- Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
- Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
- Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
Artikel in "1-2-3-Tipps"
Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen
Drei Typen, die das perfekte Team braucht
- Das Gegenteil von Ihnen. Viele Unternehmen haben die Angewohnheit, Klone einzustellen. Die harmonieren dann zwar gut mit allen anderen, denken aber auch so. Effekt: Einheitsbrei und Mittelmaß. Wer Inspiration und Innovationen sucht, braucht Diversität – in Denken, Kultur, Erfahrung.
- Den analytischen Realisten. Bei aller Kreativität – Sie brauchen immer auch einen Pragmatiker, der sich auf das Machbare konzentriert. Aber mit viel gutem Willen. Er prüft: Was ist nötig, um die Idee umzusetzen? Was würde es kosten? Welche Schritte müssten unternommen werden und in welcher Reihenfolge?
- Einen leidenschaftlichen Verkäufer. Was nutzt die beste Lösung, wenn Sie damit hinterher keinen begeistern können – allen voran die Geschäftsführung? Die Kunden später aber auch. So ein Promoter hilft zudem die Stimmung im Team aufrecht zu halten, wenn die Zweifel überhand nehmen.
Drei Dinge, die Sie über Produktivität noch nicht wussten
- Nachahmen. Es gibt einen ebenso skurrilen wie effizienten Weg, seine Leistungen zu verbessern: Finden Sie jemanden, der produktiv ist – und denken Sie, Sie seien genauso. Zu dem Ergebnis kommen Untersuchungen des Psychologen Jochim Hansen von der Universität Basel. Es ist wie beim sogenannten Rajkov-Effekt. Vladimir Rajkov entdeckte die Methode des „geborgten Genies“: Dazu versetzte er seine Probanden in einen Zustand der Tiefenhypnose und suggerierte ihnen, sie seien ein herausragender Kopf der Geschichte. Prompt waren sie in diesem Zustand in der Lage, annäherungsweise deren Fertigkeiten zu entwickeln.
- Automatisieren. Zeitmanagement, Prioritäten setzen, organisieren, strukturieren – alles gut und richtig. Doch davon wird der Tag auch nicht länger. Was wirklich hilft, die Dinge geregelt zu kriegen (insbesondere wenn es täglich viele sind): Automatisieren und ritualisieren Sie so viele Prozesse wie möglich. Der Trick dabei ist, so Roy Baumeister, dass Sie dabei Energie sparen, die Sie für andere Aufgaben verwenden können, statt sich damit vom Prokrastinieren (zu deutsch: Aufschieben) abzuhalten.
- Betrügen. Und zwar sich selbst. So zeigt eine phantastische Studie der Columbia Universität, dass es schon reicht, sich vorzustellen, man komme seinem Ziel näher – selbst wenn dieser Fortschritt eine einzige Illusion ist. Es ist wie beim Sex: Je näher man dem Ziel kommt, desto mehr strengt man sich an. In der Wissenschaft ist dies auch bekannt als Goal-Gradient-Effekt. Entdeckt hat den der Verhaltensforscher Clark Hull 1932. Und ob bewusst oder nicht, viele machen ihn sich zunutze: Etwa Chefs, indem sie ihren Mitarbeitern kürzere Deadlines setzen und sie so zusätzlich anspornen.
1-2-3-Tipps, Job
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Diese 3 Rückfragen sollten Sie in jedem Bewerbungsgespräch stellen
- Warum ist diese Stelle frei? Ein Wolf im Schafspelz: Wurde die Position neu geschaffen, können Sie gleich anschließen: Warum? Wächst das Unternehmen, der Bereich, konnte das Team die Arbeit nicht mehr bewältigen (Stressalarm!)? Ist sie dagegen schon länger vakant, fragen Sie, warum der geeignete Kandidat noch nicht gefunden wurde. Womöglich wollen Sie es auch nicht sein.
- Was ist (aus Ihrer Sicht) die größte Herausforderung auf dieser Position? Erstes Plus: Die Frage signalisiert, dass Sie sich bereits inhaltlich mit dem Job beschäftigen und lösungsorientiert engagieren. Zweites Plus: Sie erfahren von möglichen Schwachstellen (zwischen den Zeilen lesen!) und ob Ihre Fähigkeiten tatsächlich auf die Stelle passen.
- Wie werden meine Leistungen gemessen? Und von wem? Die Frage ist, zugegeben, etwas tricky. Aber in vielen Jobs sind heute variable Gehaltsanteile völlig üblich. Die sind meist an Ziele geknüpft – und ob Sie diese erreicht haben, muss irgendwer beurteilen. Mit der Frage vermeiden Sie also nicht nur künftigen Frust – Sie entlarven auch den potenziellen Willkürfaktor bei diesem Arbeitgeber.
Schreiben Sie einen besseren tabellarischen Lebenslauf mit der A.H.A.-Technik
- Aufgabe. Nachdem Sie links im Lebenslauf den Zeitraum angegeben haben, beschreiben Sie rechts in knappen Worten, welche Herausforderung, welches Projekt Sie meistern mussten.
- Handlung. Fassen Sie zusammen, wie Sie dabei vorgegangen sind, um das Problem zu lösen: Was waren Ihre konkreten Maßnahmen? Wichtig: Die Punkte sollten zum neuen Job passen.
- Abschluss. Versuchen Sie das Resultat zu quantifizieren: Um wie viel Prozent stieg dadurch der Umsatz, verbesserten sich Produktivität, Image, Kundenzufriedenheit?
Drei Verhaltensweisen für Kollegen, die plötzlich Chefs Liebling sind
- Diskret bleiben. Auch wenn Sie gerade in der Gunst des Chefs stehen, sollten Sie Vertrauliches für sich behalten – vor allem das, was Sie über Kollegen wissen. Sie mutieren sonst schnell vom Favoriten zum Verräter. Gilt auch umgekehrt: Herrschaftswissen, das Sie aufgrund Ihrer Nähe erlangen, dürfen Sie nie ausplaudern. Vertrauenstest!
- Kollegial bleiben. Bisher haben Sie sich locker mit den Kollegen in der Kaffeeküche getroffen, auf dem Flur mit der Assistentin gequatscht? Machen damit weiter! An diesen Stellen beginnt das, was Kollegen beobachten, wenn sie sagen: “Der hebt ab.” Bleiben Sie freundlich, bescheiden und prahlen Sie nicht mit dem Kontakt zum Boss. Favoriten wechseln schneller als Kollegen.
- Vernetzt bleiben. Günstlinge stehen stets in der Gefahr, sich ihrer Sache zu gewiss zu sein. Dabei sind sie nur Chefs Liebling. Und wechselt der Boss, verändert sich meist auch der Hofstaat. Pflegen Sie also auch weiterhin Kontakte über den Chef hinaus. Suchen Sie sich weitere Mentoren. Vor allem: Überzeugen Sie durch Leistungen!
1-2-3-Tipps, Job
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Drei Qualitäten, die jeder Personaler an Bewerbern sucht – aber nie darüber spricht
- Integrität. Zugegeben, ein inflationärer Begriff. Aber die vielleicht wichtigste und gefragteste Eigenschaft überhaupt. Sie beginnt damit, ehrlich zu sich selbst zu sein und endet in der Aufrichtigkeit gegenüber anderen. Solche Mitarbeiter sind unbedingt loyal (solange sie für einen arbeiten), reden danach aber auch nie schlecht über den Job. Kurz: Sie sind nicht link, und man kann sich jederzeit auf sie verlassen.
- Sympathie. Auch wenn es keiner zugibt: Am Ende gibt sie den Ausschlag. Nicht der beeindruckende Lebenslauf, die Superzeugnisse, die Topnoten. Wer einen neuen Mitarbeiter einstellt, sucht mehrheitlich seinesgleichen. Menschen, die zum Team passen und Freundlichkeit ausstrahlen. Persönlichkeiten mit Herz; Typen, mit denen man ein Bier trinken würde. Die Quergeister braucht man zwar auch, besser sie sind auch sympathisch.
- Courage. Ein altes Wort, das für mehr steht als Mut. Solche Mitarbeiter sind nicht nur bereit, Risiken einzugehen – sie suchen nach Herausforderungen. Und treiben damit den Laden voran. Sicher, sie werden zwangsläufig auch Fehler machen. Aber sie sind auch so couragiert, das zuzugeben und weiterzumachen. Ebenso Missstände ehrlich zu benennen. Sie haben aber auch die innere Stärke, diese zu beheben.
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