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Bewerbungsstrategie: Alle Tipps und Tricks

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Stellen suchen, Unternehmen recherchieren, Bewerbungen schreiben – der Bewerbungsprozess kann aufwändig sein. In dem Gewusel aus Optionen, Jobangeboten und Ratgebern verlieren nicht wenige das Ziel aus den Augen, verzetteln sich – und verzweifeln über Sinn und Zweck der ganzen Aktion. Meist steckt dahinter eine fehlende Bewerbungsstrategie. Strategie – das klingt zunächst vielleicht etwas hochtrabend, es geht schließlich um eine Bewerbung. Aus der Erfahrung heraus wissen wir aber: Ohne eine solche Bewerbungsstrategie sabotieren sich Bewerber bis zu einem gewissen Grad häufig selbst und lassen wertvolles Potenzial ungenutzt. Unnötigerweise. So meistern Sie den Bewerbungsprozess und finden schneller in den Job…


Bewerbungsstrategien entwickeln: Ziele und Ausrichtung

Bewerbungsstrategie-Tipps-02Warum benötigen Sie überhaupt so etwas wie eine Bewerbungsstrategie? Letztlich ist es dabei wie bei jeder anderen Strategie auch: Sie fokussieren sich, konzentrieren Ihre Energien und gehen so gezielter und damit auch effizienter vor. Konkret erfüllt die Bewerbungsstrategie drei grundlegende Funktionen:

  1. Definieren. Zuerst kommt die Selbstanalyse: Was kann ich? Was will ich? Formulieren Sie dabei auch Ihre Ziele für die Jobsuche: Welche Berufe und Positionen streben Sie an? In welchen Branchen? Bei welchen Arbeitgeber? Alles möglichst konkret! Also nicht nur: Ich würde gerne im Marketing arbeiten. Sondern: Ich würde gerne im Online-Marketing für den Konsumgüterhersteller XXX anfangen und strebe ein Einstiegsgehalt von 40.000 Euro an. Mir sind flexible Arbeitszeiten wichtig, ebenso ein Arbeitsort in der Nähe von YYY.
  2. Priorisieren. Nun legen Sie sich eine Art Maschrichtung für die Jobsuche zurecht: Was müssen Sie noch vorbereiten? Welche Daten müssen Sie noch recherchieren? Welche Schritte folgen als nächstes?
  3. Exekutieren. Also ausführen – und zwar genau nach der so durchdachten und optimierten Vorgehensweise. Natürlich können Sie den Ablauf auch im laufenden Prozess noch verfeinern. Wichtig ist nur, dass Sie nichts komplett anderes anfangen, sondern zielgerichtet und Schritt für Schritt vorgehen.

Nur wenn Sie Ihre Ziele genau kennen, können Sie auch entsprechende Stellenangebote besser bewerten. Womöglich fanden Sie bisher einen bestimmten Arbeitgeber enorm attraktiv. Nun aber – mit dieser Vorarbeit als Basis – merken Sie, dass der künftige Arbeitsplatz kaum noch zu Ihren privaten Plänen und der gewünschten Entwicklung passt. Kurz: Sie schärfen Ihre Perspektive auf potenzielle Jobs und schätzen diese realistischer ein.

Das kann aber auch bedeuten, dass Sie sich im Vorfeld ehrlich (!) mit Ihren Stärken und Schwächen befassen und so ebenfalls merken, welche Stellen zu Ihnen passen – oder sie gegebenenfalls über- beziehungsweise unterfordern könnten.

Die selbstkritische Auseinandersetzung ist zugegebenermaßen nicht immer einfach und angenehm und wird genau deshalb von vielen Bewerbern gemieden. Doch so schmerzhaft und desillusionierend manche Erkenntnis auch sein mag, ohne diesen Prozess können weder Ihre Jobsuche noch die Bewerbung und der Berufseinstieg von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein.

Ohne eine solche Bewerbungsstrategie finden Sie zwar vielleicht irgendeinen Job, doch dieser…

  • … passt nicht zu Ihren wahren Wünschen und Bedürfnissen.
  • … lässt sich dauerhaft nicht mit Ihren privaten Plänen vereinbaren.
  • über- oder unterfordert Sie und wird über kurz oder lang zum Problem.
  • füllt Sie nie ganz aus und lässt die Unzufriedenheit steigen.
  • … ist kein echter Karriereschritt und dient daher auch nicht als Basis für Ihre weitere berufliche Entwicklung.

Klar können Sie den perfekten Job auch zufällig und ohne Bewerbungsstrategie finden – die Chancen dafür sind nur recht gering.

Tipp: Freunde mit Job helfen schneller aus der Arbeitslosigkeit

Haben Sie Freunde mit einem Job? Gut so! Denn wer arbeitslos ist oder einen Job sucht und solche Freunde hat, findet schneller eine neue Stelle, so das Ergebnis einer Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), für die die Forscher die Daten von mehr als 3000 Nichtbeschäftigten auswerteten. Demnach steigt die Chance auf einen neuen Job mit jedem nicht-arbeitslosen Freund um durchschnittlich 3,7 Prozentpunkte.

Im Schnitt fand jeder Fünfte innerhalb eines Jahres eine neue Anstellung. Waren die drei besten Freunde ebenfalls arbeitslos, lag die Erfolgsquote jedoch schon bei unter zehn Prozent. Gingen hingegen alle drei einer Beschäftigung nach, erhöhte sich die Chance auf fast 30 Prozent.

Die Erklärung der Wissenschaftler: Der soziale Druck durch die beschäftigten Freunde erhöhe die eigenen Anstrengungen bei der Jobsuche. Auch der Mangel an gemeinsamen Freizeitaktivitäten könne motivieren. Vor allem aber der Informationsvorsprung durch Freunde, die auf offene Stellen hinweisen, sei ein maßgeblicher Erfolgsfaktor bei der Jobsuche: Tatsächlich waren die erzielten Löhne höher und die Arbeitsverhältnisse stabiler, je mehr Freunde einer Beschäftigung nachgingen.



Bewerbungsstrategien für Hochschulabsolventen

Bewerbungsstrategie-Tipps-03Jetzt wird es praktisch: Das Examen ist geschafft, die Noten sind okay – und jetzt? Wer sich bislang nicht um seine berufliche Zukunft und die Stellensuche gekümmert hat, steht mit einem Mal unter enormen Druck: Eine Lücke im Lebenslauf tut sich auf – und sie wächst und wächst mit jedem Monat, der ohne Job verstreicht. Was nach ein paar Wochen noch nach Jobsuche aussieht, mutiert nach drei Monaten jedoch zur veritablen Arbeitslosigkeit. Dennoch ist es jetzt wichtig, nicht in Torschlusspanik zu verfallen. Behalten Sie einen klaren Kopf, und gehen Sie gezielt vor:

  1. Schärfen Sie Ihr Profil

    Klar, am Anfang haben wenig bis keine Berufserfahrung. Und Sie sind eher Generalist als Spezialist. Aber das gilt für die meisten anderen Absolventen auch. Seien Sie also selbstbewusst. Ganz wichtig ist es, dass Sie sich posititionieren:

    • Was unterscheidet Sie von den Kommilitonen?
    • Warum sollte sich ein Personaler für Sie entscheiden?
    • Wo liegen Ihre spezifischen Stärken?
    • Was sind Ihre Erfahrungen?
    • Was hat die Firma davon, wenn sie Sie anstellt?

    Das sind die Fragen, die Entscheider in Ihrer Bewerbung beantwortet haben wollen.

  2. Informieren Sie sich, wo Sie gefragt sind

    Wer hat Bedarf für einen Menschen mit Ihrem Profil? Bei einem Ingenieur für Kunstofftechnik ist die Zielbranche relativ klar. Bei einer Kulturwissenschaftlerin wird die Antwort ungleich schwieriger, weil es zugleich mehr und weniger Möglichkeiten gibt. Da hilft nur gründliche Recherche, wo Sie mit welcher Qualifikation punkten können. Ähnliches gilt für die Betriebsgröße: große Firmen mit mehr als 200 Beschäftigten nehmen zwar immer noch die meisten Absolventen auf, werden aber deswegen von Bewerbern oft überrannt. Da bieten auch beste Noten keine Job-Garantie. Deswegen kann es sich rentieren, speziell Kleinbetriebe zu kontaktieren – gerade, wenn die Noten nicht die Allerbesten sind.

  3. Gehen Sie aktiv auf Firmen zu

    Stellenanzeigen spielen bei der Besetzung offener Positionen zwar immer noch ein große Rolle, ein Drittel aller Absolventen findet nach einer Studie der Uni Bochum so zum Job. Aber zwei Drittel eben auch nicht. Warten Sie also nicht, bis die richtige Stelle ausgeschrieben wird, sondern nutzen Sie auch Alternativen:

    • Schreiben Sie Initiativbewerbungen, nachdem Sie telefonisch den grundsätzlichen Bedarf geklärt haben.
    • Gehen Sie auf Jobmessen und kontaktieren Sie dort die Vertreter Ihrer Wunschfirmen (idealerweise haben Sie bereits vorab Termine vereinbart).
    • Nutzen Sie Karriereseiten, Firmen-Fanseiten, Twitter, Xing und Linkedin, um Kontakte zu Mitarbeitern Ihrer Zielunternehmen aufzubauen und sich nach Vakanzen zu erkundigen.
    • Profilieren Sie sich selbst im Internet – etwa mit einem eigenen Fachblog oder Bewerberblog, in dem Sie dokumentieren, was Sie können und suchen.

    Ganz wichtig dabei: Zeigen Sie, dass Sie sich über die jeweilige Branche und die Firma gründlich informiert haben. Zum Beispiel, indem Sie die Anforderungen aus dem Stellenprofil belegen. Erzählen Sie eine Geschichte, die neugierig auf Ihre Person macht. Aber bombardieren Sie gleichzeitig kein Unternehmen mit Bewerbungsmappen, Blog, E-Mails und Telefonaten. Das wirkt dann wieder sehr verzweifelt und bedürftig und macht Sie klein.

  4. Fahren Sie mehrgleisig

    Beschränken Sie sich bei all dem nicht auf nur eine oder mehrere Suchstrategien. Schalten Sie beispielsweise auch eigene Profile bei den Suchmaschinen, die ihre Wunschfirmen nutzen, wenn Sie nach Kandidaten suchen. Vor allem: Netzwerken Sie! Vitamin B beschleunigt die Stellensuche erheblich. Anküpfungspunkte für Ihr persönliches Beziehungsnetz sind Ihre Hochschullehrer. Spätestens seit der Notwendigkeit, Drittmittel anzuwerben, pflegen diese gute Kontakte zur Wirtschaft. Damit haben sie auch Einblick in die dortigen Abläufe und können Empfehlungen aussprechen. Eine weitere Option ist der Career Service Ihrer Hochschule, der nicht nur Praxistipps gibt, sondern auch selbst Recruiting-Events veranstaltet.

Jeder vierte Bewerber nutzt Social Media zur Jobsuche

Mehr als jede dritte Jobsuchende in Deutschland geht zuerst online auf die Pirsch nach einer neuen Stelle. Dabei werden Social Media immer wichtiger: Schon 23 Prozent suchen Seiten wie Facebook, Linkedin oder Twitter gezielt auf, um dort offene Positionen zu finden, so das Ergebnis des Global Workforce Index, den der Personaldienstleister Kelly Services regelmäßig erstellt. 65 Prozent nutzen die sozialen Netzwerke bereits bis zur einer Stunde am Tag, neun Prozent verbringen dort täglich mehrere Stunden.

Interessant: Social Media werden gar nicht mal so sehr von der Jugend genutzt. Vielmehr sind es die 30- bis 47-Jährigen die am aktivsten darüber nach Jobs fahnden, gefolgt von den 48- bis 65-Jährigen. Erst auf Platz 3 rangieren die 18- bis 29-Jährigen.

Bewerbungsstrategie: Optimieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen

In der Regel werden Sie im Laufe des Bewerbungsprozesses mindestens nach einer der drei typischen Bewerbungsformen gefragt:


Damit Sie für alle Fälle gewappnet sind, empfiehlt es sich im Rahmen Ihrer Bewerbungsstrategie die Unterlagen in allen drei Varianten vorzubereiten und auf das jeweilige Format hin zu optimieren (also auch eine Online-Bewerbungsmappe anfertigen). So sind Sie perfekt vorbereitet und können per Copy & Paste sofort und zielgerichtet reagieren.

Bewerbung-Checkpoints-InfografikJede Bewerbung – ob Sie diese nun online oder klassisch per Post einreichen -, durchläuft allerdings sechs typische Prüfungsphasen. Jede Hürde davon gilt es Schritt für Schritt zu meistern, um die Chancen auf den Job zu verbessern. Es kann natürlich sein, dass Personaler die Reihenfolge individuell anders wählen – die sechs Checkpoints bleiben aber dieselben. Welche es sind und wie Sie diese problemlos passieren:

  1. Sind die Unterlagen vollständig?

    Die Stellenausschreibung verlangt wörtlich ein Motivationsschreiben, plus tabellarischen Lebenslauf sowie Referenzen oder Empfehlungsschreiben – Sie versuchen es dagegen lieber erst einmal mit einer Kurzbewerbung? Fehler! Unvollständige Bewerbungsunterlagen werden bis auf wenige Ausnahmen sofort aussortiert.

    Es ist ein bisschen wie Ihre erste Arbeitsprobe: Der Arbeitgeber sagt: “Bitte schicken Sie mir…” – und Sie liefern etwas völlig anderes. So beginnt sicher kein glorreiches Arbeitsverhältnis. Dasselbe gilt für Unterlagen, die deutlich nach Ende einer Bewerbungsfrist eingesandt werden oder auf einem komplett anderen Weg. Wenn das Unternehmen beispielsweise ausschließlich Bewerbungen per E-Mail wünscht, können Kandidaten kaum mit einer klassischen Bewerbungsmappe punkten.

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  2. Ist der erste Eindruck ansprechend?

    Natürlich würde kein Personaler offen zugeben, dass er einen Bewerber derart subjektiv nach dem Anschein und Design seiner Unterlagen bewertet. Trotzdem machen es alle. Für die Lektüre der Bewerbungen bleibt oft kaum mehr als 5 Minuten Zeit. Und gegen die Macht des ersten Eindrucks ist kein Kraut gewachsen. Warum sonst dürfen heute beispielsweise Bewerbungsfotos im Rahmen des AGG nicht mehr zwingend verlangt werden? Ein gutes Foto trotzdem einzuschicken, bleibt aber aus demselben Grund sinnvoll – vor allem, wenn Sie darauf sehr sympathisch aussehen.

    Eben weil dieser erste Eindruck viel darüber entscheidet, mit welchem Wohlwollen oder welchen Vorbehalten die Bewerbung anschließend gelesen wird, sollten Sie hier durchaus etwas Zeit in Aufbau, Struktur, Design investieren, um sich von Mitbewerbern positiv abzuheben. Und achten Sie auf die Rechtschreibung: Zu viele Tippfehler hinterlassen immer einen negativen Beigeschmack – auch wenn sie nicht sofort ein K.O.-Kriterium darstellen.

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  3. Sind alle Muss-Qualifikationen erfüllt?

    Der dritte Checkpoint ist der Lebenslauf. Bevor der Personaler diesen allerdings eingehender studiert, prüft er erst einmal, ob alle sogenannten Muss-Qualifikationen erfüllt sind. Jedes Stellenangebot enthält diese, manchmal auch noch sogenannte Kann-Kompetenzen.

    Zu den Muss-Qualifikationen (Sie erkennen diese an Formulierungen, wie “Sie bringen mit…/Sie besitzen…”) gehören fast immer:

    • Geforderte(r) Ausbildung / Studienabschluss
    • Jahre an Berufserfahrung
    • Spezielle Kenntnisse (Fremdsprachen, Computerwissen)

    Kann-Kompetenzen hingegen (Sie erkennen diese an weichen Formulierungen, wie “wünschenswert sind darüberhinaus…”) zählen meist:

    • Soft Skills
    • Weiterbildungen / Zertifikate
    • Soziales Engagement

    Werden also beispielsweise ausdrücklich mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt, werden es Bewerber, die direkt von der Uni kommen, schwer haben beziehungsweise gar nicht erst berücksichtigt. Achten Sie deshalb peinlich genau darauf, alle geforderten Muss-Qualifikationen zu erfüllen.

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  4. Stimmt die Motivation?

    Jetzt geht es an das Bewerbungsanschreiben: Ob Initiativbewerbung oder Blindbewerbung – immer wollen Personaler wissen, warum Sie sich ausgerechnet hier bewerben (und das sollte eben nicht bloß die Suche nach einem Job und Einkommen sein).

    Der Checkpoint Motivation beinhaltet deshalb auch immer die Frage, ob Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben: Haben Sie sich mit dem potenziellen Arbeitgeber, dem Unternehmen im Allgemeinen und der avisierten Stelle im Besonderen auseinander gesetzt? Wissen Sie genau, warum Sie diese Position haben wollen – und vor allem: Warum Sie dafür eine Idealbesetzung sind? Hier können und sollten unbedingt Leidenschaft und Begeisterung mitschwingen. Natürlich auch nicht zu viel, weil es sonst unglaubwürdig wirkt. Aber beides sollte echt und spürbar sein, um zu überzeugen. Wie Sie so ein Anschreiben beginnen und aufbauen kann ganz wesentlich dazu beitragen.

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  5. Ist der Lebenslauf lückenlos?

    Haben Ihre Motivation und Persönlichkeit im Anschreiben überzeugt, wird der Lebenslauf einer intensiveren Prüfung unterzogen. Kernfragen hierbei:

    • Welche Stationen hat der Kandidat absolviert?
    • Wie zielstrebig war er dabei?
    • Lässt sich ein roter Faden erkennen?
    • Welche Erfolge kann der Bewerber vorweisen und warum?

    Und natürlich haben geübte Personaler einen untrügerischen Blick darauf, ob der Lebenslauf Lücken hat. Denn die machen sofort misstrauisch und sind ein dicker Minuspunkt auf dem Glaubwürdigkeitskonto. Wenn Ihre bisherige Laufbahn also nicht allzu geradlinig verlaufen ist, kaschieren Sie dies nicht und lügen Sie auf keinen Fall, sondern gehen Sie lieber ehrlich und strategisch mit derlei Brüchen um.

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  6. Was sagen andere?

    Zeugnisse – ob nun vom Ausbildungsbetrieb, von der Hochschule oder von bisherigen Arbeitgebern – gelten als einigermaßen objektives Kriterium dafür, ob sich die bisherigen Angaben in der Bewerbung mit dem Fremdwahrnehmungs-Check decken – wenn auch mit abnehmender Tendenz, weil Arbeitszeugnisse heute schon juristisch mindestens “gut” ausfallen müssen und nicht selten vom Arbeitnehmer selbst formuliert werden. Fehlen sollten Sie aber trotzdem nicht!

    Zunehmend wirkungsvoller sind allerdings Empfehlungsschreiben oder Referenzlisten. Einige Personaler und Personalberater holen Referenzen gerne telefonisch ein. Das gilt insbesondere bei Positionen im gehobenen Management. Häufig erfahren die Kandidaten davon nichts, weil die Entscheider diskret ihre persönlichen Netzwerke nutzen. Manchmal werden Sie als Bewerber jedoch gebeten, Referenzgeber zu benennen. Für diesen Fall sollten Sie gewappnet sein und eine entsprechende Liste in petto haben – oder eben schon in der Bewerbung Referenzen nennen. Wie solche Referenz-Muster aussehen können erfahren Sie HIER.

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Hat Ihre Bewerbung all diese Checkpunkte durchlaufen und vor allem bestanden, folgt in aller Regel die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Damit sind Sie schon mal ein gutes Stück weiter.

Entscheidend ist, dass Sie bei all diesen Bewerbungsstrategien langfristig motiviert und auch engagiert bleiben. Das kann manchmal frustrierend sein, wenn man viel macht, aber nur wenig bis nichts zurück kommt. In dem Fall halten Sie bitte trotzdem durch – aber bleiben Sie auch so flexibel und ehrlich, die angewendete Strategie zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Radikaler Jobwechsel

Sie wollen einen radikalen Branchenwechsel vornehmen und haben eine völlig neue Richtung für sich gefunden? Dann kann ein Vollzeit- oder Fernstudium in Verbindung mit freiberuflicher Arbeit Ihr Einstieg in die neue Branche sein. Im Studium erwerben Sie die notwendigen Kompetenzen, während Sie durch Ihre freiberufliche Arbeit erste Kontakte aufbauen und Berufserfahrung sammeln. Einziges Problem: Diese Bewerbungsstrategie erfordert recht umfangreiche finanzielle Rücklagen, um Studiumfinanzierung und Lebenshaltungskosten zu sichern.

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[Bildnachweis: Bloomua, Sentavio by Shutterstock.com]

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