Arbeitsproben-Dokumente-Bewerbung
Manchmal werden Sie sogar direkt in der Stellenanzeige gefordert: Arbeitsproben. Sie können ein wichtiger Bestandteil der Bewerbungsunterlagen sein, indem sie noch einmal plastisch zeigen und belegen, was der Bewerber schon kann. Arbeitsproben werden zum Beispiel regelmäßig in kreativen, teilweise auch wissenschaftlichen Berufen verlangt: etwa von Grafikdesignern, Architekten, Journalisten, Fotografen; zunehmend aber auch in Kommunikationsberufen, wie etwa bei Social Media Managern. Allerdings sollten Sie Arbeitsproben nur der Bewerbung beifügen, wenn dies ausdrücklich vorab verlangt wurde. Die Gefahr: Arbeitsproben offenbaren nicht nur vorhandene Stärken, sondern auch Schwächen...

Arbeitsproben: Formale Anforderungen

Arbeitsproben-Bewerbung-LupeRein formal entsprechen Arbeitsproben konkreten Beispielen oder Arbeitsmustern, die idealerweise auch schon real umgesetzt wurden - als öffentlich sichtbare Beweise der bisherigen Leistungen. Bei Journalisten sind das entsprechend Artikel, die schon in irgendeinem Medium erschienen sind und nicht bloß als Manuskript vorliegen.

Arbeitsproben können aber auch sein:

  • Wissenschaftliche Beiträge in Fachpublikationen
  • Kopien oder Scans von Zeichnungen
  • Fotos und Mappen von Plakaten oder Werbeanzeigen
  • Entwürfe von Modedesigns
  • Architektur-Modelle
  • Prototypen
  • Grafiken
  • Fotomappen
  • Videos
  • Programmierte Apps und Anwendungen

Hier zum Beispiel liefert der Student für Cinematography an der University of Applied Sciences and Arts in Dortmund, Marcel Götte, eine filmische Arbeitsprobe:

Sie merken schon: Die Bandbreite ist hier recht groß und kann eine klassische Bewerbungsmappe schlicht sprengen. In dem Fall lassen sich die Arbeitsproben natürlich nicht mehr mit der Post oder als E-Mail-Anhang, als Hyperlink oder auf einem Datenträger (CD oder USB-Stick) mit der Bewerbung verschicken. Hier kann man die Arbeitsmuster nur noch persönlich zum Vorstellungsgespräch mitbringen.

Wie viele Arbeitsproben in der Bewerbung?

Um Ihre Unterlagen nicht zu überfrachten, sollten beim Erstkontakt nie mehr als drei bis vier Arbeitsmuster beifügen, nachliefern können Sie auf Anfrage immer noch. Sie dienen im Zweifel als eine Art Vorgeschmack auf Ihre weiteren Fertigkeiten. Die Proben wiederum sollten so aktuell wie möglich sein.

Warum überhaupt Arbeitsproben bei der Bewerbung?

Arbeitsproben-Bewerbung-BeispielMithilfe der Beispiele, Muster und Dokumente können Bewerber ihre Aussagen, Erfolge und Stärken untermauern und Personalern die Qualität der eigenen Arbeit plastisch und konkret zeigen.

Daraus ergibt sich natürlich noch eine weitere und wichtige Anforderung an die Arbeitsbelege: Sie müssen stets zur ausgewählten und angestrebten Position passen. Wählen Sie Ihre aussagekräftigen Arbeitsproben also möglichst so aus, dass sie exakt die potenziellen Tätigkeitsfelder der Stelle spiegeln und somit zeigen: Egal, was kommt - sie haben damit schon Erfahrungen und können das.

Arbeitsproben auswählen: Die Gefahren

Was für Arbeitszeugnisse gilt, trifft auch auf Arbeitsproben zu: Wählen Sie diese äußerst sorgfältig aus. Nur wirklich relevante und hochwertige Beispiele Ihrer Arbeit stellen eine sinnvolle Ergänzung der Bewerbung dar. Wer diese schlampig auswählt, nicht zur Stelle passende oder auch nur minderwertige Beispiele präsentiert, katapultiert sich damit eher ins Aus.

Sie sagen und zeigen den Personalverantwortlichen damit zweierlei:

  • Sie haben die Anforderungen und Aufgaben der ausgeschriebenen Stelle falsch eingeschätzt.
  • Sie bringen die erforderlichen Fertigkeiten und Erfahrungen nicht mit.

Eben weil Arbeitsproben so eindrücklich sind können Sie sich damit im schlimmsten Fall auch (falsch) festlegen. Beim Arbeitgeber in spe bleibt dann nur hängen: Der oder die passt gar nicht zu uns, der/die kann ja nur das!

Arbeitsproben immer mitschicken

Da das Sichten und Bewerten von Arbeitsproben für das Unternehmen einen enormen zusätzlichen Aufwand darstellt, sollten Sie diese aber eben nur beilegen und mitschicken, wenn dies ausdrücklich verlangt wurde oder in der Branche und dem Beruf üblich ist. In allen anderen Fällen verweisen Sie im Anschreiben darauf, dass Sie bei Bedarf gerne Arbeitsproben zusenden oder zum Jobinterview mitbringen.

Werden Arbeitsproben allerdings schon vorab explizit erwähnt und angefordert, sind sie damit automatisch ein zentraler Bestandteil der Bewerbungsunterlagen und dürfen auf keinen Fall vergessen werden.

Dass Sie bei der Bewerbung dennoch grundsätzlich keine Originale verschicken und digitale Dateien möglicherweise mit einem Wasserzeichen versehen, versteht sich von selbst. Die Gefahr ist zu groß, dass diese auf dem Postweg oder im Unternehmen verloren gehen oder beschädigt werden. Oder aber das unautorisierte Personen Ihre Muster missbrauchen.

[Bildnachweis: Bacho by Shutterstock.com]

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