Ähnlich wie Xing legt auch LinkedIn als soziales Netzwerk den Schwerpunkt auf Kommunikation und Vernetzung im beruflichen Bereich. LinkedIn ist mit – nach eigenen Angaben – weltweit über 175 Millionen Mitgliedern jedoch eindeutig der Platzhirsch in diesem Bereich. Die LinkedIn-iPad-App war bisher nur für US-amerikanische LinkedIn-Nutzer zugänglich. Doch gestern hat das Unternehmen die Applikation für mehrere europäische Appstores freigeben, darunter auch den deutschen iOS-Appstore und Google Play. Wir haben uns für Sie angeschaut, was die Applikation alles kann.

Die technischen Daten nehmen wir gleich vorweg: Die Applikation ist kostenlos sowohl in Google Play als auch im iOS-Appstore verfügbar und ist auf beiden Betriebssystemen für den Einsatz auf Smartphone und Tablet ausgelegt. Die Optik erinnert ein wenig an eine Mischung aus Facebook und Google+. Rein funktional liegt die LinkedIn-App jedoch deutlich hinter den beiden anderen Applikationen zurück.

Daher lassen sich die Funktionen auch schnell zusammenfassen:

  • Lesen und versenden von Nachrichten
  • Posten von Statusupdates
  • Suche nach Personen und betrachten der Profile
  • Darstellung – nicht Bearbeitung – des eigenen Profils
  • Ansicht der News und Beiträge
  • Darstellung der Netzwerk-Aktivitäten
  • Synchronisierung der Termine und Kontakte (letztere nur auf iPhone und Android)
  • Darstellung von Unternehmen, Stellenanzeigen und Gruppen (nicht auf allen Geräten)

Sie sehen, die Feature-Liste ist überschaubar. Dazu kommt, dass der Funktionsumfang auf iPhone und Android größer ist als auf dem iPad. Zur Verdeutlichung hier zwei Screenshots der Homescreens, links auf dem Nexus 7, rechts auf dem iPad.

Die Gruppen, Stellenanzeigen und empfohlenen Unternehmen sind auf dem iPad schlicht nicht vorhandenen. Der Grund für diese Funktionseinschränkung ist uns völlig unklar, vor allem da die Android-App auch auf dem Nexus 7 einem – zugegeben etwas kleinerem – Tablet über alle Funktionen verfügt. Im Hands-on-Video sehen Sie eine weitere Schwäche der iOS-Applikation: Diese ist leider instabil und stürzt immer wieder ab, während die Android-App während unseres gesamten Tests keine Probleme bereitete.

Unser Fazit: Die LinkedIn-App eignet sich für die Kommunikation im Netzerk. Zu mehr ist vor allem die noch sehr instabile iPad-App leider nicht zu gebrauchen. Für ein ein so großes Netzwerk wie LinkedIn ist die App eine Enttäuschung. Wir hoffen auf Updates.