Mit der Bologna-Reform sollte alles besser werden: Bachelor nach sechs Semestern, den Master nach weiteren vier. Schöner Plan. Nur leider akademische Theorie. Tatsächlich brauchen drei von fünf deutschen Studenten länger bis zum Abschluss, als es die Regelstudienzeit vorsieht, hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Allerdings gibt es noch ein paar Unterschiede zwischen Bachelor- und Masterstudiengängen: Während rund 60 Prozent der Bachelors das Studium in Regelstudienzeit abschließen, sind es bei den Masterstudiengängen nur rund 48 Prozent.

Obendrein variieren die Studienzeiten auch noch regional: Am schnellsten studieren die Studenten im Saarland – 54 Prozent der Absolventen beenden ihr Erst-, Zweit- oder Masterstudium innerhalb der Regelstudienzeit. Auch in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bremen sind die Studenten fix. Ganz anders in Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz: Hier brauchen die Studierenden meist wesentlich länger. Das gilt im Übrigen auch für Informatiker (47 Prozent), Maschinenbauer (49 Prozent) und Elektrotechniker (50 Prozent), die ebenfalls zu Bummelstudenten gehören und von denen nicht einmal jeder Zweite das Studium in Planzeit schaffen.

Übersichtlich zusammengfasst ist das in einer Infografik, auf die ich jetzt von Lecturio aufmerksam gemacht wurde. Das Positive daran: 75 Prozent beenden ihr Studium erfolgreich…