Der heutige Student, auch mal Generation Praktikum oder Generation Y genannt, hat während der vorlesungsfreien Zeit die Qual der Wahl: Es soll Studenten geben, die während der Semesterferien entspannt in den Urlaub fahren können und sich nicht um finanzielle Belange kümmern müssen. Toll. Im Normalfall aber schreiben Studierende während den Ferien Hausarbeiten und lernen für anstehende Prüfungen oder schieben eine Extraschicht im Studentenjob, um sich das weitere Studium zu finanzieren. Wieder andere absolvieren ein Praktikum, das eine mehr, das andere weniger schlecht bezahlt. Im heutigen Beitrag, gebe ich einen Einblick, was ich während der freien Zeit meines abgeschlossenen Bachelorstudiums sinnvolles oder weniger sinnvolles getan habe:

Die ersten Semesterferien (im Februar 2007) waren die ersten und letzten, während denen ich wirklich nichts gemacht habe. Das heißt: auf die Prüfungsergebnisse warten und entspannen. Damals war alles noch neu und aufregend.

  • Entspannen und nichts tun während der Ferien, kann sich heute kaum einer mehr leisten.

  • Falls doch: Genießen Sie es und lassen Sie kein schlechtes Gewissen aufkommen. Die Zeiten kommen nie wieder!

Während der zweiten Semesterferien habe ich meinen damaligen Job bei dem Nachhilfeinstitut Studentenring Bayern voll ausgereizt und (wie neben dem Studium auch) fleißig Schüler durch die Nachprüfung in Fächer wie Englisch, Mathematik oder Französisch gelotst. Zur Zufriedenheit aller auch erfolgreich.

Die dritten Semesterferien standen zum ersten Mal im Zeichen eines Praktikums. Damals war ich einen Monat lang bei der RSG GmbH und konnte ein wenig in den Berufsalltag eines Wirtschaftsprüfers beziehungsweise eines Prüfungsassistenten schnuppern. Das war wirklich klasse, weil ich von Anfang an, mit raus zu den Mandanten konnte.

Während der vierten Semesterferien, war ich dank einer Sommeruniversität der Universität Bayreuth namens BayCHINA an der Ocean University Qingdao in China. Das war nach drei Semestern Chinesisch Schrift und Sprache lernen, natürlich das persönliche Highlight der Ferienaktivitäten. Zurück aus Deutschland war ich sechs Monate im Praktikum bei Rödl & Partner und konnte neben meiner Tätigkeit in einer studentischen Unternehmensberatung, auch in diesem Bereich Praxisluft schnuppern. Dementsprechend verbrachte ich die fünften Semesterferien auch bei Rödl & Partner.

  • Sommeruniversitäten, auch im Inland, sind wertvolle Erfahrungen und oft auch finanziell lukrativ, wenn sie mit einer anschließenden Praxisphase einhergehen.

  • Linktipp: 88 Chancen – Der Jobmessen-Kalender 2010.

Last but not least, die sechsten Semesterferien: Da war ich zum Einen bei Volz & Bernreuther, einer Steuerkanzlei, die eine studentische Aushilfe für diese Zeit suchte. War klasse, denn ich bekam einiges an gut bezahlten Stunden zusammen. Außerdem jobbe ich seit September bei Vodafone in einem Handy-Shop, was anfangs etwas stressig war, denn ich musste häufiger zwischen Studien- und Arbeitsort pendeln. Der Lohn ist, dass ich mir während meines Masterstudiums keinen Nebenjob mehr suchen muss.

  • Egal ob Brotjob, Praktikum oder Sommeruni – zum Nichtstun ist die freie Zeit zu schade. Praxiserfahrung bringt dann doch enorme Vorteile: finanzielle, aber auch im Bewerbungsgespräch sowie Klarheit, in welcher Branche oder Tätigkeit man sich wohl fühlt.

  • Linktipp: Was soll ich bloß werden? – 45 Links zur beruflichen Orientierung.

Achja, Urlaub! Den gab es natürlich auch. Meistens war ich während der freien Tage zu Ostern oder Weihnachten weg. Aber als Student ist man mit der Urlaubsplanung ja flexibel.

Tja, und derzeit absolviere ich in freudiger Erwartung des Vorlesungsbeginns am 6. April, das Praktikum hier bei der Karrierebibel. Deshalb freue ich mich auch über Feedback und Kommentare.