Die gute Nachricht zuerst: Rund 50 Prozent der Beschäftigten verfügen inzwischen über ein Arbeitszeitkonto. Vor 20 Jahren galt das erst für 25 Prozent der Arbeitnehmer in Westdeutschland und für vier Prozent in Ostdeutschland. Heute ist selbst dieser Ost-West-Unterschied verschwunden. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seinem jüngsten Forschungsbericht (PDF). Die Arbeitnehmer bekommen so beispielsweise mehr Flexibilität, um Familie und Beruf leichter zu vereinbaren. Die Arbeitgeber wiederum profitieren, indem sie geleistete Überstunden nicht etwa extra bezahlen müssen, sondern durch Freizeit ausgleichen können. Die Lohnkosten orientieren sich also besser am aktuellen Bedarf. Jetzt die schlechte Nachricht…

Die Zahl der bezahlten Überstunden ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Während im Jahr 1991 noch durchschnittlich 1,2 bezahlte Überstunden pro Arbeitnehmer und Woche verzeichnet wurden, sank der Wert mittlerweile auf weniger als eine Stunde pro Woche. Das heißt aber nicht, dass weniger gearbeitet würde – es wird hierfür nur weniger bezahlt. Und manchmal auch gar nichts. Das zeigen etwa die folgenden Abbildungen aus der Studie: