Bewerbung Bundeswehr: So geht’s zum Bund
Die Bundeswehr macht auf Messen und auch durch Fernsehwerbung immer mehr auf die dortigen Karrieremöglichkeiten aufmerksam. Der Weg scheint klar definiert: Mit dem Ende der Wehrpflicht vor 5 Jahren versucht die Bundeswehr sich immer weiter als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands präsentieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch bleibt die Frage: Worauf muss man bei der Bewerbung für die Bundeswehr achten? Wir beantworten die wichtigsten Fragen...

Bewerbung Bundeswehr: Informieren Sie sich über alle Möglichkeiten

Beim Thema Bundeswehr denken die meisten zunächst an Soldaten und gefährliche Auslandseinsätze. Ein solch eindimensionales Bild wird dem Arbeitgeber Bundeswehr jedoch nicht gerecht. Natürlich besteht die Möglichkeit, eine Karriere als Soldat anzustreben, darüber hinaus gibt es aber eine Vielzahl an Berufen, Ausbildungsmöglichkeiten und unterschiedliche Karriereeinstiege, über die Sie sich direkt bei den Beratungsstellen der Bundeswehr informieren können.

  • Das Karriereberatungsbüro. Alle Fragen, die Sie rund um die Bewerbung bei der Bundeswehr haben, können im Karriereberatungsbüro beantwortet werden. Dieses kann kostenlos telefonisch erreicht werden (0800 9800880). Außerdem ist es möglich, einen persönlichen Gesprächstermin zu vereinbaren.
  • Der Beratungsstellenfinder. Wenn Sie auf der Suche nach einem Beratungsbüro in Ihrer Nähe sind, zeigt der Beratungsstellenfinder passende Adressen. Anhand der Postleitzahl wird das nächste Beratungscenter ermittelt.
  • Der Karrierechat. Auch online wird bietet die Bundeswehr eine entsprechende Beratung für alle Interessierten an. Von Montag bis Freitag jeweils 9 bis 17 Uhr können Sie im Zwei-Personen-Chat mit einem Berater Ihre Fragen klären.

Haben Sie sich entschieden, welchen Weg Sie bei der Bundeswehr gerne einschlagen würden, ist die Bewerbung für eine entsprechende Stelle der nächste Schritt. Dabei kommen je nach Bereich unterschiedliche Herausforderungen auf Sie zu.

Bewerbung Bundeswehr: Der zivile Bereich

Syda Productions by shutterstock.comNeben der militärischen Laufbahn bietet die Bundeswehr auch viele zivile Karrieremöglichkeiten an. Welche für Sie in Frage kommt, hängt natürlich von ihrer schulischen Ausbildung und auch ihren Interessen ab. Zusätzlich spielt es eine Rolle, ob Sie als Auszubildender zur Bundeswehr kommen oder bereits Berufserfahrung mitbringen.

Für eine Ausbildung bewerben Sie sich nicht an einer zentralen Stelle, sondern am jeweils zuständigen Bundeswehrstandort. Dort erfahren Sie auch, welche Abläufe Sie beachten müssen. Für Berufserfahrene ähnelt der Bewerbungsprozess für die Bundeswehr dem Ablauf bei anderen Arbeitgebern. Einzig bei der Bewerbungsadresse sollte man die Stellenausschreibung genau betrachten. Hier ist es entscheidend, welche Dienststelle die angestrebte Position anbietet. Die Bewerbung richtet sich dann entweder an regionale Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, ein Servicezentrum oder auch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr.

Sowohl für eine Ausbildung als auch für eine andere Anstellung können Kandidaten ihre Bewerbung entweder online über das E-Recruiting der Bundeswehr einreichen oder die Bewerbungsunterlagen auf schriftlichem Weg verschicken. Für eine vollständige Bewerbung verlangt die Bundeswehr...

  • ...ein formloses Bewerbungsanschreiben,
  • ... einen tabellarischen Lebenslauf,
  • ...Abschlusszeugnisse,
  • ...Tätigkeitszeugnisse (Beispielsweise über Praktika),
  • ...und weitere Unterlagen, die in den Stellenausschreibungen genannt werden.

Mit Eingang der vollständigen Unterlagen beginnt der Auswahlprozess und Kandidaten werden zu einem Test und Gespräch eingeladen. Bei einer Bewerbung für eine Ausbildungsstelle steht beispielsweise ein zweieinhalbstündiger schriftlicher Test an, in dem sowohl Rechtschreibung und Mathematik, Konzentration, logisches Denken als auch wirtschaftliche oder soziale Themen abgefragt werden. In einigen Ausbildungsberufen wird zusätzlich ein kurzes Praktikum oder eine Arbeitsprobe im entsprechenden Bereich als Teil des Auswahlverfahrens durchgeführt.

Bewerbung Bundeswehr: Die militärische Karriere

Rafal Olkis/shutterstock.comHaben Sie sich für eine militärische Laufbahn bei der Bundeswehr entschieden, stehen Ihnen immer noch diverse Möglichkeiten offen. Sie können sich etwa als freiwillig Wehrdienstleistender oder als Soldat auf Zeit bewerben. Ob Sie weiterhin eine als Unteroffizier, Feldwebel oder Offizier einschlagen können und wollen, hängt von ihrem Schulabschluss und weiteren Fähigkeiten ab.

Offiziere benötigen die Hochschulreife, mit mittlerer Reife ist die Laufbahn als Feldwebel möglich und ein Hauptschulabschluss befähigt Sie beispielsweise zum Fachunteroffizier. Dies allein reicht jedoch nicht aus. Für einige Stellen werden zusätzlich Führungsqualität oder entsprechende Fachkenntnisse erwartet. Gerade vor einer militärischen Karriere ist es daher wichtig, sich bei den Beratungsstellen der Bundeswehr genau zu informieren - auch, was die Bewerbung angeht, die eine ganze Reihe an Unterlagen erfordert.

  • Bewerbungsbogen
  • Zusatzfragebogen
  • Einwilligung zur Datenspeicherung
  • Tabellarischer Lebenslauf mit Datum und Unterschrift
  • Geburtsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienstammbuch
  • Lückenloser Tätigkeitsnachweis seit der Schulentlassung
  • Beglaubigte Kopien der Abschlusszeugnisse
  • Beglaubigte Kopien der Tätigkeitszeugnisse
  • Nachweis über Studium oder Gesellen- beziehungsweise Meisterbrief
  • Informationen über finanzielle Verpflichtungen (Kreditverträge)
  • Falls nötig ärztliche Unterlagen

Nachdem die vollständigen Unterlagen geprüft wurden, erhalten die Kandidaten eine Einladung zu einem ein- bis zweitägigem Auswahlverfahren an einem Standort der Bundeswehr. Zu diesem Assessment Center gehört eine ärztliche Untersuchung, um die körperlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit bei der Bundeswehr zu überprüfen.

Zusätzlich werden verschiedene Tests und Gespräche durchgeführt, in denen die Eignung des jeweiligen Kandidaten geprüft wird.

[Bildnachweis: Alina G, Syda Productions, Rafal Olkis by Shutterstock.com]

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