die gleichen Vorzüge.
  • Sie benutzen die falsche Anrede: Sie mögen Ihren zukünftigen Vorgesetzten gut kennen, aber die Bewerbung geht unter Umständen noch durch viele andere Hände. Daher vermeiden Sie Duzen oder einen zu vertraulichen Ton, sondern verfassen Ihre Bewerbung, als ob Sie für einen neuen Arbeitgeber wäre.

Lesen Sie hier, welche Bewerbungssünden Sie außerdem vermeiden sollten.

Trotz aller Vorteile birgt eine interne Bewerbung natürlich auch gewisse Tücken:

  • Da wäre der Gesichtsverlust, wenn Ihnen kein Erfolg beschieden ist.
  • Ihr Vorgesetzter erfährt, dass Sie mit Ihrer jetzigen Position offenbar unzufrieden sind.
  • Nur, weil Sie eine andere Stelle antreten, heißt das nicht, dass Sie automatisch ein höheres Gehalt bekommen.

Damit Ihr derzeitiger Vorgesetzter Sie bedenkenlos “ziehen” lässt, können Sie Ihren Weggang aus der alten Abteilung verhandeln: Beispielsweise können Sie anbieten, für eine gewisse Übergangszeit in Spitzenzeiten zur Verfügung zu stehen. Des Weiteren sollten Sie nach Möglichkeit noch die anstehenden Arbeiten planen. Geben Sie Informationen zu Ihrem Aufgabenfeld an Ihren Nachfolger, dann wird der Übergang für alle Beteiligten einfacher.

In den Gehaltsverhandlungen mit Ihrem neuen Vorgesetzten vermeiden Sie am besten das Wort “Gehaltserhöhung”. Verlangen Sie stattdessen lieber eine Gehaltsanpassung aufgrund erweiterter Aufgabengebiete. Machen Sie nicht den Fehler zu denken, Ihr großer Arbeitseinsatz in der Vergangenheit würde sich niederschlagen: In einer anderen Abteilung ist womöglich nichts davon angekommen.

Sie müssen sich daher zuvor gut überlegen, mit welchen Argumenten Sie bei Ihrem neuen Vorgesetzten punkten können. Ebenso wichtig ist, dass Sie sich Gedanken darüber machen, wie hoch Ihr Minimum ist; idealerweise setzen Sie Ihre Gehaltsforderungen so an, dass der Arbeitgeber sie um ein Drittel nach unten handeln kann. Und Sie sollten bei Ihren Überlegungen auch geldwerte Vorteile in Betracht ziehen: Die sind unter Umständen steuerlich absetzbar und versprechen einen langfristigen Vorteil.

Mehr zum Thema Gehaltsforderungen lesen Sie hier.

Arbeitsplatzwechsel bei einer Versetzung

ParagrafAnders sieht es bei einer Versetzung aus. Der Arbeitgeber ist per Direktionsrecht dazu berechtigt, seine Mitarbeiter zu versetzen. Allerdings darf das natürlich nicht willkürlich geschehen.

Nach dem Betriebsverfassungsgesetz (§ 95 Absatz 3 BetrVG) handelt es sich um eine Versetzung, wenn der Arbeitnehmer an einen anderen Arbeitsbereich für länger als einen Monat wechselt.

Wie kann so ein Arbeitsplatzwechsel im Falle einer Versetzung aussehen? Er kann kurzfristig angeordnet werden und eine erhebliche Änderung der Arbeitsumstände für den Arbeitnehmer bedeuten, beispielsweise durch...

  • einen erheblich veränderten Anfahrtsweg,
  • schmutzige, belastende Arbeit im Gegensatz zu vorher,
  • andere Arbeitszeiten und/oder ein anderer Arbeitsort oder
  • wenn zuvor selbstständig gearbeitet wurde, nun eine untergeordnete Tätigkeit erledigt werden muss.

Der Arbeitgeber muss bei alledem immer die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und Zumutbarkeit berücksichtigen. Ansonsten ist der Arbeitnehmer vor einem Arbeitsplatzwechsel durch Versetzung nur dann geschützt, wenn im Arbeitsplatz ein bestimmter Arbeitsort festgeschrieben ist.

Arbeitsplatzwechsel: Was passiert mit dem Resturlaub?

ImYanis/shutterstock.comDie gute Nachricht vorweg: Wenn Sie innerhalb eines Jahres eine neue Stelle antreten, können beim neuen Arbeitgeber den noch ausstehenden Resturlaub aus der alten Stelle beanspruchen. Allerdings gilt es folgendes zu beachten:

Sie als Arbeitnehmer müssen den Nachweis erbringen. Laut Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt darf alter Urlaub nicht einfach so verfallen. Sie haben allerdings auch keinen Anspruch auf doppelten Urlaub.

Ihr Urlaubsanspruch stellt sich je nach Arbeitsplatzwechsel folgendermaßen dar:

  • Arbeitsplatzwechsel im ersten Halbjahr: Dann können Sie die noch nicht genommenen Urlaubstage beim neuen Arbeitgeber beanspruchen.
  • Arbeitsplatzwechsel im zweiten Halbjahr: Dann können Sie Ihren vollen Urlaubsanspruch beim alten Arbeitgeber geltend machen: Der neue Arbeitgeber muss dann nur anteilig, entsprechend der Beschäftigungsdauer im zweiten Halbjahr, Urlaub gewähren.

Dem neuen Arbeitgeber müssen Sie einen Nachweis über den genommenen Urlaub aus der alten Beschäftigung vorlegen. Auf diese vom ehemaligen Arbeitgeber auszustellende Urlaubsbescheinigung haben Sie einen Anspruch. Die Urlaubsbescheinigung muss folgende Angaben enthalten:

  • Wie lange das Arbeitsverhältnis im Urlaubsjahr bestanden hat,
  • wieviele Werk- oder Arbeitstage der Jahresurlaub beträgt und
  • wieviele Tage hiervon bereits gewährt wurden oder abgegolten sind.

Arbeitsplatzwechsel: Ändert sich meine Krankenkasse?

Die Krankenkassenbescheinigung ist der Nachweis über Ihre Mitgliedschaft in einer Krankenkasse. Wenn ein Beschäftigungsverhältnis endet, informiert der Arbeitgeber die Krankenkasse des ausscheidenden Arbeitnehmers darüber.

Zumeist nimmt die Krankenkasse daraufhin Kontakt zu ihrem Mitglied auf und erkundigt sich über den weiteren Verlauf:

  • Sollten Sie fortan arbeitslos sein, übernimmt das Arbeitsamt alles weitere.
  • Sollte allerdings der neue Arbeitgeber bereits feststehen, sendet die Krankenkasse an diesen die entsprechenden Unterlagen.

Im Sozialgesetzbuch (SGB) nach § 183 Abs. 3 ist dieser Vorgang festgehalten.
Grundsätzlich gilt: Sie müssen Ihre Krankenkasse nicht wechseln. Manche Arbeitgeber empfehlen einen Wechsel, weil es für ihre Personalabteilung weniger Arbeitsaufwand bedeutet, je mehr Beschäftigte in der selben Krankenkasse sind.

Bei einem internen Arbeitsplatzwechsel sind vom Arbeitgeber grundsätzlich keine Ab- und Anmeldung zu erstellen.

Auch bei größeren Arbeitgebern mit mehreren Filialen und eigenen Betriebsnummern muss nichts gemeldet werden, wenn ein Arbeitnehmer von einem sogenannten Beschäftigungsbetrieb in einen anderen wechselt. Anders sieht es unter Umständen bei einem Arbeitsplatzwechsel innerhalb eines Konzerns aus: Das hängt davon ab, ob es sich um einen eigenständigen Arbeitgeber handelt.

Bei dieser Frage spielt die im Beitragsnachweis eingetragene Betriebsnummer (Hauptbetriebsnummer) eine Rolle. Bei Konzernen bezieht sich die Hauptbetriebsnummer meistens auf die Konzernzentrale. In dem Moment, wo Sie von einem Mutterkonzern zu einem Tochterkonzern mit eigener Hauptbetriebsnummer wechseln, müssen Sie ab- und angemeldet werden.

Achtung: Bei einer Versetzung kann ein Arbeitsplatzwechsel mit einem Wechsel des Rechtskreises einhergehen: Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie von Köln nach Dresden versetzt werden. Das ist ebenfalls meldepflichtig.

Kleines Einmaleins des Arbeitsplatzwechsels

Extra-Tipp-IconDiese zehn Tipps helfen bei jedem Arbeitsplatzwechsel - egal, ob intern oder extern.

  1. Es gibt gute Gründe, Ihren Chef als erstes über Ihren Arbeitsplatzwechsel zu informieren. Das ist zum einen eine Hierarchie- und Vertrauensfrage, zum anderen ist er derjenige, der Ihr Arbeitszeugnis entscheidend mittragen wird. In jedem Fall sollten Sie keine verbrannte Erde hinterlassen und offen reden.
  2. Sie werden eine Lücke hinterlassen. Damit diese so gering wie möglich ausfällt, reichen Sie Informationen über Ihre derzeitigen Arbeitsbereiche an Ihre Kollegen weiter. Stellen Sie eine Liste aller noch anstehenden Arbeiten auf. Sie behalten so die Übersicht und gewährleisten einen weitestgehend reibungslosen Ablauf auch nach Ihrem Ausscheiden.
  3. Sie greifen einer 08/15-Beurteilung vor, wenn Sie Ihr Arbeitszeugnis selbst verfassen. Andernfalls müssen Sie mit einem standardisierten Zeugnis der Personalabteilung rechnen. Prüfen Sie Ihr Zeugnis genau: Für gewöhnlich haben Sie nur einmal die Gelegenheit etwas korrigieren zu lassen.
  4. Um Gerüchten vorzubeugen, informieren Sie Ihre Kollegen über Ihren Weggang am besten gleichzeitig und einheitlich.
  5. Geben Sie einen kleinen Ausstand. Das sollte natürlich nicht ausufern, damit es nicht als “schwänzen” der Arbeitszeit betrachtet wird. Aber letztlich haben Sie längere Zeit mit den Kollegen verbracht und ein Abschied an Ihrem letzten Arbeitstag zeigt Ihre Wertschätzung für die Kollegen.
  6. Geben Sie keinerlei Anlass für einen schlechten Eindruck: Verlassen Sie das Unternehmen wie Sie seinerzeit angefangen haben: Mit vorbildlichen Umgangsformen. Selbst wenn dieser Arbeitsplatzwechsel nicht in Frieden stattfindet - wie heißt es so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben.
  7. Die vorbildlichen Umgangsformen gelten natürlich auch fürs neue Unternehmen: Wenn Sie bezüglich der Kleidung nicht sicher sind, kleiden Sie sich lieber etwas eleganter als zu salopp. Reden Sie nicht schlecht über Ihre ehemaligen Kollegen oder Ihren alten Arbeitgeber. Im Umgang mit den neuen Kollegen empfiehlt sich anfangs höfliche Zurückhaltung. So haben Sie Zeit, Eindrücke zu sammeln und sich ein Bild zu machen. Wenn Sie Leerlauf haben, notieren Sie sich Fragen.
  8. Wer neu in einem Unternehmen ist, muss erst mit seinem Aufgabengebiet vertraut gemacht werden. Die Gefahr ist am Anfang, dass entweder die alteingesessenen Kollegen aufgrund ihres Arbeitsvolumens keine Zeit zum einarbeiten haben oder aber lästige Aufgaben an den neuen Kollegen abgegeben werden. Um Frustration zu vermeiden, kann der Arbeitgeber einen Mentor einsetzen, der für Fragen zur Verfügung steht und die Aufgabe des Einarbeitens übernimmt.
  9. Gehen Sie systematisch an die neue Arbeitsstelle heran: Bitten Sie darum, dass man Ihnen die Kollegen und ihre Tätigkeitsfelder vorgestellt, mit denen Sie direkt zusammen arbeiten werden. Notieren Sie sich Passwörter und Zugänge für Ihren Arbeitsplatz und Computer. Wenn Sie zwischendurch Zeit haben, sollten Sie sich auch mit den übrigen Kollegen und ihren Arbeitsbereichen vertraut machen. Letztlich dient alles Ihrer schnellstmöglichen Einsatzfähigkeit.
  10. Machen Sie sich Notizen, reflektieren Sie in einer kurzen Stärken-Schwächen-Analyse, worin Sie fit sind und wo Sie vielleicht noch Bedarf sehen. Diese Liste kann Ihnen dann in einem Feedbackgespräch hilfreich sein.

Arbeitsplatzwechsel: Wer hat Rechte an meinen Fotos?

Eine Internetpräsenz des Unternehmens ist heutzutage eigentlich Pflicht - nur wenige Firmen verzichten komplett darauf. Um die eigene Website für Kunden ansprechend zu gestalten, wird mitunter auch auf Mitarbeiterfotos zurückgegriffen.

Dabei gilt folgendes:

  • Der Arbeitsvertrag allein berechtigt den Arbeitgeber nicht dazu, Bilder von Ihnen auf seiner Website zu veröffentlichen: Sie haben das Recht am eigenen Bild.
  • Der Arbeitgeber kann allerdings von Ihnen eine Erlaubnis einholen - die kann wiederum im Arbeitsvertrag geregelt werden.
  • Eine einmal erteilte Erlaubnis erlischt nicht mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses; Sie müssen dann extra widerrufen. So ein Widerruf muss je nach Fall allerdings plausibel gemacht werden: Wer nur wenige Sekunden in einem Imagefilm seines ehemaligen Arbeitnehmers erscheint und weder eine tragende Rolle darin spielt, noch namentlich erwähnt wird, dürfte gegebenenfalls Schwierigkeiten haben.
[Bildnachweis: Stephen Coburn, ImYanis by Shutterstock.com]

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