Artikel in "Essay"

Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Rattenrennen – Warum es uns so schwer fällt, auszusteigen

Neulich las ich eine schöne Parabel, die mich zum Nachdenken gebracht hat: Stellen Sie sich eine Auktion vor. Jeder kann mitbieten. Jeweils in 1-Euro-Schritten. Doch hier ist der Clou: Der Sieger zahlt und bekommt das Objekt – wie üblich. Aber der Zweitplatzierte muss ebenfalls sein Höchstgebot bezahlen…

Nun werden Sie sagen: So ein Blödsinn! Eine solche Auktion hat überhaupt keinen Sinn. Oder Sie werden sagen, vor allem wenn Sie ein bisschen darüber nachgedacht haben: Eine solche Auktion kann nicht gut ausgehen, das gibt Mord und Totschlag. Weil sich beide Endbieter ein Duell bis zum bitteren Ende liefern werden, denn als Zweiter zahlt ja fast genauso viel, bekommt aber nichts. Und hier kommt der zweite Clou: Die Auktion ist eine Parabel für das Leben selbst. mehr

Essay, Job 4
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Bürokammerjäger – Wie Sie mit Schmarotzern und Nassauern im Job umgehen

Das Problem am Rattenrennen ist: Selbst wenn du gewinnst, bleibst du immer noch eine Ratte.

Von allen wunderlichen Lebensformen, die dieser Planet hervorgebracht hat, ist die wohl lästigste die des Parasiten. Nur Nacktschnecken sind vielleicht noch abstoßender. Leider nimmt die Natur oder Gottes Willen auf menschliche Billigung keine Rücksicht. Deshalb vermehren sich diese lausigen Kreationen immer weiter. Stechmücken zum Beispiel. Oder Zecken. Der Kuckuck genauso. Diktatoren. Casting-Shows. Deren Juroren. Klugscheißer. Bescheidwisser. Genauso-sehe-ich-das-auch-Sager… mehr

Essay, Job 1
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Eggs und Hopp – Die kuriosesten Osterbräuche aus aller Welt

Man ist sich da nicht sicher. Aber vermutet wird, dass das Wort Ostern auf eine germanische Fruchtbarkeitsgöttin namens Eostrae zurückgeht. Der zu deren Ehren wurde seinerzeit im Frühling ein Fest gefeiert. Heute gibt es dafür einen viel freudigeren Anlass (auch wenn um das Datum seit Jahrhunderten keine Einigkeit besteht): Mit Ostern feiern die Christen ihr höchstes Fest – die Auferstehung Jesu Christi. Das tun sie allerdings so unterschiedlich, dass sich dazu inzwischen weltweit zahlreiche, mitunter skurrile Osterbräuche gebildet haben. Und damit meine ich jetzt nicht bunte Eier oder den Osterhasen: Die einen bewerfen sich mit Eiern, andere peitschen sich mit Weidenruten und wieder andere kippen jungen Frauen Wassereimer über den Kopf. Wo Sie mit besonderen Bräuchen rechnen müssen… mehr

Von Jochen Mai // 32 Kommentare

In eigener Sache – Mein neuer Job bei…

Die Gerüchte kursieren ja schon länger, seit bekannt ist, dass ich meinen Job bei der WirtschaftsWoche gekündigt habe. Nach rund 13 Jahren war es Zeit, etwas Neues zu machen, das tut auch der persönlichen Entwicklung ganz gut. Schreib ich ja auch hier immer wieder. Trotzdem standen da natürlich immer diese Fragen im Raum: Wo gehst du hin? Machst du dich selbstständig? Bloggst du weiter?

Also gut, der Reihe nach: Ja, ich blogge weiter – hier auf der Karrierebibel und auch im neuen Job. Denn, nein, ich mache mich nicht selbstständig – ich werde nun ganz offiziell Social Media Manager bei Yello Strom in Köln. mehr

Essay, Job 32
Von Jochen Mai // 5 Kommentare

Fastfood – Die Wirkung von freundlichen Worten

Es war ein voller Vormittag. Und wie immer verging die Zeit wie im Flug. Ein paar Meetings, zahlreiche Mails und drei Telefonate später knurrte mein Magen lauter als Nachbars Lumpi. Mittagszeit. Schon wieder der halbe Tag rum! Und die andere Hälfte versprach genauso voll zu werden… Also nur ein schnelles Essen. Fastfood im Wortsinn. Oder Nahrungsaufnahme bestenfalls. In einem Wort: McDonalds. mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Blende gut, alles gut – In der Moderne bestimmt der Schein das Sein

Die Uniform eines Trödlers und ein paar zackige Bewegungen reichten für den Schuhmachersohn Wilhelm Voigt aus, um auf Beutezug zu gehen. Erst überzeugte er zehn Mann der Schwimmschulwache vom Plötzensee von seinem Hauptmannsrang, dann stürmte er mit ihnen das Rathaus von Köpenick, verhaftete den Bürgermeister, plünderte die Stadtkasse, wurde gefasst, verhaftet, verurteilt, begnadigt, berühmt, ging auf Tournee und schließlich in die Geschichte ein. Zu einigem Wohlstand brachte er es ebenfalls. Nicht schlecht für einen ausgebufften Schusterjungen, der in Wahrheit ein Hochstapler war! mehr

Essay, Job 3
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Geistige Flatrate – Sind Sie kommunikativ oder unterhaltsam?

Reden, reden, immer nur reden. Nie hat man seine Ruhe. Und als wären wir mit unseren Bürotelefonen nicht schon kommunikativ ausgelastet genug, klingelt, summt und vibriert es neuerdings rund um die Uhr in Jacken-, Hosen- und Schultertaschen – BlackBerry, Smart- und iPhone sei Dank. mehr

Essay, Job 2
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen