Die Geister, die ich rief, werd ich hoffentlich bald wieder los. So könnte man das Ergebnis des sogenannten Löschreports (PDF) zusammenfassen, für den der Internetdienstleister Ruflotse mehr als 500 Löschaufträge ausgewertet hat. Fazit: Knapp die Hälfte der unerwünschten Inhalte haben sie selbst verursacht. Fast einem Drittel brannten diffamierende Kommentare (28 Prozent) unter den Nägeln. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Löschaufträge bezogen sich auf Fotos und Videos – wobei eben 43 Prozent all dieser Fotos und Videos von den Nutzern ursprünglich selbst ins Netz gestellt wurden. Ein weiterer Teil sah sich mit unerwünschten und rufschädigenden Kommentaren konfrontiert, die andere Nutzer zu den Fotos und Videos hinterließen.

Der größte Teil der unerwünschten Inhalte stammt von Dritten: So wurden 56 Prozent der Fotos und Videos – darunter beispielsweise Partyfotos – von Freunden oder Bekannten veröffentlicht. Auch diffamierende Kommentare und persönliche Kontaktdaten, die ungefragt online gestellt wurden, stammten zu mehr als zwei Dritteln (70 Prozent) von anderen Personen. Ebenso ließ fast jeder fünfte Privatnutzer (18 Prozent) eine Erwähnung in einem redaktionellen Umfeld entfernen: Hierbei ging es verstärkt um die Nennung der einzelnen Personen im Zusammenhang mit einer Straftat (siehe Grafik).

Top 5 unerwünschter Inhalte (Privatpersonen)

  1. Persönliche Kontaktdaten: 29 Prozent (davon selbst eingestellt: 26 Prozent)
  2. Kommentare und Bewertungen: 28 Prozent (davon selbst eingestellt: 30 Prozent)
  3. Fotos und Videos: 19 Prozent (davon selbst eingestellt: 43 Prozent)
  4. Redaktionelle Beiträge: 18 Prozent (davon selbst eingestellt: 4 Prozent)
  5. Sonstige Einträge: 7 Prozent (davon selbst eingestellt: 27 Prozent)

Firmenschmäh in Foren und Bewertungsplattformen

80 Prozent der Unternehmensvertreter ärgern sich indes über negative Kommentare und Bewertungen in Foren sowie in Bewertungsplattformen. Mehr als 40 Prozent von ihnen lassen Foren diesbezüglich säubern, mehr als 17 Prozent beziehen dabei auch Bewertungsplattformen mit ein. Mindestens jedes zehnte Unternehmen sah sich zudem in Blogs falsch dargestellt.

Top 3 unerwünschter Inhalte (Unternehmen)

  1. Kommentare und Bewertungen: 80 Prozent
  2. Redaktionelle Beiträge: 9 Prozent
  3. Persönliche Kontaktdaten von Mitarbeitern: 4 Prozent