Ach ja, die Jobsuche. Ein Prozess, der schon so manchen Bewerber an den Rand der Verzweiflung getrieben hat, aus viel Arbeit, Stress und bangem Warten besteht. Gut, dieses Bild ist ein klein wenig überzeichnet und nicht ganz ernst gemeint. Dennoch steckt darin ein wahrer Kern: Bewerber müssen sich oft in Geduld üben, denn nach dem Versand der Bewerbung – egal auf welchem Weg oder Kanal – dauert es in der Regel einige Wochen, bevor Unternehmen von sich hören lassen. Diese Zeit ist für viele Jobsuchende die schwerste überhaupt und kann zu einer echten Belastung werden. So mancher Bewerber fühlt sich durch das Warten und die damit verbundene Hilflosigkeit geradezu gelähmt. Doch genau das muss nicht sein. Denn einer der am häufigsten vergessenen Punkte bei der Bewerbungsstrategie ist gleichzeitig das beste Mittel gegen Hilflosigkeit und endloses Warten: Eine aktive Planung der Jobsuche.

Jeder Bewerber macht sich – wenn er ernsthaft einen Job sucht – Gedanken über den angestrebten Beruf, mögliche Arbeitgeber, die passenden Jobbörsen und Informations- und Recherchequellen. Das ist gut und wichtig – und doch etwas komplett anderes, als die oben genannte aktive Planung. Dabei geht es nicht primär um Recherche und berufliche Ausrichtung, sondern um die bewusste und aktive Gestaltung des Bewerbungsprozesses und dessen möglichst effektiver Gestaltung.

Aktiv und selbstbestimmt statt hilflos und ohnmächtig

In Gesprächen mit Coachees, Seminarteilnehmern und Jobsuchenden stelle ich immer wieder fest, dass viele Bewerber sich im Bewerbungsprozess früher oder später hilflos und fremdbestimmt fühlen. Sie können sich noch so sehr anstrengen, so bald die Bewerbung auf dem Weg zum Unternehmen ist, beginnt das Warten. Befreundete Coaches und Bewerbungstrainer bestätigen meinen Eindruck: Manche Bewerber fallen nach dem Abschicken einer Bewerbung – vor allem wenn in diese viel Zeit und Energie investiert wurde – in ein Loch und sind vorübergehend antriebslos. Diese Phasen sind sicherlich temporär, dennoch ziehen sie Energie und kosten Kraft. Kraft, die für den Bewerbungsprozess wichtig wäre.

Genau solche Tiefphasen lassen sich mit einer aktiven Planung vermeiden. Nehmen Sie sich bereits während der Erstellung einer Bewerbung einige Minuten Zeit, um die ersten Schritte der folgenden Bewerbung zu planen, kann es nach dem Abschicken gar kein Loch geben. Dann stehen die nächsten Handlungen und Aufgaben bereits fest und Sie müssen diese nur noch abarbeiten und angehen.

Die Konsequenz: Mehr Motivation, Energie und Effizienz

Idealerweise erstellen Sie sich bereits zu Beginn Ihrer Jobsuche ein Schema oder einen Prozess, dem Sie bei der Erstellung von Bewerbungen folgen. Eine klar festgelegte Reihenfolge der einzelnen Schritte, eine zumindest grobe zeitliche Einteilung und ein Grundgerüst, auf dem Sie Ihre Bewerbung – sowohl inhaltlich als auch methodisch – aufbauen, können Ihnen als Handlungsleitfäden dienen.

Dazu können Checklisten mit Recherchemethoden und den infrage kommenden Jobportalen ebenso gehören wie die formalen Kriterien oder die wichtigsten inhaltlichen Punkte für das Anschreiben. Der Grundsatz ist simpel: Was Sie im Vorfeld durch Checklisten, Prozesse und Schemata weitgehend vorbereiten und zumindest teilweise automatisieren können, hilft Ihnen dabei, Motivations- und Leistungstiefs besser zu überbrücken.

Wenn Sie bei der Planung Ihrer Jobsuche dann noch mehrwöchige Wartezeiten einkalkulieren und diese als normalen Teil eines Bewerbungsprozesses akzeptieren, können Sie Frust, Antriebslosigkeit und dem Gefühl der Hilflosigkeit zumindest entgegenwirken. Ach ja, sich regelmäßig Ihre Ziele, Motivation und Gründe für den Jobwechsel oder die Jobsuche bewusst zu machen kann auch nicht schaden.

Die passenden Stellenangebote für Ihre Jobsuche finden Sie übrigens in unserer Jobbörse.