Was hilft bei der Karriere wirklich? Eine interessante Antwort auf die Frage liefert eine aktuelle Untersuchung der Personalberatung Heidrick & Struggles, die dazu die Lebensläufe von 189 DAX-Vorständen, die Mitte 2007 im Amt waren, miteinander verglichen hat. Dabei zeigen sich folgende Parallelen:
Die Mehrheit der Manager hat an deutschen Hochschulen studiert. Nur eine Minderheit besitzt den Abschluss einer internationalen Eliteuniversität: Vier Top-Manager haben Harvard besucht, darunter Allianz-Vorstand Paul Achleitner und Siemens-Chef Peter Löscher. Die Hochschule St. Gallen brachte mit Josef Ackermann (Deutsche Bank) und dem designierten Commerzbank-Chef Martin Blessing zwei Spitzenbanker hervor. Dennoch ist ein Auslandsstudium bisher keine Voraussetzung für eine Top-Karriere. Von den 120 Hochschulabsolventen haben lediglich 17 auch im Ausland studiert. Es geht (oder ging) bisher aber auch ohne Studium: 13 Vorstände verfügen über keine abgeschlossene Hochschulausbildung, darunter Werner Wenning (Bayer), Klaus-Peter Müller (Commerzbank) und René Obermann (Deutsche Telekom).
Wer jedoch an einer Alma Mater büffelte, studierte vor allem ein Fach: Wirtschaftswissenschaften. 85 der DAX-Vorstände haben ein Studium der Betriebswirtschaft oder Volkswirtschaft absolviert. Danach folgen Jura mit 25 Abschlüssen, Maschinenbau (16), Wirtschaftsingenieurwesen (9), Chemie (9), Mathematik (8), Physik (8), Elektrotechnik (8) und Informatik (5). Interessant: Die Betriebswirte haben in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen und die Ingenieure, mehr aber noch die Juristen in der Beletage verdrängt.
Ein noch stärkerer Karrierebeschleuniger ist die Promotion. Mit insgesamt 85 Managern hat rund die Hälfte der DAX-Vorstände einen Doktor-Titel. Zum Vergleich: Nur zwölf Top-Manager besitzen einen Masterabschluss inklusive MBA. Dabei variieren die Anteile der Vorstandsmitglieder mit Promotion zwischen den Unternehmen deutlich: Bei der Münchener Rück haben sechs von sieben, bei Eon und SAP vier von sechs und bei ThyssenKrupp fünf von acht Vorständen promoviert. Weniger Unternehmen wie Adidas, Lufthansa oder Metro kamen ganz ohne Doktor an der Führungsspitze aus.



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