Also doch! Wir diskutieren ja gerade noch an anderer Stelle, ob schnelle Entscheidungen glücklicher machen und Bauchentscheidungen die bessere Wahl sind. Da finde ich diese Studie von Murray Barrick zu Vorstellungsgesprächen, die sagt: Egal, wie strukturiert ein Bewerbungsgespräch auch abläuft, wie sehr die Personaler betonen, ihre Auswahl auf Fakten und fachliche Eignung zu stützen – entschieden wird in den ersten Minuten:

These findings suggest that the rapport-building stage was giving early insight into some sense of perceived fit to the specific role, as well as genuine candidate ability, in addition to personality factors. By careful analysis, the researchers found that all of these factors influenced the final interview ratings, and that this was due to the way they shaped first impressions: after those first few minutes, there was little extra influence of these qualities across the rest of the interview.

Oder wie der Volksmund sagt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Das deckt sich auch mit einer Umfrage, die der Personaldienstleister Robert Half vor zwei Jahren unter 2800 Personal- und Finanzmanagern durchgeführt hat, Ergebnis: Gerade einmal fünf (maximal zehn) Minuten nehmen sich 67 Prozent der Führungskräfte oder Personaler, um eine Bewerbung durchzusehen und sie anschließend zu verwerfen oder den Kandidaten zu kontaktieren.