Wie leicht ist es eigentlich in Deutschland ein Unternehmen zu gründen? Die Antwort ist meist subjektiv: Wer damit Erfolg hat, wird wenig Verständnis für all jene haben, die sich mit überbordender Bürokratie, konservativen Kreditgebern und hohen Steuern rumschlagen müssen. Einen anderen Weg geht deshalb der internationale Index “Doing Business” und vergleicht schlichtweg objektiv messbare Kennziffern. Heraus kommt dabei ein Ranking der Länder, in denen das Gründen besonders einfach beziehungsweise besonders schwer fällt.
Im jüngsten Index von 2010 landet Deutschland auf Platz 25. Das ist nicht besonders rühmlich, aber auch nicht allzu schlecht – immerhin liegt der schlechteste Wert bei Rang 183 (Zentralafrikanische Republik). Zudem bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr einen Aufstieg um zwei Plätze.
Demnach dauert es hierzulande im Schnitt 18 Tage, um ein Startup hochzuziehen (der OECD-Durchschnitt liegt bei 13 Tagen). Was uns merklich das Gründerklima verhagelt, mehr →

Ein Freund von mir, Inhaber einer PR-Agentur, erzählte mir neulich von einem neuen Kunden, den er hätte: ein Internet-Startup für Maßkonfektion. Er sei begeistert, würde sich aber dafür interessieren, wie ich die Bude finde und ob ich nicht Lust auf einen Prokdukttest hätte. Also eine Art Mystery-E-Shopping. Ich hatte Lust – und schicke dies vorweg, um meine Empfehlung für Sie transparent zu machen. Denn in der Tat: Ich kann den neuen Service empfehlen.
Youtailor heißt das Berliner Unternehmen, das 2008 von der BFB Handels GmbH in Wien gegründet wurde. 2009 beteiligte sich die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (zu der auch die WirtschaftsWoche gehört, für die ich arbeite) zusammen mit den Gründern von MyPhotobook an dem Startup. mehr →
Es ist eines der Adrenalin-Highlights eines jeden Arbeitnehmers: der Gehaltspoker. Doch wer mit seinen Forderungen scheitert, sieht sich schon bald nach einem neuen Job um. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage österreichischen Jobbörse Karriere.at unter 548 Arbeitnehmern und 134 Arbeitgebern. So sagten die befragten Arbeitnehmer:
„Wenn meine Gehaltsverhandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, dann…
Es sind nur zwei unscheinbare Buchstaben – jedoch mit einer großen Wirkung: Egal, was und wie viel Sie in Ihrer Bewerbung geschrieben haben – ein PS: (steht für Postskriptum) wird immer gelesen.
Das Anhängsel stammt noch aus der Zeit der handgeschriebenen Briefe und ermöglichte dem Autor die Nachschrift eines wichtigen Teils, ohne dass dieser den ganzen Brief noch einmal abschreiben musste. In Zeiten von Textverarbeitungsprogrammen, Copy&Paste und E-Mails hat es jedoch ausgedient. Sollte man meinen. Stimmt aber nicht. Denn gerade deshalb erzeugt es enorme Aufmerksamkeit und bleibt im Gedächtnis haften – vorausgesetzt, Sie nutzen es, um etwas Originelles hinzu zu fügen.
Etwa: mehr →
Die meisten Stellenanzeigen legen besonderen Wert auf die Teamfähigkeit von Bewerbern. Da sollte man meinen, in den derart vorselektierten Betrieben ginge es rundherum kollegial zu – überall keimende Netzwerke, reibungslose Projektarbeit, inspirierende Meetings. Von wegen! Die Realität sieht oft anders aus und wird beherrscht von katastrophalen Teamstrukturen, notorischen Drückebergern und angeberischen Luftblasenproduzenten. Also haben sich die Autoren des Buchs “Ich hasse Teams“, Svenja Hofert und Thorsten Visbal, gefragt: Wie beliebt ist Teamarbeit tatsächlich in Deutschland?
Das Ergebnis ihrer Umfrage (pdf) ist zwar nicht repräsentativ, spricht aber eher für modernes Einzelkämpfertum und viele Teamhasser: Knapp die Hälfte der Befragten arbeitet effizienter alleine als im Team. Der durchschnittliche Teamhasser-Wert auf einer Skala von 1 (Einzelkämpfer) bis 10 (Teamliebhaber) betrug 5,4. Wobei Angestellte ohne Personalverantwortung die Teamarbeit mit 5,8 am positivsten bewerten. Sie arbeiten gern mit Kollegen, stören sich aber an den Nebenwirkungen (siehe Grafik): mehr →
Gib einem Menschen Macht, und du erkennst seinen wahren Charakter, lautet ein bekanntes Bonmot. Darin steckt sicher viel Wahrheit. Wahr ist aber auch, dass Macht selbst den Charakter eines Menschen verändern, ja sogar verderben kann. Es ist die Paradoxie der Macht, über die das Wall Street Journal kürzlich einen interessanten Artikel geschrieben hat.
Vor ein paar Jahren begann Dacher Keltner, ein Psychologie-Professor an der Universität von Kalifornien in Berkeley damit, Erstsemester auf dem Campus zu interviewen. Er gab ihnen eine Gratispizza aus und einen Fragebogen dazu, um herauszufinden, welche ersten Eindrücke sie von ihren Mitstudenten hatten. Am Ende des Semesters lud Keltner seine Probanden erneut zu frischen Pizzen und demselben Fragenbogen ein. Dabei zeigte sich: Jene Studenten, die inzwischen am oberen Ende der sozialen Hierarchie standen, also besonders mächtig und respektiert waren, waren zugleich auch jene, die als besonders beliebt und extrovertiert galten. Mit anderen Worten: Die nettesten Kommilitonen führten die Rangliste an. mehr →