Artikel in "1-2-3-Tipps"

Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Wie Sie als Bewerber im Vorstellungsgespräch gleich Eindruck machen

  1. Komplimente. Aber bitte nie persönlich werden oder gar das scharfe Kostüm der Personalerin loben. Fatal! Allenfalls die Ausstattung der Büros, deren Architektur oder die Kunst an der Wand sollten Sie thematisieren – Sie kennen sich ja noch nicht. Warum das wirkt? Weil Sie ganz offenbar selbst unter Stress noch souverän und empathisch bleiben und obendrein den Smalltalk beherrschen. Und: Wer hört nicht gerne Komplimente? Nur ehrlich müssen Sie dabei sein!
  2. Anekdoten. Bevor es losgeht, erzählen Sie eine Geschichte. Der Klassiker: “Sie werden nicht glauben, was mir gerade auf dem Weg passiert ist…” Auch eine nette Erkenntnis aus einem Buch, das Sie gerade lesen, funktioniert. Warum das wirkt? Weil das alle entspannt (auch nervöse Personaler) und die Atmosphäre auflockert. Extrapunkte gibt’s, wenn die Geschichte wie eine Parabel zur Firmenkultur passt. Nur kurz, echt und positiv muss die Anekdote sein.
  3. Fragen. Beginnen Sie selbst mit einem Interview: Wie geht es Ihnen? Hatten Sie auch eine gute Anreise? Jaja, der Verkehr… Wie lange machen Sie den Job schon? Bin ich heute eigentlich der erste Kandidat? … Oh, ich glaube, Sie wollten mir auch noch Fragen stellen? [Lächeln] Warum das wirkt? Überraschungseffekt. Für den Moment vertauschen Sie die Rollen, beweisen Chuzpe und Interesse. Und mit der Selbstironie am Schluss brechen Sie jedes Eis. Passt aber nicht bei jedem Typ.
Von Jochen Mai // 8 Kommentare

Die drei schlimmsten Fehler im Bewerbungsanschreiben

  1. Vager Abschluss. …deshalb hoffe ich, bald von Ihnen zu hören und verbleibe mit besten Grüßen… Wer so sein Bewerbungsschreiben abschließt, ist selber schuld, wenn er nichts mehr hört. Was für Blogs gilt, stimmt auch für Bewerbungen: Sie wollen eine Reaktion? Dann schließen Sie mit einem Call-to-action ab, zum Beispiel: “Ich werde mich in zehn Tagen wieder bei Ihnen melden, um mit Ihnen das weitere Verfahren zu besprechen. Oder Sie kommen mir zuvor.” Mutig, aber wirkungsvoll.
  2. Falsche Perspektive. Schreiben Sie keine lange Rechtfertigung, warum Sie sich bewerben oder dringend einen Job brauchen. Das will keiner wissen. Betrachten Sie Ihr Schreiben vielmehr aus der Sicht eines Personalers: Warum hat er in Ihnen die Bestbesetzung für die Stelle gefunden? Welchen Mehrwert können Sie leisten, den andere nicht bieten? Weshalb stellen Sie für die Unternehmenskultur eine Bereicherung dar und bringen zudem kräftig Elan und Enthusiasmus mit?
  3. Missachtete Formalien. Tippfehler? Ab mehr als zwei brauchen Sie die Bewerbung gar nicht mehr abzuschicken: durchgefallen. Gleiches gilt für den Fall, dass Sie die in der Stellenausschreibung explizit genannten Fertigkeiten nicht mal ansatzweise mitbringen: und tschüss! Genauso tödlich für die Jobaussichten: Unbegründete Lücken im Lebenslauf und die allgemeine Anrede “Sehr geehrte Damen und Herren” im Anschreiben. Recherchieren Sie vorher, wer Ihr Ansprechpartner ist!
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Alkoholfrei – Drei Tipps gegen den Kater

  1. Wasser Der beste Tipp ist der simpelste: viel trinken! Aber nicht Alkohol, sondern natriumreiches Wasser ohne Kohlensäure. Ein Glas pro Stunde ist ideal. Denn Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. Falsch: viel Kaffee am Katermorgen. Der entwässert ebenfalls. Besser sind Fruchtsäfte und eine Gemüsebrühe – die geben dem Körper Mineralien zurück. Absolut tabu: der erneute Griff zum Alkohol. Der dimmt nur Symptome.
  2. Honig Der enthält Friktose – und die hilft anders als Zucker, Alkohol abzubauen. Alternativ gehen auch Tomatensaft, Salzstangen, Rollmöpse, Essiggurken. Vorsicht dagegen mit Medikamenten! Viele stehen auf den Blutverdünner Aspirin vor dem Schlafengehen. Hilft, ist aber nicht gesund. Noch gefährlicher: Paracetamol mit Alkohol. Kann Leberschäden verursachen.
  3. Sauerstoff Ein Spaziergang an der frischen Luft bringt nicht nur der Kreislauf in Schwung, sondern versorgt den Körper mit Sauerstoff. Alternative: Schneeschippen. Der Kältereiz lindert zudem Kopfschmerzen. Extra-Tipp: Danach Stirn, Schläfen und Nacken mit Pfefferminzöl massieren und auf der Couch eine halbe Stunde ausruhen. Erfrischt und entspannt.
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Drei Tipps wie Neujahrsvorsätze gelingen

  1. Weniger vornehmen. Vergessen Sie alle spontanen Ideen vom Typ Nächstes-Jahr-werde-ich-Abteilungsleiter – bringt nichts! Damit Neujahrsvorsätze Realität werden, müssen sie realistisch und überschaubar sein. Die Kunst ist, ein großes Ziel in Etappen zu zerlegen. Aus der Motivationsforschung ist bekannt, dass Menschen ihr Ziel mit mehr Elan verfolgen, je näher sie ihm kommen. Also planen Sie so greifbar wie möglich.
  2. Konkret formulieren. “Ich will abnehmen” ist kein konkretes Ziel. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag auf den Nachtisch zu verzichten schon. Fassen Sie Ihren Plan also so detailliert wie möglich – und beginnen Sie sofort mit dessen Umsetzung. Denn vergehen bis dahin mehr als 72 Stunden – so lautet eine gleichnamige Regel – bleibt der Vorsatz nur Theorie.
  3. Spaß behalten. Gute Vorsätze müssen immer auch Spaß machen. Sparsamer zu werden, weckt keine Ambitionen. Jeden Monat 100 Euro zur Seite zu legen, um mit dem Gesparten einen Traumurlaub zu finanzieren, schon eher. Jede Veränderung, die Ihnen gelingt, ist ein Schritt vorwärts, für das Sie sich belohnen sollten. Sonst laufen Sie Gefahr, aus Frust und bei ersten Rückschlägen aufzugeben.
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Bessere Weihnachtsgrüße: Drei Tipps wie Weihnachtskarten gelingen

  1. Für Freunde: An der Schwelle zum neuen Jahr möchte ich Dir und Deiner Familie von Herzen die besten Wünsche schicken. Möge Dir und Deinen Lieben das neue Jahr viel Freude bringen. Mit weihnachtlichen Grüßen Dein…
    Zu Weihnachten wünsche ich Euch angenehme Mußestunden und viele neue Ideen für das kommende Jahr Viele Grüße nach…
    Jetzt wünsche ich Dir von Herzen ein heiteres Weihnachtsfest sowie viel Zuversicht und Energie für das kommende Jahr. Mit großem Dank für die gute Freudschaft…
  2. Für Mitarbeiter: Deshalb möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für Ihren Einsatz in diesem Jahr bedanken und hoffe weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich geruhsame Feiertage.
    Dass wir im vergangenen Jahr so erfolgreich waren, liegt auch an Ihnen! Dafür möchte ich mich ganz persönlich bei Ihnen bedanken. Ich hoffe, dass Sie sich an den kommenden Weihnachtstagen ganz Ihrer Familie widmen können und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!
    Daher: Genießen Sie die Festtage und verbringen Sie harmonische und erholsame Tage im Kreis Ihrer Lieben. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen im neuen Jahr die nächsten Herausforderungen zu meistern!
  3. Für Geschäftspartner: Zum Ende des Jahres möchte ich Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen sowie für unsere harmonische Zusammenarbeit danken. Ihnen und Ihren Mitarbeitern wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest, kommen Sie gut ins neue Jahr!
    Für ein weiteres Jahr vertrauensvoller Partnerschaft danke ich Ihnen herzlich. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr. Gesegnete Weihnachten wünscht Ihnen…
    Am Jahresende möchte ich Ihnen für die gute Zusammenarbeit danken und besinnliche Weihnachtstage wünschen. Ich hoffe, Sie können sich in den nächsten Tagen erholen, und ich freue mich auf die Fortsetzung unserer Geschäftsbeziehung im neuen Jahr!
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Was würde wohl … zu Ihrer Bewerbung sagen?

  1. Steve Jobs: Viel zu kompliziert! Mach es einfacher, schlichter, intuitiver. Das geht schon beim Design los: Verwende nur eine Schrift, konzentriere dich aufs Wesentliche und strukturiere dafür stärker.
  2. Martin Luther King: Du erzählst mir keine Geschichte! Das liest sich alles viel zu statisch, keine Emotionen. Erzähl mir deinen Traum: Warum willst du diesen Job? Wo führt er dich hin? Warum bist du der beste dafür?
  3. Richard Branson: Trau dich! Und: Trau dir mehr zu! Jeder wächst mit seinen Aufgaben. Also hab den Mut, deine Zukunft größer zu denken, auch anspruchsvollere Jobs. Und wenn Absagen kommen: Mach weiter!
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Drei Verhaltensweisen, wie Sie wichtiger wirken, als Sie sind. Vielleicht.

  1. Seien Sie unpünktlich. Unpünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige, lautet ein Bonmot. Und es stimmt: Wenn das Meeting nicht startet, solange Sie nicht dabei sind, haben Sie Ihre Unentbehrlichkeit endlich dokumentiert. Ihre Arroganz allerdings auch.
  2. Ventilieren Sie Namen. Namedropping heißt das im Fachjargon und hilft besonders, wenn Sie den Mangel eigener Kompetenz oder Reputation durch geliehene Prominenz und das Zitieren von Koryphäen kaschieren. Dumm nur, dass das bald allen bewusst wird.
  3. Sprechen Sie laut. Wer schreit, hat es nötig. Aber andere einfach mittels Lautstärke in Grund und Boden zu reden – das schaffen nur Alpha-Tiere. Auch in Kantinen und Kaffeeküchen: Hauptsache, Sie erzählen Ihre Geschichte so hörbar, dass sie auch jeder mitbekommt. Und davon genervt ist. Gewaltig.
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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen