Lachen wirkt nicht nur ansteckend, es verbessert auch unser Erinnerungsvermögen. Das konnten jetzt gleich zwei japanische Studien zeigen. Bei einem der beiden Experimente wurden die Probanden zunächst in drei Gruppen eingeteilt und sahen sich besonders lustige, mittelmäßig amüsante und völlig unlustige Bilder an. Anschließend wurden sie einem Memory-Test unterzogen, Ergebnis: Wer vorher kräftig gelacht hatte, zeigte den besten Merkeffekt.
Bestätigt wird das zudem durch Untersuchungen von Kristy A. Nielson und Mark Powless vom Psychology/Integrative Neuroscience Research Center der Marquette Universität in Wisconsin. Sie fanden heraus: Wird 30 Minuten nach einem Lernvorgang gelacht, können sich die Teilnehmer anschließend besser an das Gelernte erinnern.
Humor kann kann freilich noch mehr: Wer häufiger lächelt, lebt länger. Das wiederum erkannten kanadische Forscher der McMaster Universität in Hamilton 2004 in einer Feldstudie mit 5000 über 40 Jahre alten Teilnehmern: Demnach hatten positiv eingestellte Probanden aufgrund der daraus resultierenden Gesundheitseffekte (Stärkung des Immunsystems, Stressreduktion, etc.) eine bis zu sieben Jahre höhere Lebenserwartung.
Andere Untersuchungen aus der Gelotologie konnten zeigen: Unserem Gehirn ist es sogar egal, ob wir aus Freude oder grundlos lächeln. Die daran beteiligten Muskeln (Für ein Lächeln benötigen wir übrigens weit weniger Muskeln als für eine missmutige Miene) signalisieren den grauen Zellen so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin diese Glückshormone freisetzen. Diese wirken wiederum entzündungshemmend, schmerzstillend sowie Angst lösend und verbessern die Wahrnehmung. Bei einer Studie von Willibald Ruch von der Universität Düsseldorf kam 2004 heraus, dass Lachen noch eine halbe Stunde nach dem Betrachten eines lustigen Films zu einer höheren Schmerztoleranz führte.
Apropos: Kennen Sie den angeblich witzigsten Witz der Welt? Den hat der britische Psychologe Richard Wiseman ermittelt. Über ein Jahr lang wurden rund 40.000 Witze von Internetnutzern aus 70 Ländern gesammelt und anschließend bewertet. Heraus kam ein Witz mit der globalsten Akzeptanz:
Zwei Jäger im Wald. Plötzlich bricht einer der beiden zusammen. Er atmet kaum noch. Sofort zückt der andere Jäger sein Handy und wählt den Notruf: „Mein Freund ist tot! Was soll ich tun?“ Darauf der Mann in der Notrufzentrale: „Beruhigen Sie sich! Versichern Sie sich erst einmal, dass er tatsächlich tot ist.“ Stille – dann ein Schuss. Dann wieder der Jäger: „Ok, was jetzt?“
1. Kommentar
Ewald Dietrich
10.09.09 um 14:31 Uhr
Treffen sich zwei Jäger. Beide tot!
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