Die Werbung wird hier zunächst Vorreiter sein – aber nicht lange, dann ziehen auch die Medienmacher und Redaktionen und Verlage nach (gezwungenermaßen). Es fällt nicht schwer sich auszumalen, wie dann etwa Bücher, Stellenanzeigen oder Artikel dank Augmented Reality aussehen werden…







Stefan Koch
Bei Letztgenannten („Medienmacher und Redaktionen und Verlage“) kann ich mir das ja noch vorstellen, aber bei Werbung eigentlich nicht. Werbung ist so etwas, das da irgendwo am Rand rumeiert und vielleicht schaue ich sogar mal kurz drauf, wenn sie interessant aussieht, aber extra ein Handy dafür auspacken, dann auch noch ein Tool anschmeißen, das man sich erst für diese eine Anzeige runterladen muss (so zumindest im Video suggeriert, weil die Person eine App startet, die genau gleich wie die Anzeige aussieht), das werde ich für Werbung bestimmt nicht tun. Mal abgesehen davon, dass man sich nicht zig Apps auf das Dashboard knallen will, die der Werbung dienen.
Bei kompletten Medien kann ich es mir ja durchaus vorstellen, wenn eine Zeitungsgrafik dann irgendwie 3-Dimensional darstellbar wird und man dazu jeden Morgen für die komplette Zeitung die gleiche „ABC-Zeitung“ Applikation benutzen kann. Aber vielleicht denke ich da auch nur so, weil mein Handy meistens in der Ecke liegt. Wer es immer in der Hand hat, ist da vielleicht flotter dabei, sowas doch via Handy anzuschauen. Ich sehe es bei Werbung als Mehraufwand ohne Mehrwert. Und Mehraufwand ohne Mehrwert tut sich meines Erachtens keiner an, aber vielleicht täusche ich mich auch da.