Beruflich Verändern: So geht’s
Der Frust mit der eigenen Jobsituation wird zunehmend größer, die Arbeit macht keinen Spaß mehr, die Kollegen und der Chef machen die Arbeitsatmosphäre unerträglich oder es entsteht das Gefühl, eigentlich etwas ganz anderes machen zu wollen. Der Entschluss: Sie wollen sich beruflich verändern steht fest. Nach der ersten Euphorie über den eigenen Tatendrang folgt aber meist die Ernüchterung auf dem Fuße. Wie geht man eine berufliche Veränderung überhaupt an und hat man damit wirklich Chancen, einen anderen, besseren Arbeitsplatz zu bekommen? Wie Sie sich auf eine berufliche Veränderung vorbereiten und Tipps, wie diese zum Erfolg wird...

Berufliche Veränderungen sind keine Seltenheit mehr

Wer in sich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung verspürt, hört meist auch gleichzeitig sein Unterbewusstsein und die damit verbundenen Zweifel. Wie geht es weiter, wenn die Veränderung nicht klappt? Wie soll das überhaupt funktionieren? Und wie macht sich das denn im Lebenslauf? Die gute Nachricht: All diese Fragen lassen sich beantworten und alle Zweifel in den Griff bekommen und beantworten - wobei die Frage nach dem Lebenslauf sogar überholt ist.

Sowohl Job- als auch Arbeitgeberwechsel sind heutzutage längst ein selbstverständlicher Teil nahezu jeder Biografie. Auch Branchenwechsel und Quereinsteiger sind inzwischen alles, nur keine Seltenheit mehr. Sich aus Angst vor dem weiteren beruflichen Weg an einen alten Job zu klammern, der unglücklich macht, führt nur weiter in die Krise. Zwar ist es schön, einen Job zu haben, bei dem man weiß, was man hat, der regelmäßige Gehaltszahlungen bringt und bis zu einem gewissen Maß Sicherheit suggeriert. Doch der Gedanke, sich vielleicht noch Jahre oder gar Jahrzehnte in einem Job zu befinden, der bereits jetzt unzufrieden macht, sollte Ansporn genug sein, etwas zu ändern.

Wenn die Einstellung erst einmal stimmt und der fest Entschluss nach beruflicher Veränderung steht, kommt unweigerlich der Schritt, an dem Sie sich fragen müssen: Wie will ich mich verändern?

Beruflich verändern mit der richtigen Einstellung

Sprache prägt die Wahrnehmung, das gilt nicht nur für die Kommunikation mit anderen, sondern auch für Gedanken und Selbstgespräche. Soll heißen: Sie können Ihre Einstellung zur beruflichen Veränderung ganz bewusst selbst positiv beeinflussen, indem Sie einige Glaubenssätze verinnerlichen.

Viele tun sich schwer damit und kommen sich komisch vor, wenn sie sich selbst mit positiven Aussagen konfrontieren. Doch die Wirkung solcher Affirmationen kann größer sein, als man glaubt. Probieren Sie es doch einfach selbst aus:

  • Ich gestalte meine berufliche Zukunft selbst und nutze meine Chancen.
  • Wenn ich meinen Werten folge, werde ich den passenden Job finden.
  • Ich finde einen Job, der Teil meines erfüllten Lebens ist und mir Freude bereitet.
  • Weiter- und Fortbildungen sind Teil meines persönlichen Wachstums.
  • Ich verfüge über alle Fähigkeiten, die ich brauche.
  • Jeder Schritt bringt mich meinem Ziel näher und ich werde es erreichen.
  • Wenn ich alles für mein Ziel gebe, werden mich die richtigen Menschen unterstützen.

Beruflich verändern: Aber was?

NakoPhotography/shutterstock.comIch will mich beruflich verändern - das klingt erst einmal schön und gut, doch allgemeiner könnte man seinen eigenen Wunsch nicht formulieren. Eine berufliche Veränderung kann erst einmal alles bedeuten, weshalb es wichtig ist, dass Sie sich genaue Vorstellungen davon machen, was Sie verändern wollen.

Sind Sie auf der Suche nach neuen Herausforderungen, macht Ihr Job und die tägliche Arbeit Ihnen keinen Spaß mehr oder liegen die Gründe eher beim Unternehmen oder dem Arbeitsumfeld? Heißt konkret: Finden Sie die Ursachen und Gründe, die Sie zu einer beruflichen Veränderung bewegen. Je konkreter, desto besser.

Mit diesem Wissen können Sie nach genau der Lösung suchen, die für Sie optimal ist, denn der Weg der beruflichen Veränderung kann in viele Richtungen verlaufen.

  • Ein Weg im eigenen Unternehmen.
  • Ein Wechsel des Arbeitgebers.
  • Der Sprung in eine andere Branche.

Beruflich verändern: So gelingt die Bewerbung

Sie wissen nun, wo es hingehen soll, also heißt es: Passende Stellen suchen, Arbeitgeber vergleichen und Bewerbungen schreiben. Doch wie verpackt man die berufliche Veränderung nicht nur glaubwürdig, sondern auch so, dass man Personaler von den eigenen Stärken und Fähigkeiten überzeugt. Diese drei Tipps können bei der Bewerbung nach einer beruflichen Veränderung helfen:

  1. Handeln Sie möglichst frühzeitig

    Überstürzte Veränderungen enden meist nicht so, wie man es sich vorgestellt hat und auch potenzielle Arbeitgeber erkennen leider oft schnell, wenn man sich nicht aus Leidenschaft und Motivation, sondern aus einer Notlage heraus bewirbt. Wenn Sie überlegt und frühzeitig handeln, können Sie auch in Bewerbungen deutlich machen, aus welchen Gründen Sie die berufliche Veränderung anstreben, was Sie sich davon erwarten und was es dem neuen Unternehmen bringt.

  2. Konzentrieren Sie sich auf die Zukunft

    Es ist verlockend, sich in der Bewerbung lang und breit darüber auszulassen, was zu der Veränderung geführt hat. Damit tragen Sie jedoch nicht zu Ihren Chancen bei, den Personaler zu überzeugen. Richten Sie den Fokus auf die Zukunft, die Dinge, die Sie schon mitbringen und noch lernen wollen, um im neuen Job Bestleistungen zu bringen.

  3. Reißen Sie keine Brücken hinter sich ab

    Vielleicht war Frust der Auslöser, um sich beruflich neu zu orientieren. Doch selbst wenn, sollten Sie unbedingt darauf verzichten, in der Bewerbung aufzuzählen, was beim alten Arbeitgeber alles schief läuft. So erwecken Sie nur den Eindruck, auch über zukünftige Unternehmen herzuziehen, wenn Sie unzufrieden sind und den Ruf zu schädigen. Gleichzeitig hinterlassen Sie verbrannte Erde - aber man weiß nie, ob die beruflichen Wege sich vielleicht irgendwann noch einmal kreuzen.

[Bildnachweis: kikovic, NakoPhotography, by Shutterstock.com]

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