Die Arbeitszufriedenheit von Fach- und Führungskräften ist in Deutschland enorm gesunken, so das Ergebnis einer Studie, die die FOM Hochschule für Oekonomie & Management unter 1470 Berufstätigen durchführte. Wie sich das auf Arbeitszeiten, Urlaub und die Familien auswirkt, zeigen weitere Ergebnisse. Die Autorin der Studie, Professorin Ulrike Hellert, nimmt dazu im Einzelnen Stellung:

Thema: Arbeitsbedingungen

  • 20,9 Prozent der Befragten gaben an unzufrieden beziehungsweise sehr unzufrieden zu sein.
  • 46,1 Prozent sind noch zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden.

„Insgesamt hat die Belastung der Mitarbeiter zugenommen.“
- Ulrike Hellert

Thema: Arbeitszeiten

  • 38,3 Stunden pro Woche beträgt die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Befragten.
  • 42,4 Stunden pro Woche arbeiten vier von fünf Fachkräften tatsächlich.

„Wenn man die Überstunden hochrechnet, schenken diese Mitarbeiter ihren Unternehmen zwei Arbeitstage pro Monat“ – Ulrike Hellert

Thema: Urlaub

  • 28,4 Urlaubstage stehen den Fachkräften im Schnitt zur Verfügung.
  • 25,9 Tage davon werden aber nur pro Jahr in Anspruch genommen.

„[Das Ergebnis sind:] weniger Pausen, verspätetes Arbeitsende, erhöhter Zeitdruck und zu wenig Erholung durch Urlaub.“ – Ulrike Hellert

Thema: Vereinbarkeit von Familie und Beruf

  • 35,4 Prozent beurteilen ihre Situation hierbei als schlecht und sehr schlecht.
  • 52,8 Prozent würden gerne auch mal im Home Office arbeiten.
  • 23,6 Prozent möchten gerne in Teilzeitarbeit arbeiten.

Thema: Alternsgerechte Arbeit

  • 41,6 Prozent bewerteten die Berufschancen für ältere Mitarbeiter mit „geht so“.
  • 31,6 Prozent beurteilten die Möglichkeiten gar schlecht bis sehr schlecht.

Einziger Lichtstreif in der Studie: Fast drei Viertel der Befragten gaben an, ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich gestalten zu können. Auch die Reihenfolge der Arbeitsschritte kann die überwiegende Mehrheit selbst festlegen.

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