Brainfood-Nuesse-Goji-Birne
Du bist, was du isst. Die Erkenntnis ist so alt wie das Bedürfnis, mit Nahrung und einzelnen Substanzen die eigene Leistungsfähigkeit zu pimpen. Die Pharmaindustrie reagiert darauf mit Wunderpillen; die Nahrungsmittelindustrie wiederum verkauft Wasser mit Sauerstoff, Joghurts mit Superbakterien und Fruchtsäfte mit allerlei Vitaminen plus X. Wer's glaubt... Dabei gibt es ganz natürliche Fitmacher für Kopf und Körper, natürliches Brainfood. Allen voran: Wasser. Flüssigkeitsmangel kann erwiesenermaßen zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsmangel führen. Daher sollten wir tagsüber regelmäßig und viel trinken. Aber es gibt noch mehr Ernährungstipps...

Brainfood: Essen fürs Gehirn

Brainfood DefinitionWer nach einer griffigen Definition von Brainfood im Netz schaut, trifft vor allem auf etliche Brainfood Rezepte der einschlägigen Ernährungsseiten.

Aber mit einigen wenigen Sprachkenntnissen kommt man hier auch schon weiter: Brainfood kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt Gehirnfutter, Essen fürs Gehirn. Das Urban Dictionary definiert Brainfood folgendermaßen:

  1. Nahrung, die die Funktion des Gehirns mutmaßlich verbessern soll.
  2. Nahrung, die vom Aussehen her dem Gehirn ähnelt.

Letztere Bedeutungsweise ist deutlich seltener zu vernehmen, wird allerdings gerne herangezogen, wenn die Vorzüge von Walnüssen gepriesen werden. Die sehen in der Tat rein optisch wie Gehirnhälften aus und auch sollen die Denkleistung entsprechend verstärken.

Brainfood statt Fastfood könnte also die Devise lauten. Oder iss dich schlau - denn nicht weniger als das wird von Brainfood erwartet: Dass wir durch die richtigen Lebensmittel Defizite ausgleichen und gewissermaßen den intellektuellen Turbo anschmeißen.

Ernährungsexperten sehen das allerdings deutlich gelassener: Ja, mit der richtigen Ernährung kann man die Bedingungen dafür schaffen, dass das Gehirn optimal funktionieren kann. Aber: Nur aufgrund gesunder Nahrungsmittel wird keiner zum Einstein.

Auch haben sich lange gewisse Mythen gehalten, in Klausuren hatte fast jeder so ein kleines weißes Päckchen vor sich auf dem Tisch, was Wunder wirken sollte...

Brainfood: Traubenzucker reicht nicht

Brainfood Lebensmittel Brainfood FrühstückUnser Gehirn verbraucht mehr als 20 Prozent des täglichen Energiebedarfs. Der wichtigste Energielieferant dabei ist Zucker. Manche greifen deshalb auf Traubenzucker-Happen oder Schokolade zurück, wenn sie in ein Leistungsloch fallen.

Tatsächlich wirkt der Zucker auch, aber eben nur kurz. Traubenzuckerplättchen geben uns zwar einen besonders schnellen Kick, der hält aber gerade mal 20 Minuten an. Danach sacken wir erst recht in ein Loch - ähnlich wie bei einem starken Kaffee. Auch der bringt nur kurzfristigen Schub.

Besser wirken komplexe Kohlenhydrate, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und pflanzliche Eiweiße, wie sie etwa in Vollkornbrot, Gemüse, Nüssen und Obst vorkommen. Sie sorgen für eine gleichmäßige Energieversorgung der Oberstube.

3 empfehlenswerte Brainfood-Snacks

Die folgenden drei Snacks machen zwar nicht unbedingt schlauer, sie wirken aber einem Leistungsloch entgegen und bringen unser Gehirn wieder auf Touren:

  1. Nüsse

    Sie sind erstklassige Energie- und Eiweißlieferanten. Obendrein enthalten sie wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken können. Ob Sie nun Walnüsse, Mandeln oder Cashewkerne lieber mögen: Allesamt fördern sie die die Bildung des Botenstoffes Serotonin. Und der hebt sogar die Stimmung.

  2. Goji-Beeren

    Sie gelten als Superfood, weil sie neben 19 Aminosäuren, 21 Spurenelementen und Eiweiß auch noch zahllose Vitamine (C, B, E) enthalten. Obendrein wirken sie antibakteriell, stärken das Immunsystem und verlangsamen den Alterungsprozess der Zellen. Ein paar Beeren am Tag (bis zu drei Esslöffel) reichen schon.

  3. Birnen

    Sie sind Nervennahrung pur. Sie liefern dem Körper nicht nur die Vitamine A, B und C sowie einige Spurenelemente, sondern enthalten auch noch kaum Fett- oder Fruchtsäuren. Das ist bei gerade mal 55 Kalorien pro 100 Gramm auch noch gut für die Figur. Zudem wird ihnen nachgesagt, Verdauungsstörungen aller Art entgegen zu wirken.

Das genannte Gehirnfutter kann eines aber nicht: Eine ansonsten ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung und leichten Ausdauersport ersetzen. Denn auch diese sind für unseren Körper und Geist wichtig, um beide fit zu halten.

Und falls Sie gerade keinen dieser leckeren Snacks zur Hand haben - auch kein Problem. Dann trinken Sie wenigstens viel Wasser. Unser Gehirn ist ein erstaunlicher Apparat, der vorübergehend auch mit wenig Zucker auskommt. Nur zu wenig Wasser, das können die grauen Zellen nicht.

Brainfood Rezepte: Power zum Frühstück

Brainfood RezepteZwei ganz simple, aber dennoch gesunde und leckere Rezepte hätten wir hier für Sie zum Frühstück.

  • Joghurt mit Apfel und Mandeln:

    • ein Apfel
    • vier Esslöffel ungesüßten Naturjoghurt
    • zehn Mandeln und
    • einen Schuss Ahornsirup

Sie schneiden den Apfel in kleine Stücke. Dann werden die Mandeln grob gehackt und zusammen mit dem Joghurt über den Apfel gegeben. Gekrönt wird das Ganze mit einem Schuss Ahornsirup.

  • Vollkorntoast mit Banane:

    • vier Scheiben Vollkorntoast
    • eine Banane
    • ein Esslöffel Haselnusskerne
    • zwei Esslöffel griechischen Sahnejoghurt und
    • zwei Teelöffel flüssigen Honig

Sie schälen die Banane und schneiden sie in Scheiben. Dann bestreichen Sie die Vollkorntoasts mit je einem halben Esslöffel zehnprozentigen griechischen Sahnejoghurt. Zwei der Toastscheiben belegen Sie mit Bananenscheiben, geben jeweils zwei Teelöffel des Honigs darüber und bestreuen anschließend mit gehackten Haselnusskernen. Die beiden restlichen Vollkorntoasts klappen Sie drauf, so dass ein leckerer Doppeldecker entsteht.

Guten Appetit!

Brainfood: Mehr als Nüsschen und Obst

Sind Sie schon auf den Geschmack gekommen? Gut. Denn Brainfood ist mehr als nur ein paar Nüsschen und Obst zu essen. Es gibt eine Reihe weiterer Power-Lebensmittel, deren positiver Einfluss auf den menschlichen Organismus unumstritten ist.

Das Schöne daran: Viele dieser Nahrungsmittel widersprechen dem lange propagierten Ideal vom fettfreien Lebensmittel, was andersherum etliche Menschen mit Askese und Verzicht in Verbindung bringen. Lange Zeit war man etwas undifferenziert der Meinung: Fett macht fett!

Dabei ist Fett längst nicht nur ein Geschmacksträger. Mittlerweile weiß man: Es gibt gute und schlechte Fette, zu den guten gehören Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren. Besonders gut sind hier die Omega-3-Fettsäuren, sie sind wichtig für die Funktion der Nervenzellmembranen. Dort findet die Informationsübertragung und –speicherung statt.

Ihnen werden geradezu phänomenale Wirkweisen nachgesagt - so sollen sie unter anderem das Alzheimer- und Demenzrisiko mindern. Enthalten sind diese Fettsäuren vor allem in fettreichen Fischsorten wie Lachs und Thunfisch. Auch Öle wie beispielsweise Kokusnussöl werden als Brainfood fürs Gehirn gesehen. Gleichzeitig soll es freie Radikale reduzieren, die sich nachteilig auf Gehirnzellen auswirken.

Nebendem gibt es eine Reihe weiterer Brainfoods:

  • Soja

    Ist reich an Eisen. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Gehirnfunktion aus, denn Eisenmangel kann das Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeitsspannen und die Lernfähigkeit beeinträchtigen. Tofu und Brainfood aus Soja hingegen stärkt die Erinnerung und verbessert die kognitiven Fähigkeiten.

  • Chia-Samen

    Sie enthalten einen besonders hohen Anteil an Nährstoffen. Dazu gehören Mineralstoffe, Vitamine, Proteine und Ballaststoffe. Sie lassen sich wie Leinensamen in verschiedene Gerichte wie Müslis beimischen. Oder aber Sie nehmen sie als Gel/Pudding zu sich: Nehmen Sie dazu eine halbe Tasse Chia-Samen und vermischen sie mit drei Tassen Wasser. Nach zwei Stunden quellen lassen können Sie das Gel beispielsweise mit Obst zu einem energiespendenden Obstsalat herrichten.

  • Eier

    Nicht unbedingt in der Spiegeleivariante, aber prinzipiell sind Eier regelrechte Allrounder. Eier enthalten Cholin, welches die Hirnfunktionen unterstützt. Auch das häufig verteufelte Cholesterin hat durchaus positive Eigenschaften: Es unterstützt die Bildung von Gehirnzellen und stärkt sowohl die Zellen als auch die Zellstrukturen. Darüber hinaus enthalten Eier diverse Antioxidantien, Eiweiß und gesunde Fette, die allesamt zum Schutz des Gehirns beitragen.

  • Grünzeug

    Schon Popeye wusste: Spinat ist gesund! Sowohl Spinat als auch Grünkohl enthält Vitamin A, C und K. Sie tragen dazu bei, die Gehirnfunktionen zu verbessern und freie Radikale abzuwehren. Ebenfalls in großer Menge enthalten sind Folat und Lutein, Kalium und Eisen. All das trägt dazu bei, die Gehirnfunktionen zu verbessern und das Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen.

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