Blog Countdown: 10 finale Schritte vor dem Launch Sie sind fester Bestandteil der Online Landschaft, einflussreiche Meinungsmacher, für viele Menschen eine der wichtigsten Informationsquellen und inzwischen immer öfter auch Kommunikationskanal für Unternehmen, Enthusiasten und Hobbyisten. Die Rede ist natürlich von Blogs, deren Zahl in den letzten Jahren und Monaten kontinuierlich wächst. Angesichts dieses rasanten Wachstums könnte leicht der Eindruck entstehen, dass der Start eines neuen Blogs völlig problemlos und leicht vonstatten geht. Ganz so einfach ist es in der Praxis jedoch nicht, denn ohne Konzept, Strategie und klare Themenwahl mutieren Blogs oft zu Eintagsfliegen. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Blogstart und dessen Vorbereitung haben wir bereits in zahlreichen Artikeln beleuchtet. Heute befassen wir uns daher mit den zehn finalen Schritte vor dem Launch.

Finale Vorbereitung – Sicherheit und Abstimmung

Um das gleich zu Beginn klarzustellen: Wer in diesen finalen Schritten noch umfangreiche Korrekturen oder sichtbare Verbesserungen des Blogs erwartet, sollte sich den Launch lieber noch einmal überlegen. Die zehn finalen Schritte sollten – so zumindest die Theorie – der Korrektur von Kleinigkeiten und der psychologischen Beruhigung dienen. Fallen bei der Prüfung allerdings gravierende oder zumindest arbeitsintensive Fehler und Defizite auf, sollte der Launch besser verschoben werden.

Die genaue Prüfung auf Fehler und letzte Verbesserungen sollte bereits in den Wochen vor dem Launch stattfinden. Die im Folgenden skizzierten zehn finalen Schritte müssen nicht alle am Tag vor dem Launch durchgeführt werden. In der Praxis hat es sich bewährt, für die Bearbeitung dieser Schritte einige Tage einzuplanen und so Raum und Puffer für Last Minute Arbeiten – die auch bei der besten Vorbereitung notwendig werden können – einzuräumen. Ob Sie sich bei Ihrem Blog Launch exakt an unsere zehn Schritte halten, hängt natürlich von Ihren Bedürfnissen und Anforderungen ab.

10 finale Schritte vor dem Blog Launch

Finale Freigabe – Spätestens im Rahmen der zehn finalen Schritte sollten Sie sich die endgültige Freigabe für das Blog holen. Mit dieser – unbedingt schriftlichen (!) – Genehmigung sollte der Launch beschlossene Sache sein und Überraschungen seitens der Geschäftsführung ausgeschlossen werden. In Einzelfällen kann es auch nach der finalen Freigabe noch zu Problemen und Verzögerungen kommen, doch diese lassen sich durch selbstbewusste Social Media Manager und ein eingespieltes Redaktionsteam minimieren oder gleich ganz vermeiden. Wenn Team und Leiter zusammenstehen, können sie finale Bedenken – auf Grundlage der Freigabe – ausräumen und abschmettern.
CMS-Check – Auch wenn das Content Management System in den Wochen vor dem Launch hoffentlich auf Herz und Nieren getestet wurde, kann ein letzter gründlicher Check der technischen Basis nicht schaden. Selbst wenn dieser nur der psychologischen Beruhigung – nicht zuletzt der verantwortlichen Mitarbeiter – dient, erfüllt er einen wichtigen Zweck. Zudem kann es durchaus vorkommen, dass hier letzte Feinheiten und Details sichtbar werden. Sollte dies der Fall sein, stellt sich nur eine Frage: Können die Details im laufenden Betrieb behoben und ausgebügelt werden oder sind sie so schwerwiegend, dass der Launch verschoben werden muss? Letzteres sollte bei einer gründlichen Vorbereitung nicht vorkommen.
Text- und Bildprüfung – Nach der technischen Basis sollte auch der Content einer letzten Prüfung unterzogen werden. Bilder und Texte durchlaufen dabei einen letzten Check, der nicht nur Rechtschreibung und optischer Wirkung, sondern auch Botschaft und Verständlichkeit gelten sollte. Auch hier gilt: Im Idealfall dient diese Prüfung lediglich der psychologischen Beruhigung aller Beteiligten. Tauchen jedoch Fehler und Probleme auf, die sich nicht ohne weiteres beheben lassen, kann es schnell kritisch werden.
Sharing Plan – Neben dem Blog selbst sollten Sie in den letzten Schritten auch das Sharing und die geplante Kommunikation in den sozialen Netzwerken nochmals durchspielen. Welche Beiträge erscheinen in welchen Netzwerken, wer ist für welche Plattform zuständig und welcher Call to Action soll übermittelt werden? Diese Fragen mögen trivial erscheinen, sie nochmals zu besprechen bietet den Mitgliedern des Redaktionsteams jedoch Gelegenheit, die anstehenden Aufgaben zu reflektieren und letzte Fragen zu stellen. Für einen erfolgreichen Start ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Aufgabenverteilung – Entscheidend für die Sicherheit der Mitarbeiter ist vor allem eine klare Aufgabenverteilung. Die optimale Vorbereitung umfasst daher auch Check- und Aufgabenlisten für alle Bereiche und Mitarbeiter. Es sollte darüberhinaus klar sein, wer einspringt, wenn einzelne Mitarbeiter ausfallen oder durch Notfälle in anderen Bereichen zeitlich gebunden sind. So vermeiden Sie Hektik und Unsicherheit und können einen reibungslosen Launch auch unter widrigen Bedingungen, die immer unvorhergesehen auftreten, sicherstellen.
Monitoring und Moderation – Auch die letzte Prüfung der geplanten Monitoringmaßnahmen und die finale Einweisung aller Moderatoren sollte Teil Ihrer Launchvorbereitung sein. Sind die notwendigen Tools entsprechend konfiguriert? Weiß jeder Mitarbeiter, welches Netzwerk er wann im Auge haben sollte? Ist klar, welche Erwartungen vorhanden sind und wie reagiert wird, wenn Probleme auftreten? Sind alle Mitarbeiter mit den Workflows vertraut und wissen, welche Informationen sie intern an wen weitergeben sollen? Sind diese Fragen beantwortet, kann der Launch im Nachhinein solide ausgewertet und die Ergebnisse für die Verbesserung der Kommunikation genutzt werden.
Offline Kommunikation – Auch wenn dieser Punkt das Redaktions- und Blogteam nur am Rande betrifft, sollte er Teil der finalen Vorbereitung sein. Der Launch des Blogs sollte natürlich auch auf den traditionellen Offlinekanälen des Unternehmens kommuniziert werden und so auch Kunden und Geschäftspartner erreichen, die sonst nur wenig oder kein Interesse an Blogs haben. Schritt Nummer vier besteht daher darin, nochmals Kontakt mit der Presse- und Kommunikationsabteilung – die oft leider vom Redaktionsteam getrennt ist – aufzunehmen und die geplante Kommunikation detailliert durchzugehen. Das mag die Kollegen zwar nerven, Sie können dann jedoch sicher sein, dass der Launch auf allen Kanälen wir geplant kommuniziert wird und die höchstmögliche Aufmerksamkeit erhält.
Zeitliche Abstimmung – Dieser Schritt betrifft in erster Linie die verantwortlichen Mitarbeiter, denen die Koordination des Blog-Projektes obliegt. Sie sollten sich die Mühe machen den geplanten Launch chronologisch Schritt für Schritt durchzugehen und das Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen zu prüfen. Ein Schwerpunkt sollte hier auf der Visualisierung möglicher Probleme und Hürden liegen, zu denen dann die passenden Gegenmaßnahmen und Lösungen erarbeitet werden können. Mit einer guten Vorbereitung sollte diese Erarbeitung allerdings nur noch aus einem Griff in eine Schublade bestehen, in der die entsprechenden Pläne bereits fertig bereitliegen.
Krisenkommunikation – Der vorletzte Schritt der Launchvorbereitung betrifft wieder das gesamte Team. Hier sollten die – bereits komplett vorbereiteten (!) – Krisenkommunikationspläne durchgespielt werden. Alle Redaktions- und Teammitglieder müssen wissen, wie sie auf Kritik, Trolle, Störungen und Probleme reagieren können. Dazu gehört auch, die internen Ansprechpartner und Kommunikationswege für bestimmte Themen klar zu benennen und Antwortschablonen für vorhersehbar kritische Themen zu bereitzustellen. Alle Eventualitäten lassen sich damit zwar nicht abdecken, eine solide Krisenplanung gibt den Mitarbeitern jedoch die notwendigen Tools an die Hand, um mit Problemen richtig umgehen zu können.
Brainstorming – Der letzte Schritt besteht aus einer scheinbar einfachen Frage: “Haben wir etwas vergessen?” Auch wenn diese Fragen in den Wochen vor dem Launch vermutlich dutzendfach gestellt und immer wieder beantwortet wurde, sollte sie im Team eine letztes Mal diskutiert werden. Erst wenn beim gemeinsamen Brainstorming absolut keine Defizite und Fehler mehr gefunden werden, können alle Beteiligten beruhigt an den Launch gehen und sich auf den Start freuen. Die daraus resultierende Zuversicht und Sicherheit überträgt sich dann auch auf die Kommunikation und bildet eine wichtige Basis für den Start des Blogs.