Nur noch jeder fünfte Arbeitnehmer (17 Prozent) ist mit seinem aktuellen Chef und dessen Führungsverhalten zufrieden. Zum Vergleich: 2007 waren es noch 28 Prozent der Arbeitnehmer. Und je größer das Unternehmen, desto schlechter fallen die Managernoten aus, beziehungsweise desto stärker steigen die schlechten bis sehr schlechten Meinungen an.
Das ist ein Ergebnis einer internationalen Studie von von Rundstedt HR Partners in Zusammenarbeit mit dem internationalen Beraternetzwerk BPI Group, für die 6800 Arbeitnehmer in elf Ländern befragt wurden. Bemerkenswert daran: Negatives Führungsverhalten wird international völlig unterschiedlich bewertet.
Während etwa mangelnde Entscheidungsfreude bei ihren Chefs rund 41 Prozent der deutschen Angestellten auf die Palme treibt, reiben sich daran nur 26 Prozent der Italiener. Die nervt vielmehr, wenn ihr Chef nicht im Team arbeiten kann (42 Prozent), was wiederum die Deutschen von allem am wenigsten stört.
Rund 52 Prozent der Franzosen indes reiben sich vornehmlich an den schlechten Manieren ihrer Bosse – also wenn diese beispielsweise nicht grüßen. Bei amerikanischen Arbeitnehmern aber regt das allenfalls 19 Prozent auf. Häufige Meinungswechsel stoßen wiederum sowohl den Franzosen als auch den Belgiern sauer auf (60 und 54 Prozent). Die Italiener hingegen nehmen’s gelassener (33 Prozent). In Russland wiederum wird zu viel Lockerheit hingegen nicht gern gesehen, rund die Hälfte (48 Prozent) der dort befragten Arbeitnehmer findet mangelnde emotionale Selbstkontrolle bei ihren Chefs ärgerlich.
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