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	<title>karrierebibel.de &#187; Essay</title>
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		<title>In eigener Sache – Mein neuer Job bei…</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 12:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Gerüchte kursieren ja schon länger, seit bekannt ist, dass ich meinen Job bei der WirtschaftsWoche gekündigt habe. Nach rund 13 Jahren war es Zeit, etwas Neues zu machen, das tut auch der persönlichen Entwicklung ganz gut. Schreib ich ja auch hier immer wieder. Trotzdem standen da natürlich immer diese Fragen im Raum: Wo gehst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/11/autor_jochen.png" alt="" title="autor_jochen" width="100" class="alignright size-full wp-image-37554" />Die Gerüchte kursieren ja schon länger, <a href="http://karrierebibel.de/jobwechsel-in-eigener-sache/" target="_blank">seit bekannt ist</a>, dass ich meinen Job bei der WirtschaftsWoche gekündigt habe. Nach rund 13 Jahren war es Zeit, etwas Neues zu machen, das tut auch der persönlichen Entwicklung ganz gut. Schreib ich ja auch hier immer wieder. Trotzdem standen da natürlich immer diese Fragen im Raum: Wo gehst du hin? Machst du dich selbstständig? Bloggst du weiter?</p>
<p>Also gut, der Reihe nach: Ja, ich blogge weiter – hier auf der Karrierebibel und auch im neuen Job. Denn, nein, ich mache mich nicht selbstständig – ich werde nun ganz offiziell Social Media Manager bei <a href="http://yellostrom.de" target="_blank">Yello Strom</a> in Köln. <span id="more-37552"></span></p>
<p>Wat(t)… Yello Strom?</p>
<p><iframe width="268" height="200" class="alignright" src="http://www.youtube.com/embed/zEbB80jgPC0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>Ja genau: Gelb. Gut. Günstig… Die. Ein Unternehmen, das ich ehrlicherweise bis vor einigen Monaten auch noch nicht richtig auf dem Radar hatte. Aber völlig zu Unrecht. Die Energiebranche gilt ja im Allgemeinen als stockkonservativ und zuweilen zugeknöpfter als ein Banker. Sagen mir jedenfalls so einige immer wieder. Für einen Ex-Journalisten ein Kulturschock, sollte man meinen. Doch Tatsache ist: Ich habe selten ein so quirliges, offenes Unternehmen mit so durchweg netten und kreativen Kollegen erlebt wie Yello. Rheinländer eben. Oder besser gesagt: Kölner!</p>
<p><iframe width="268" height="200" class="alignleft" src="http://www.youtube.com/embed/bD-3zKNJOX8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>Den eigentlichen Reiz aber macht die besondere Herausforderung des Jobs aus: Schicke Sportsneakers, neue Aufputschbrausen, schnittige Sportflitzer und coole Lifestyleprodukte… so etwas in Social Media zu kommunizieren und damit Kunden zu begeistern, kann jeder. Aber Strom? Den kann man nicht anfassen, nicht hören oder sehen; er schmeckt nicht (bitte nicht testen!!!) und taugt auch nicht dazu, um sich ein cooles Image zu geben („Alter, schon gesehen: Ich hab mir jetzt die neuen 230 Volt geholt!“ … „Boah, geil!“) und überhaupt lässt er sich kaum differenzieren: 230 Volt sind eben 230 Volt. Trotzdem braucht jeder Strom. Allein um diese Zeilen lesen zu können, benötigen Sie Energie. Strom ist der Treibstoff unserer Zukunft: mobiles Internet, überhaupt das Internet, Kommunikation und Kollaboration, wie wir morgen arbeiten – all das ist ohne Strom undenkbar. Da nutzt dir auch das schickste iPhone 5 Doppel-S nix: Wenn der Akku leer ist, bist du raus. Offline. Im Dunkeln.</p>
<p>Apropos: Nicht wenige meinen, dass die Energiebranche insgesamt in Sachen Social Media eher noch so mit 10 Watt unterwegs ist. Ein bisschen funzelig. Da ist also noch ordentlich Dampf in der Turbine, Drehmoment im Dimmer, könnte man auch sagen. Oder eben: ein extrem reizvolles Kraftfeld für einen Social Media Manager.</p>
<p>Und genau deshalb Yello. Die drehen genau an der Stelle jetzt voll auf – und zwar gleich multimedial und auf allen Kanälen: <a href="http://www.facebook.com/Yellostrom" target="_blank">Facebook</a>, <a href="https://twitter.com/#!/yellostrom" target="_blank">Twitter</a>, <a href="http://www.youtube.com/user/yellostrom" target="_blank">Youtube</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/yellostrom" target="_blank">Flickr</a>, <a href="https://plus.google.com/b/109634995293703013088/#109634995293703013088/posts " target="_blank">Google+</a>, … Das Herzstück aber wird das neue Blog sein: das „<a href="http://bloghaus.yellostrom.de" target="_blank">Yello Bloghaus</a>“.</p>
<h3 class="psychologie_c">Immer rein in die gelbe Stube&#8230;</h3>
<p><a href="http://bloghaus.yellostrom.de"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/12/Bloghaus-Screenshot.png" alt="" title="Bloghaus-Screenshot" width="250" class="alignright size-full wp-image-37714" /></a>Schon das Design und die Unterzeile machen klar, dass wir hier einen völlig neuen und für Unternehmen ungewöhnlich modernen Weg gehen: keine steife Corporate-Architektur, keine formale Sprache. <em>Immer rein in die gelbe Stube…</em> ist nicht nur ein auffällig freches Motto für ein Unternehmensblog – es ist spiegelt zugleich den Spirit dahinter, unsere <em>Yellosophie</em>. Auch wenn die Konnotation der <em>Stube</em> auf den ersten Blick vielleicht etwas antiquiert wirkt: Die „gute Stube“ steht für den Ort, an dem die Familie (oder Gemeinschaft) zusammen kommt, sich unterhält, gemeinsam spielt, Spaß hat und natürlich auch Probleme löst.</p>
<p>Genau das tun wir im Yello Blog: Unsere Leser kommen nicht zu uns in ein kaltes formales Konzernloft, sondern wir begegnen den Kunden da, wo sie uns und unserem Produkt begegnen (ohne es in der Regel wahrzunehmen): daheim, im Wohnzimmer. Entsprechend erinnert das Blogdesign an ein modernes, aber gemütliches Wohnzimmer. Hier werden wir mit den Lesern und Kunden kommunizieren, uns unterhalten, austauschen, informieren, auch mal spielen und Spaß haben und deren Probleme lösen, Fragen beantworten, Tipps geben. Na klar, auch per Artikel und Video. Denn selbstverständlich gibt es an unserer gelben Tapete auch ein bis zwei Fernseher. Und dass die Bilder an der Wand nicht immer ganz gerade im Rahmen hängen, zeigt überdies: Das gelbe Wohnblog rockt, da wackeln auch schon mal die Wände…</p>
<p>Trotzdem wird es die Karrierebibel auch weiterhin geben. Zumal wir längst zwei zusätzliche feste Mitarbeiter haben, die Sie hier mit vielen Informationen rund um die Themen Job, Bewerbung und Karriere versorgen. Und einen Relaunch haben wir auch noch vor der Brust… Aber psst. Da verrate ich jetzt und hier noch nichts. Sorry. Ein bisschen Volt… äh, Spannung muss sein!</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=37552&amp;md5=1677eb826d6c1b952312f2896c42465a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fastfood &#8211; Die Wirkung von freundlichen Worten</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Beef]]></category>
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		<category><![CDATA[McDonalds]]></category>
		<category><![CDATA[Slowfood]]></category>
		<category><![CDATA[Wrap]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war ein voller Vormittag. Und wie immer verging die Zeit wie im Flug. Ein paar Meetings, zahlreiche Mails und drei Telefonate später knurrte mein Magen lauter als Nachbars Lumpi. Mittagszeit. Schon wieder der halbe Tag rum! Und die andere Hälfte versprach genauso voll zu werden&#8230; Also nur ein schnelles Essen. Fastfood im Wortsinn. Oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/11/Toastbrot.png" alt="" title="Toastbrot" width="130" class="alignright size-full wp-image-37567" />Es war ein voller Vormittag. Und wie immer verging die Zeit wie im Flug. Ein paar Meetings, zahlreiche Mails und drei Telefonate später knurrte mein Magen lauter als Nachbars Lumpi. Mittagszeit. Schon wieder der halbe Tag rum! Und die andere Hälfte versprach genauso voll zu werden&#8230; Also nur ein schnelles Essen. Fastfood im Wortsinn. Oder Nahrungsaufnahme bestenfalls. In einem Wort: McDonalds. <span id="more-37566"></span></p>
<p>Ja, ich weiß: nicht gesund, macht dick und sowieso nur für ein paar Stunden satt. Aber in Grenzfällen wie diesem, wenn es mal wieder ein bisschen schneller gehen muss, da ist keine Zeit zum Zaudern oder lange Fackeln. Ich also hin, rein, bestellt: ein Wrap-mit-Beef-Menü mit Pommes und einer kleinen Cola Light. Kannte ich noch nicht, den Beef-Wrap, ist tatsächlich ganz ok.</p>
<p>Allerdings war der eben noch nicht fertig. Die Bedienung, ich vermute es war die Filialleiterin, bot mir an, schon mal die Cola zu nehmen. Den Rest würde sie mir bringen, wenn der Wrap fertig ist. &#8220;Damit alles warm ist.&#8221;</p>
<p>&#8220;Kann ich nicht wenigstens schon mal die Fritten haben? Ich habe Hunger. Großen. Und wenig Zeit&#8221;, gab ich freundlich zurück. Samt einem Lächeln. </p>
<p>&#8220;Aber natürlich&#8221;, lächelte die Filialleiterin zurück.</p>
<p>&#8220;Sie wissen doch, hungrige Männer darf man nicht warten lassen&#8221;, setzte ich nach und nahm meine Pommes entgegen. </p>
<p>&#8220;Den Wrap bringe ich Ihnen dann gleich an den Tisch&#8221;, sagte die Dame, die &#8211; so jedenfalls meine Unterstellung &#8211; solche charmanten Plaudereien in der Sturm- und Drangzeit zwischen 12 und 13 Uhr nicht allzu oft führt. Im Regelbetrieb dürfte das Gesprächsniveau eher zwischen Knurren und Grunzen oszillieren, unterbrochen von gelegentlichen Sprechmotetten vom Typ &#8220;Big-Mac-Menü! Cola! Groß!&#8221; &#8220;Ketchup oder Mayo?&#8221; &#8220;Mayo!&#8221; &#8220;Zum Hieressen oder Mitnehmen?&#8221; &#8220;Hier!&#8221; &#8220;Das macht dann&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich nahm also Platz und aß meine Fritten. Fünf Minuten. Zehn Minuten. Kein Wrap. Das Smartphone mahnte schon wieder den nächsten Termin an&#8230; Immer noch kein Wrap.</p>
<p>Ich also wieder hin zum Tresen. Doch statt knurrend zu schimpfen, zwinkerte ich der Filialleiterin nur kurz zu: &#8220;Ich. Mann. Hunger. W-r-a-p&#8230;&#8221; Sie grinste erst, um gleich danach zu versteinern: &#8220;Ach du meine Güte, Sie hab ich ganz vergessen!&#8221;</p>
<p>Meine Mahlzeit lag schon eine ganze Weile neben ihr. Weil so viel zu tun war, hatte sie sie  völlig aus den Augen verloren. Nun war das Beef-Dings gar nicht mehr warm, allenfalls lau. Und meine Pause nahezu rum. </p>
<p>Sie gab mir den Wrap, entschuldigte sich vielmals. Ich nickte stumm &#8211; und schlang meinen Rollteig mit Rind am Tisch hinunter. Bis die Filialleiterin doch noch kam &#8211; mit einem zweiten, frischen und warmen Wrap. </p>
<p>&#8220;Der geht aufs Haus&#8221;, sagte sie, &#8220;weil Sie doch so großen Hunger haben. Und ich weiß, dass man hungrige Männer nicht warten lassen darf.&#8221; Serviert mit einem Augenzwinkern.</p>
<p>Ich fand das nett. Sympathisch. Zumal in einem Fastfood-Restaurant. Und es zeigt, wie wunderbar freundliche Worte wirken können: Manchmal bescheren Sie einem ein Augenzwinkern und manchmal eine warme Extra-Mahlzeit. Viel besser als vor Wut und Hunger zu schnauben. </p>
<p>Den Wrap habe ich trotzdem nicht mehr essen können. Keine Zeit. Abends aber habe ich ihn mir noch mal in der Mikrowelle gemacht. Ich kann Ihnen verraten: Riesenfehler! Warm zwar, aber gar nicht ok. Dann lieber freundliche Worte wechseln.</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=37566&amp;md5=070f66f369736736b36ab1d83c42a4d2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blende gut, alles gut &#8211; In der Moderne bestimmt der Schein das Sein</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 06:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<category><![CDATA[Täuschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Voigt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Uniform eines Trödlers und ein paar zackige Bewegungen reichten für den Schuhmachersohn Wilhelm Voigt aus, um auf Beutezug zu gehen. Erst überzeugte er zehn Mann der Schwimmschulwache vom Plötzensee von seinem Hauptmannsrang, dann stürmte er mit ihnen das Rathaus von Köpenick, verhaftete den Bürgermeister, plünderte die Stadtkasse, wurde gefasst, verhaftet, verurteilt, begnadigt, berühmt, ging [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/08/Schwören.jpg" alt="" title="Schwören" width="120" class="alignright size-full wp-image-25477" />Die Uniform eines Trödlers und ein paar zackige Bewegungen reichten für den Schuhmachersohn Wilhelm Voigt aus, um auf Beutezug zu gehen. Erst überzeugte er zehn Mann der Schwimmschulwache vom Plötzensee von seinem Hauptmannsrang, dann stürmte er mit ihnen das Rathaus von Köpenick, verhaftete den Bürgermeister, plünderte die Stadtkasse, wurde gefasst, verhaftet, verurteilt, begnadigt, berühmt, ging auf Tournee und schließlich in die Geschichte ein. Zu einigem Wohlstand brachte er es ebenfalls. Nicht schlecht für einen ausgebufften Schusterjungen, der in Wahrheit ein Hochstapler war! <span id="more-37536"></span></p>
<p>In der Moderne bestimmt der Schein das Sein, das So-tun-als-ob. Ein wenig heiße Luft, eine große Klappe, ein guter Bluff – und der Erfolg ist einem nahezu sicher. </p>
<p>Politiker, Manager, Bewerber – in der Arbeitswelt wimmelt es nur so von Aufschneidern, Blendern und Possenreißern. Sie alle versuchen sich ins rechte Licht zu rücken sowie andere von ihrem angeblichen Wissen und Können zu überzeugen. Denn wer sich gut vermarktet, hat morgen noch Arbeit und macht übermorgen vielleicht Karriere. </p>
<p>Fred Luthans, Management-Professor an der Universität von Nebraska, konnte schon in den Achtzigerjahren nachweisen, dass effektive Manager im Sinne des Unternehmens zwar viel Zeit mit Papierarbeit und Kommunikation verbrachten; erfolgreiche Manager aber widmeten sich vor allem der Bekanntschaftspflege, hinterließen einen glänzenden Eindruck und nutzten diesen später für ihren beruflichen Aufstieg. Mit Erfolg.</p>
<h3 class="psychologie_c">Auch Tiere sind Hochstapler</h3>
<p>Unwahrheiten und Übertreibungen sind evolutionärer Alltag, bei dem die Tiere Homo sapiens in Sachen Hochstapelei kaum nachstehen. Einige Schwebfliegen und auch Käfer sehen zum Beispiel Wespen zum Verwechseln ähnlich, um so Vögel oder Kröten, die bereits echte Wespen probiert haben, abzuschrecken. Die im tropischen Regenwald lebenden Brüllaffen machen zwar Lärm wie eine Horde Hunnen, sind aber kaum schwerer als neun Kilogramm. </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/06/platte.png" alt="" title="platte" width="100" class="alignleft size-full wp-image-7772" />Alles Prahlerei, alles Protz und vorgegaukelt. <em>Signalfälschung</em> heißt das in der Fachsprache. Ob kunstvolle Nester in Baumkronen oder großkotzige Prunkbauten entlang baumgesäumter Alleen – hinter all der hergestellten Oberfläche und Extravaganz steckt nichts weiter als ein Kosten-Nutzen-Kalkül mit dem Ziel, die natürliche Selektion mehr oder weniger verdeckt zu seinen Gunsten zu entscheiden.</p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/06/ChefManga.png" alt="" title="ChefManga" width="100" class="alignright size-full wp-image-36209" />Dazu ist Fingerspitzengefühl nötig. Die gelungene Finte darf man nicht plump inszenieren. Sonst sieht man aus wie ein tumber Tartüff. Und wer linkisch getäuscht wurde, sinnt oft auf Vergeltung. Wer dagegen sachte manipuliert wurde, zollt dem Blender eher noch Respekt für seine Chuzpe und Raffinesse. Am Ende überzeugte der Bluffer sein Opfer ohnehin nur von dem, was dieser schon über ihn dachte. </p>
<p>Getäuscht zu werden, heißt eben noch lange nicht, enttäuscht zu werden – so lange die Ästhetik des Schauspiels erhalten bleibt.</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=37536&amp;md5=863095e81c64a691db3fb5c59134fdcc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Geistige Flatrate &#8211; Sind Sie kommunikativ oder unterhaltsam?</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
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		<description><![CDATA[Reden, reden, immer nur reden. Nie hat man seine Ruhe. Und als wären wir mit unseren Bürotelefonen nicht schon kommunikativ ausgelastet genug, klingelt, summt und vibriert es neuerdings rund um die Uhr in Jacken-, Hosen- und Schultertaschen – BlackBerry, Smart- und iPhone sei Dank. Rund ein Drittel der Menschen fühlen sich offenbar ganz gut dabei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/11/SmartphoneMannJob.jpg"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/11/SmartphoneMannJob.jpg" alt="" title="SmartphoneMannJob" width="300" class="alignright size-full wp-image-38301" /></a>Reden, reden, immer nur reden. Nie hat man seine Ruhe. Und als wären wir mit unseren Bürotelefonen nicht schon kommunikativ ausgelastet genug, klingelt, summt und vibriert es neuerdings rund um die Uhr in Jacken-, Hosen- und Schultertaschen – BlackBerry, Smart- und iPhone sei Dank. <span id="more-37494"></span></p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/11/iPhone4s.png" alt="" title="iPhone4s" width="70" class="alignright size-full wp-image-37319" />Rund <a href="http://karrierebibel.de/teleterror-ein-drittel-der-berufstatigen-bleibt-jederzeit-erreichbar/" target="_blank">ein Drittel</a> der Menschen fühlen sich offenbar ganz gut dabei, sie halten ihre Sprechhilfen und SMS-Mitteilungen für unverzichtbar. Motto: Es piept, also bin ich wichtig. Die meisten aber, die ich kenne, leiden zunehmend unter dem Erreichbarkeitszwang und der  „permanenten Halbaufmerksamkeit“, die dadurch ausgelöst wird und die die amerikanische Autorin und Ex-Microsoft-Managerin Linda Stone einmal so genannt hat. </p>
<p>Zwar amüsieren wir uns heute nicht zu Tode, wie es der Medienkritiker Neil Postman einmal befürchtete. Dafür aber kommunizieren wir bis zur geistigen Flatrate. </p>
<p>Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich sage nicht, Handys machen so dumm wie <a href="http://karrierebibel.de/handymanie-%E2%80%93-smartphones-machen-suchtig-und-senken-die-leistung/" target="_blank">kiffen</a> (obwohl Forscher des Londoner King’s College einmal feststellten, dass diese Leute ständig multimedial arbeiteten, irgendwann einen um bis zu zehn Punkte geringeren Intelligenzquotienten als sonst hatten. Das Rauchen eines Joints verringert das geistige Potenzial dagegen allenfalls um vier IQ-Punkte.). Man kann dem Hammer schließlich auch nicht vorwerfen, dass er auf den Finger drischt. </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/08/MannTelefon00.png" alt="" title="MannTelefon00" width="200" class="alignleft size-full wp-image-36591" />Aber ich fürchte, wir sind an dieser Dauersendungsmisere auch irgendwie selbst schuld. „Man kann nicht nicht kommunizieren“, wusste zwar schon der Philosoph Paul Watzlawick und meinte damit vor allem die subtilen Signale, die selbst vom Schweigen ausgehen. Der Satz stimmt aber auch in seiner doppelten, modernen Bedeutung: Egal, welchen Beruf Sie ausüben – an der Multi-Kanal-Kommunikation kommen Sie heute zwar einfach nicht mehr vorbei. Niemand wirkt weniger zukünftig als ein verortetes Funkloch. Trotzdem müssen wir genau das vielleicht wieder lernen: nicht kommunizieren, abschalten, auf Empfang gehen – vor allem mit sich selbst.</p>
<p>Und nur weil wir ständig und mit vielen Menschen parallel auf Sendung sind, heißt das nicht, dass wir wirklich mit ihnen reden. Deswegen kommt ja auch häufig so wenig dabei heraus. Nicht wenige glauben deshalb ja auch, sie wären so wahnsinnig kommunikativ, aber in Wahrheit sind sie bloß unterhaltsam.</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=37494&amp;md5=af9253710791d6d718df57bc298bd70a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zu spät &#8211; Wer länger im Büro bleibt, schadet sich enorm</title>
		<link>http://karrierebibel.de/zu-spat-wer-langer-im-buro-bleibt-schadet-sich-enorm/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 05:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<category><![CDATA[Überstunden]]></category>

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		<description><![CDATA[In deutschen Unternehmen herrscht zuweilen noch immer ein scheinbar objektiver Maßstab für Produktivität: die Uhr. Die Anwesenheit gilt als Beleg für die Loyalität und den Leistungswillen eines Mitarbeiters, Stress als Statussymbol. Und je höher einer aufsteigt, desto stärker mutiert die Länge des Arbeitstages zum Prahlobjekt. Eine (gute) Führungskraft verbringt im Schnitt 46 Stunden pro Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/UmweltinfomatikerLaptopMannWieseBerufZukunft.jpg"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/UmweltinfomatikerLaptopMannWieseBerufZukunft.jpg" alt="" title="UmweltinfomatikerLaptopMannWieseBerufZukunft" width="300" class="alignright size-full wp-image-38373" /></a>In deutschen Unternehmen herrscht zuweilen noch immer ein scheinbar objektiver Maßstab für Produktivität: die Uhr. Die <a href="http://karrierebibel.de/eindrucksvoll-%E2%80%93-anwesenheit-ist-wichtiger-als-fleis/">Anwesenheit</a> gilt als Beleg für die Loyalität und den Leistungswillen eines Mitarbeiters, Stress als Statussymbol. Und je höher einer aufsteigt, desto stärker mutiert die Länge des Arbeitstages zum Prahlobjekt. Eine (gute) Führungskraft verbringt im Schnitt 46 Stunden pro Woche im Büro, bei einem Topmanager sind es 70 hat einmal eine <a href="http://www.e-fellows.net/show/detail.php/14283" target="_blank">Umfrage</a> ergeben. Die Zahlen variieren vielleicht hier und da. Dennoch denken nicht wenige, Feierabend machen nur Faulpelze. Schön blöd! <span id="more-37230"></span></p>
<p>Tatsächlich ist es so, dass zu langes Arbeiten die Produktivität erheblich mindert. Zu diesem Ergebnis kommen beispielsweise Forscher der Durham Business School und des Beratungsunternehmens JBA in ihrer Studie „<a href="http://karrierebibel.de/buroflucht-%E2%80%93-anwesenheit-mindert-produktivitat/" target="_blank">Effektives Arbeiten im 21. Jahrhundert</a>“. So stieg mit zunehmender Bindung an das Büro auch die Bereitschaft, drei oder mehr Tage im Jahr zu fehlen, beziehungsweise blau zu machen. Oder salopp formuliert: Wer häufiger da sein muss, ist häufiger abwesend. Konkret betraf das 15,9 Prozent der Büroarbeiter. Eine weitere britische <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/8674372.stm" target="_blank">Studie</a> unter 6000 Beamten kommt gar zu dem Schluss, dass jene, die mehr als zehn Stunden pro Tag arbeiteten, ein um 60 Prozent erhöhtes Risiko hatten, herzkrank zu werden.</p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/08/MannKündigung.png" alt="" title="MannKündigung" width="100" class="alignleft size-full wp-image-36588" />Trotzdem arbeiten die Menschen weltweit immer länger. Allein in den USA haben <a href="http://blogs.hbr.org/ashkenas/2011/10/should-you-stay-late-or-go-hom.html" target="_blank">zwei Drittel</a> der Beschäftigten in den vergangenen Jahren immer länger gearbeitet als sie eigentlich mussten. In <a href="http://www.staffingindustry.com/eng/Research-Publications/Daily-News/UK-One-in-three-work-longer-hours" target="_blank">anderen Ländern</a> sieht das auch nicht viel besser aus. Hierzulande nimmt sich zudem etwa <a href="http://karrierebibel.de/feierabend-nehmen-sie-ihren-stress-mit-nach-hause/" target="_blank">jeder Zweite</a> noch regelmäßig Arbeit mit nach Hause. Und dabei sind noch nicht einmal jene Fälle berücksichtigt, in denen das unbewusst geschieht &#8211; etwa, weil die Betroffenen Frust, Ärger und Stress ins heimische Wohn- und Schlafzimmer verlagern.</p>
<p>Doch dabei passiert etwas Gefährliches: Sobald sie beginnen, regelmäßig Überstunden zu machen, mutieren diese zum etablierten Standard. Es wird normal, bis spät in den Abend oder die Nacht im Büro zu sitzen. Wer dann irgendwann einfach wieder regulär nach Hause gehen will, sieht plötzlich, nunja, faul aus. </p>
<p>Doch das ist eben nur ein Eindruck &#8211; wenn auch ein falscher. Was regelmäßige Überstunden tatsächlich verraten, ist etwas ganz anderes&#8230;</p>
<h3 class="psychologie_c">20 Dinge, die ein 12-Stunden-Tag tatsächlich verrät</h3>
<ol>
<li>Sie sind sehr fleißig.</li>
<li>Ihr Chef mag Sie.</li>
<li>Sie besitzen Leidensfähigkeit und Ausdauer.</li>
<li>Sie können schlecht Nein sagen.</li>
<li>Sie arbeiten nicht besonders effizient.</li>
<li>Sie können sich nicht allzu gut selbst organisieren.</li>
<li>Sie vergeuden zu viel Zeit vor dem Computer.</li>
<li>Ihr Gehalt sollte höher sein &#8211; ist es aber nicht.</li>
<li>Durch unbezahlte <a href="http://karrierebibel.de/uberstunden-%e2%80%93-2010-wurde-mehr-und-langer-gearbeitet/">Überstunden</a> wird es auch nicht besser.</li>
<li>Sie ernähren sich schlecht.</li>
<li>Und bewegen sich zu wenig.</li>
<li>Sie belämmern andere mit Ihren E-Mails nach deren Feierabend.</li>
<li>Sie haben kein besonders erfülltes Privatleben.</li>
<li>Ihre Familie kennt Sie vor allem von Fotos.</li>
<li>Sie treffen Ihre Freunde viel zu selten.</li>
<li>Sie leben nur noch für Ihren Beruf (Sind Sie ein <a href="http://karrierebibel.de/arbeitswut-4-anzeichen-dass-sie-ein-workoholic-sind/">Workoholic</a>?).</li>
<li>Sie schlafen zu wenig, um sich langfristig gut konzentrieren zu können.</li>
<li>Sie sind auf dem besten Weg zu einem <a href="http://karrierebibel.de/selbsttest-%E2%80%93-wie-nahe-stehen-sie-vor-einem-burnout/">Burnout</a>.</li>
<li>Sie wissen wenig mit Ihrem Leben anzufangen.</li>
<p></p>
<li><strong>UND: </strong>Sie arbeiten zu lange!</li>
</ol>
<p>Wer so handelt, überholt seinen Boss allenfalls beim Burnout oder Herzinfarkt. Unklug. Besser Sie treten kürzer. Und wenn Sie schon nicht die Kultur Ihres Unternehmens verändern können (oder wollen), dann organisieren sie Ihre Anwesenheit im Büro wenigstens so, wie das der Hase beim Igel auch getan hat: Wann immer Ihr Boss ankommt – Sie sind schon da. Wann immer er geht – Sie gehen danach. </p>
<p>Nicht Stunden später &#8211; Minuten reichen völlig (siehe Schaubilder). Und der Eindruck, den er von Ihnen bekommt, wird der eines fleißigen und engagierten Mitarbeiters sein. Zwei Beispiele: </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/02/tagesverlauf-falsch.png" alt="tagesverlauf-falsch" title="tagesverlauf-falsch" width="490" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-3721" /></p>
<p>Im obigen Fall arbeiten beide – Mitarbeiter wie Chef – gleich lang: acht Stunden. Nur während unser Muster-Mitarbeiter morgens schon seit einer Stunde malocht, bekommt der Chef den Frühstart gar nicht mit, wenn er erst um 9 Uhr auf der Matte erscheint. Vielmehr wird sein Eindruck abends sein: <em>Der Typ geht schon um fünf, während ich hier noch zwei Stunden arbeite!</em> Dumm gelaufen, die Beförderung rückt in weite Ferne. Ganz anders bei Beispiel zwei: </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/02/tagesverlauf-richtig.png" alt="tagesverlauf-richtig" title="tagesverlauf-richtig" width="490" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-3722" /></p>
<p>Hier macht der Mitarbeiter alles richtig. Den Eindruck, den er seinem Chef vermittelt ist: <em>Ich bin rund um die Uhr anwesend, erreichbar, engagiert.</em> Und selbst wenn der Boss einmal abends überraschend ins Büro zurückkehrt und dabei feststellt, dass alles bloß Show ist. Was will er denn sagen? Er arbeitet auch nicht länger.</p>
<p>Bevor Sie also noch mehr (unbewusste) Überstunden machen &#8211; hier unsere ultimative Liste und &#8230;</p>
<h3 class="psychologie_c">Zehn sichere Anzeichen dafür, endlich Feierabend zu machen:</h3>
<table>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Zehn.png" alt="" title="Zehn" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Seit kurzem fragt dein Partner: &#8220;Wie war deine Nacht, Schatz?&#8221;</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Neun.png" alt="" title="Neun" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Dein Chef bezeichnet Überstunden neuerdings als Happy Hour.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Acht.png" alt="" title="Acht" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Du magst keine Sonnenaufgänge mehr sehen.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Sieben.png" alt="" title="Sieben" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Foursquare verleiht dir ein Badge, solltest du auschecken.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Sechs.png" alt="" title="Sechs" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Dein Chef richtet dir ein <em>Home</em>-Office ein &#8211; gleich nebenan.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Fünf.png" alt="" title="Fünf" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Du bist jetzt Staatsdienerfeind Nummer eins.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Vier.png" alt="" title="Vier" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Auf deiner Wange ist schon wieder das Wort ZTREWQ zu lesen.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Drei.png" alt="" title="Drei" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Dein PC ist jetzt in der Gewerkschaft.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Zwei.png" alt="" title="Zwei" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Du gehst nur noch auf After-After-Work-Partys.</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/07/Eins.png" alt="" title="Eins" width="50" class="alignnone" /></td>
<td><strong>Die Kollegen bitten dich, das Licht auszumachen.</strong></td>
</tr>
</table>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=37230&amp;md5=fcb16209ed1447bba8d5364a5f903d41" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dilemma &#8211; Kann man Kreativität verhindern, indem man sie fordert?</title>
		<link>http://karrierebibel.de/dilemma-kann-man-kreativitat-verhindern-indem-man-sie-fordert/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 15:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Dilemma]]></category>
		<category><![CDATA[fördern]]></category>
		<category><![CDATA[Frage]]></category>
		<category><![CDATA[Glukose]]></category>
		<category><![CDATA[Not macht erfinderisch]]></category>
		<category><![CDATA[These]]></category>
		<category><![CDATA[verhindern]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist jetzt eher so eine These, mehr noch eine Frage: Kann es sein, dass der beste Weg, Kreativität zu verhindern, der ist, selbige zu fordern? Wie ich darauf komme? Nun, wenn man sich anschaut, wann und wo große, kreative Ideen und Erfindungen entstanden sind, dann meist aus der Not heraus. Das Rad zum Beispiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/IdeeIntelligenzMannLeuchteLicht.jpg"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/IdeeIntelligenzMannLeuchteLicht.jpg" alt="" title="IdeeIntelligenzMannLeuchteLicht" width="300" class="alignright size-full wp-image-38604" /></a>Das ist jetzt eher so eine These, mehr noch eine Frage: Kann es sein, dass der beste Weg, Kreativität zu verhindern, der ist, selbige zu fordern? </p>
<p>Wie ich darauf komme? Nun, wenn man sich anschaut, wann und wo große, kreative Ideen und Erfindungen entstanden sind, dann meist aus der Not heraus. Das Rad zum Beispiel wurde irgendwann erfunden, weil die Menschen es leid waren, schwere Dinge hinter sich herzuschleifen. Für die Innovation der Glühbirne ging Thomas Thomas Alva Edison irgendwann ein Licht auf, weil Kerzen und offenes Feuer nicht nur schmutziger und gefährlicher sind, sondern weil die Leute keine Lust mehr hatten im Dunkeln zu sitzen, zu lesen oder sonstwas zu machen. Kurzum: Not macht erfinderisch. <span id="more-37148"></span></p>
<p>Unser Gehirn arbeitet da ziemlich ökonomisch: Solange alles rund läuft, braucht es sich nichts Neues ausdenken. Das wäre pure Glukoseverschwendung.</p>
<p>Nun könnte man sagen, von seinen Mitarbeitern mehr Kreativität zu fordern, verursache bereits eine gewisse Not. Je nach Kontext &#8211; in einer Unternehmenskrise etwa &#8211; kann das sogar stimmen. Meist aber wird diese Forderung jedoch eher davon begleitet, dass man es den vermeintlich Kreativen möglichst angenehm macht. Und womöglich ist das ebenfalls ein Fehler. Wobei &#8211; verstehen Sie mich da bitte nicht falsch &#8211; dies auch kein Plädoyer dafür werden soll, seine Mitarbeiter zu quälen, damit sie kreativer und produktiver werden. Der Himmel möge das verhindern! </p>
<p>Trotzdem bleibt da dieses Dilemma. Mehr Druck tötet Kreativität genauso wie fehlende Not. Und dazwischen passiert eigentlich nicht viel. Jedenfalls nicht freiwillig. Ich gebe zu, ich bin da etwas ratlos. Aber vielleicht haben Sie dazu ja eine <em>kreative </em>Idee und Lösung?</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=37148&amp;md5=9cddf55b3e00a065db2947ae1876abec" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Prioritäten setzen &#8211; Eine Parabel über das Neinsagen (können)</title>
		<link>http://karrierebibel.de/multitasking-eine-parabel-uber-fokus/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 09:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivität]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die immer und überall dabei sind und helfen, wo sie können. Diese Menschen werden oft um Hilfe gebeten und sagen nie Nein. Das können Manager, Abteilungsleiter, angesehene Kollegen oder gute Freunde sein. Jeder wendet sich mit seinen Problemen an sie, denn sie scheinen immer Zeit zu haben. Einige Zeit mag das funktionieren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/01/Neinsagen.jpg"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/01/Neinsagen.jpg" alt="" title="Neinsagen" width="300" class="alignright size-full wp-image-38348" /></a>Es gibt Menschen, die immer und überall dabei sind und helfen, wo sie können. Diese Menschen werden oft um Hilfe gebeten und sagen nie <a href="http://karrierebibel.de/nein-sagen-auf-die-nette-art/" target="_blank">Nein</a>. Das können Manager, Abteilungsleiter, angesehene Kollegen oder gute Freunde sein. Jeder wendet sich mit seinen Problemen an sie, denn sie scheinen immer Zeit zu haben. Einige Zeit mag das funktionieren, doch auf Dauer geht das meistens nicht gut. Warum ein <a href="http://karrierebibel.de/nein-mann-was-wurde-schon-passieren-wenn-sie-es-sagen/" target="_blank">NEIN</a> manchmal besser ist, zeigt die folgende <a href="http://karrierebibel.de/eine-parabel-%E2%80%93-der-vogel-die-katze-und-ein-haufen-mist/" target="_blank">Parabel</a>: <span id="more-37102"></span></p>
<p><em class="kreativitaet_c">Bei ihrem Flug durch den Wald sah die weise Eule plötzlich ein Tier, das sich hinter einem Baumstumpf versteckte. Beim Näherkommen erkannte sie den Fuchs, der von allen Tieren für seine Energie, Klugheit und Hilfsbereitschaft geschätzt wurde. Doch statt energiegeladen wirkte der Fuchs an diesem Tag müde, abgekämpft und verzweifelt. &#8220;Fuchs, was ist denn los?&#8221;, sprach ihn die Eule an. Erschrocken fuhr der Fuchs zusammen, als er die Eule erkannte, entspannte er sich sichtlich. &#8220;Ach du bist es, Eule. Ich habe die Schnauze gestrichen voll, ich kann machen was ich will, ich mache es ja doch falsch.&#8221; Die Eule legt den Kopf leicht schief und fragte &#8220;Wie kommst du darauf? Die Tiere freuen sich doch immer über deine Hilfe und deinen Rat?&#8221;</em></p>
<p>Der Fuchs schüttelte den Kopf: &#8220;Ach Eule, das war mal so. Nimm zum Beispiel heute Morgen. Zuerst bin ich zu den Hasen und habe ihnen geholfen, ihren Bau winterfest zu machen. Da ich aber den Spechten versprochen hatte vorbeizuschauen, bin ich nach einer Stunde los. Von den Spechten aus bin ich dann zu den Igeln, danach zu den Bären und am Schluss zu den Eichhörnchen. Ihnen alle habe ich geholfen oder einen Rat gegeben. Doch irgendwie sind sie alle unzufrieden: Die Hasen beschweren sich, ich sei mitten in der Arbeit weggelaufen, die Bären schimpfen, mein Rat sei nur oberflächlich gewesen und meine Füchsin meckert, ich sei gar nicht mehr zu Hause. Ich will es allen recht machen &#8211; und mache doch alles falsch. Deshalb verstecke ich mich jetzt hier.&#8221;</em></p>
<p><em class="kreativitaet_c">Die Eule nickte bedächtig mit dem Kopf: &#8220;Ich verstehe, du meinst es mit allen gut und willst helfen. Bevor ich dir etwas dazu sage, lass mich dir eine Frage stellen: Wann hast du zum letzten mal geschlafen?&#8221; Der Fuchs überlegt lange: &#8220;Das muss vorgestern Nacht gewesen sein, danach bin ich  früh los. Und die letzten Nächte war ich jagen, schließlich muss ja auch was zu essen auf den Tisch kommen.&#8221;</em></p>
<p><em class="kreativitaet_c"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/02/fadenkreuz.png" alt="" title="fadenkreuz" width="120" class="alignleft size-full wp-image-4058" />Die Eule lächelte: &#8220;Lieber Fuchs, du <a href="http://karrierebibel.de/nein-sagen-%E2%80%93-wege-aus-der-gefalligkeitsfalle/" target="_blank">willst allen helfen</a> und vergisst dich selbst dabei! Weil du für alle da sein willst, hast du für niemanden mehr wirklich Zeit und für dich schon gar nicht. Hier also mein Ratschlag: Schlaf dich zuerst einmal richtig aus, nimm die Zeit für deine Füchsin und wenn du dann Zeit übrig hast, hilf den Tieren die dich fragen. Aber kümmere dich um eines nach dem anderen, nicht um alle gleichzeitig. Nimm dir für jedes Tier Zeit und geh erst zum nächsten, wenn du mit einem fertig bist.&#8221; Der Fuchs schüttelte den Kopf: &#8220;Wie stellst du dir das vor? Dann schaffe ich ja nur noch einen Bruchteil der Dinge, die ich jetzt tue! Außerdem werden die Tiere stinksauer, wenn ich sie abweise.&#8221;</em> </p>
<p>&#8220;Du weist sie nicht ab, du hilfst ihnen, wenn du die <a href="http://karrierebibel.de/ruckdelegation-%e2%80%93-wie-sie-andere-dazu-bringen-ihren-job-zu-machen/" target="_blank">Zeit dafür</a> hast. Probiere es aus&#8221;, entgegnete die Eule. Nach anfänglichem Zögern versuchte der Fuchs, den Rat der Eule umzusetzen. Zu Beginn waren die Tiere enttäuscht, dass er nicht immer half und nicht immer Zeit hatte. Doch nach und nach freuten sie sich, dass der Fuchs sich jetzt mehr um ihre Probleme kümmerte und ihnen auch richtig zuhörte. Auch der Fuchs freute sich, denn er war jetzt viel entspannter, schaffte zwar weniger, dafür aber das <a href="http://karrierebibel.de/kontraproduktive-zeitdiebe-interview-mit-cordula-nussbaum/" target="_blank">Wesentliche</a>.</em></p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=37102&amp;md5=df683e064f7f29b3a852c665e40c3015" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Anpassungsfähig &#8211; Karrieren verlaufen nie gerade</title>
		<link>http://karrierebibel.de/anpassungsfahig-karrieren-verlaufen-nie-gerade/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 09:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder wird Erfolgshungrigen empfohlen, einen Karriereplan zu machen. Mit Ausgangspunkt und Ziel und dazwischen zieht man eine Gerade &#8211; den Karriereweg. Und der zielt steil nach oben&#8230; Bullshit! Karrierepläne sind eine theoretische Vision – und meistens zielen sie an der Realität meilenweit vorbei. Dafür ändert sich die Wirtschaftswelt, das Leben sowieso, viel zu schnell. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/05/Flexibilität.png" alt="" title="Flexibilität" width="100" class="alignright size-full wp-image-21125" />Immer wieder wird Erfolgshungrigen empfohlen, einen Karriereplan zu machen. Mit Ausgangspunkt und Ziel und dazwischen zieht man eine Gerade &#8211; den Karriereweg. Und der zielt steil nach oben&#8230; Bullshit! Karrierepläne sind eine theoretische Vision – und meistens zielen sie an der Realität meilenweit vorbei. Dafür ändert sich die Wirtschaftswelt, das Leben sowieso, viel zu schnell.</p>
<p>Schon umgangssprachlich wird eine Karriere <em>gemacht</em> und nicht von langer Hand <em>geplant</em>. Neben Talent, Leistung und Entschlossenheit, handwerklichem Geschick und dem Nutzen einiger Regeln gehört  oft auch eine gute Portion Glück zu einer steilen Laufbahn. Und Glück lässt sich ebenso wenig planen wie ein Sechser mit Zusatzzahl. <span id="more-36952"></span> </p>
<p>Ein Karriereplan ist ein viel zu starres Konstrukt, das Sie zudem in einer Zeit erstellen, in der Ihnen die Praxis und die Gepflogenheiten Ihres Jobs noch gar nicht im Detail bekannt sind. </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/09/Karriere-Infografik.png" alt="" title="Karriere-Infografik" width="536" height="332" class="aligncenter size-full wp-image-36953" /></p>
<h6>via <a href="https://plus.google.com/116008914901489721931/posts/8PKnXmKbLzf" target="_blank"><strong>G+</strong></a> (Sascha Pallenberg)</h6>
<p></p>
<p>Das Zweite ist: Karrierepläne machen blind. Es spricht natürlich nichts dagegen, sich grundsätzlich zu überlegen, wo man in den nächsten drei bis fünf Jahren beruflich stehen will, wie man dorthin kommt und vor allem, was man dort für sich und das Unternehmen erreichen möchte. Das ist eine gute Sache. Eine sehr gute sogar. Denn sie verschafft einem Klarheit. Das Problem daran ist nur: <a href="http://karrierebibel.de/bleibt-alles-anders-–-wie-flexibel-sind-sie-wirklich/">Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt</a>. </p>
<p>Wer krampfhaft auf die Erfüllung seines Plans stiert, übersieht höchstwahrscheinlich eine einmalige Chance, die sich ihm abseits des Weges auftut. Und gerade diese Gelegenheiten sind es, die Traumkarrieren hervorgebracht haben – auch wenn mancher Top-Manager im Nachhinein dazu neigt, seinen Aufstieg als von langer Hand geplant darzustellen. Ist er natürlich nicht. Ist er nie!</p>
<p>Tatsächlich sind Karrierepfade weit verzweigt, sie haben Ecken, Macken, verlaufen auf Irr- und Umwegen. Sich frühzeitig festzulegen, hieße mit Scheuklappen durchs Leben zu rennen. Umgekehrt riskieren Sie mit einem <a href="http://karrierebibel.de/karriere-ohne-plan-warum-kein-plan-immer-noch-der-beste-ist/">zu detaillierten Plan</a>, der dieses Manko beheben soll, sich unterwegs im selbstgeschaffenen Labyrinth gewaltig zu verirren. Dann sind Sie zwar unterwegs, biegen ständig ab – kommen aber nirgendwo mehr an. Bravo!</p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2007/08/kompass.JPG" alt="" title="Kompass" width="100" class="alignright size-full wp-image-198" />Die einzig sinnvolle Empfehlung kann daher nur lauten: Bleiben Sie stets offen und <a href="http://karrierebibel.de/pass-dich-an-wie-flexibel-sind-sie-wirklich/">flexibel</a>! Formulieren Sie für sich ruhig ein paar wichtige Ziele, die Sie erreichen möchten – Positionen und Orte an denen Sie arbeiten möchten, Unternehmen für die Sie arbeiten wollen. Überlegen Sie sich gerne auch, welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen, welche Fähigkeiten Sie ausbauen oder noch trainieren müssen, um dorthin zu gelangen. Und vergessen Sie dabei auch die Opfer nicht, die Sie womöglich dafür bringen müssen! </p>
<p>Aber seien Sie genauso wachsam und bereit, auf <a href="http://karrierebibel.de/planlos-%E2%80%93-karriere-aus-dem-bauch/">Veränderungen</a> jederzeit zu reagieren, Ihre Strategie sowie den Ort Ihres Schaffens zu wechseln oder den <a href="http://karrierebibel.de/stellenanzeigen-und-jobangebote/">Plan</a> komplett zu beerdigen. <a href="http://karrierebibel.de/selbsttest-wie-flexibel-sind-sie-passwort-auf-facebook/">Improvisation</a> ist schließlich das halbe Leben. </p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36952&amp;md5=7c2b45da8b1a9092ca1cf98bcff403a4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mutanfall – Courage ist ein Luxusgut, das man sich leisten sollte</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 07:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<description><![CDATA[„Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub“, schrieb Antoine de Saint-Exupéry. Das Traurige an solchen Bonmots ist: Jeder nickt nur dazu. Selbst Manager, die berufsbedingt Kundschafter sein sollten, wirbeln oft bloß Staub auf, wenn sie den Mut im Munde führen. Die Forderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/06/Loveitleaveitchangeit.png"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/06/Loveitleaveitchangeit.png" alt="" title="Loveitleaveitchangeit" width="140" class="alignright size-full wp-image-36149" /></a>„Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub“, schrieb Antoine de Saint-Exupéry. Das Traurige an solchen Bonmots ist: Jeder nickt nur dazu. Selbst Manager, die berufsbedingt Kundschafter sein sollten, wirbeln oft bloß Staub auf, wenn sie den Mut im Munde führen. Die Forderung nach mehr Entschlossenheit klingt zwar gut, nach hochgekrempelten Ärmeln, nach Visionen und nach Aufbruch, doch über Courage zu reden, reicht nicht. <span id="more-36904"></span></p>
<p>Wer etwas bewegen, über sich hinauswachsen und aufsteigen will, muss vor allem mutig handeln.</p>
<p>„Am Mute hängt der Erfolg“, erkannte Theodor Fontane. Erst Courage ermöglicht Integrität, Aufrichtigkeit, Kreativität und Vertrauen. Ohne Mut gäbe es keine eigene Meinung, keine unkonventionellen Entscheidungen, kein Ausbrechen aus der Routine, keinen Pioniergeist, kein Wachstum. Mut ist der Motor allen Wirtschaftens. </p>
<p>Mutig zu führen kann heißen, aufzustehen und die Wahrheit zu sagen, wenn es nötig ist. Es heißt aber auch, sie zu ertragen, wenn es unangenehm wird. Es kann bedeuten, seinen Mitarbeitern Verantwortung anzuvertrauen, eigene Fehler einzugestehen, einen Schlussstrich zu ziehen, wenn es an der Zeit ist oder auch für seine eigene Überzeugung einzutreten – ohne Rücksicht auf die Karriere. </p>
<p>Es ist eine Binsenweisheit, dass managen nichts anderes bedeutet, als Entscheidungen zu treffen, deren Ausgang ungewiss ist, weil in unserer komplexen Welt zu viele Variablen nahezu jedes Kalkül auf eine Wette reduzieren. Der Mutige entscheidet trotzdem. Jedoch keinesfalls blind, vielmehr ist sein entscheidender Wesenszug, diese Risiken „sehend zu überwinden“, schrieb Jean Paul. Courage ist die Kombination aus Verstand, Wissen und Optimismus: Mutig ist, wer sich des Risikos bewusst wird, reflektiert und kalkuliert – danach aber auch konsequent handelt.</p>
<p>Dummerweise ist Mut ein Luxusgut: Jeder bewundert ihn, aber kaum einer mag ihn sich leisten. </p>
<p>Der Grund für den Mangel an Mumm ist eben das Risiko, das mit ihm einhergeht. Ob jemand mutig voranprescht oder ängstlich abwartet, ist zum Teil genetisch festgelegt. Bestimmte Eigenschaften, das haben Psychologen erforscht, begünstigen Mut. Dazu gehören Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Kontaktfreude und emotionale Stabilität. Die Verträglichkeit, eine der so genannten Big Five, der fünf wichtigsten Persönlichkeitsmerkmale, ist bei mutigen Menschen dagegen kaum ausgeprägt. Man könnte auch sagen: Was andere über sie denken, ist ihnen schnuppe. Deshalb sind sie unabhängig und frei für Neues. </p>
<p>Zu einem gewissen Grad lässt sich das lernen. Psychologen vergleichen Mut gerne mit einem Muskel: Je mehr man ihn trainiert, desto stärker wird er. Tapferkeit wird ja auch nicht dadurch schlechter, dass sie weniger schwerfällt. Im Endeffekt aber ist Courage vor allem eine Frage des Willens: Man muss mutig sein wollen.</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36904&amp;md5=e11674c51bcad01613328f607ab42632" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alles ist relativ &#8211; Ist das Glas halb voll, halb leer oder ganz voll?</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 14:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie kennen natürlich längst den klassischen Persönlichkeitstest: Mit Blick auf das abgebildete Glas rechts &#8211; was würden Sie sagen: Ist es halb voll oder halb leer? Üblicherweise gilt die Einschätzung: Optimisten antworten, es ist halb voll; Pessimisten dagegen nennen es eher halb leer. Nur deutsche Ingenieure stellen dabei eine Sonderform dar. Die antworten eher so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2011/09/GlasHalbvoll.png" alt="" title="GlasHalbvoll" width="130" class="alignright size-full wp-image-36903" />Sie kennen natürlich längst den klassischen Persönlichkeitstest: Mit Blick auf das abgebildete Glas rechts &#8211; was würden Sie sagen: Ist es halb voll oder halb leer? </p>
<p>Üblicherweise gilt die Einschätzung: <a href="http://karrierebibel.de/weise-worte-optimisten-vs-pessimisten/" target="_blank">Optimisten</a> antworten, es ist halb voll; Pessimisten dagegen nennen es eher halb leer. Nur deutsche Ingenieure stellen dabei eine Sonderform dar. Die antworten eher so was wie: <em>Das Wasserglas ist doppelt so groß wie es sein müsste.</em> Es gibt aber noch eine weitere denkbare Interpretation &#8211; und die ist genauso interessant: Das Glas ist absolut voll &#8211; und zwar zur Hälfte mit Wasser und zur anderen Hälfte mit Luft. <span id="more-36902"></span></p>
<p><strong>Warum der Gedanke nachdenkenswert ist?</strong></p>
<p>Zum Einen, weil es eine objektive Wahrheit zur Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer sei, sowieso nicht gibt. Das macht die Frage ja auch so interessant. Die Antwort sagt nichts über das Glas aus, wohl aber über unsere Wahrnehmung, unsere Stimmung und Einstellung. Denn Realität verändert sich mitunter &#8211; je nachdem, welche Haltung und Perspektive wir einnehmen.</p>
<p>Zum Anderen offenbart die Sicht des absolut vollen Glases ein weiteres Defizit unserer Wahrnehmung: Wir sehen sprichwörtlich oft nur das Offensichtliche, das Sichtbare &#8211; oder in diesem Fall das Wasser eben. Und danach bewerten wir die jeweilige Situation. </p>
<p>Weniger metaphorisch gesprochen: Vielleicht betrachten Sie gerade Ihre aktuelle berufliche Lage und fokussieren vor allem auf die Defizite. Zu wenig Geld, zu viel Stress, kaum Perspektiven. Das Glas &#8211; es ist halb leer. Ist es aber womöglich gar nicht. Es ist schon voll &#8211; mit Ideen, Chancen, Optionen. Nur sehen Sie diese gerade nicht. Und weil das so ist, lassen sich diese auch weniger gut nutzen oder ergreifen.</p>
<p>Eine andere Sicht: Sie haben schon Erfolge, privat wie beruflich. Nur stockt es gerade ein wenig. Das Glas ist voll, aber eben nur zu Hälfte. Denken Sie. Damit mehr Wasser rein kann, müssten Sie jedoch mehr Luft rauslassen. Klar, beim Eingießen geschieht das automatisch. Im übertragenen Sinn kann das aber auch bedeuten, sich von unsichtbarem Ballast zu befreien. Selbst erzeugte Gedankengrenzen zu überschreiten, in Frage zu stellen, mit Traditionen brechen. Warum? &#8211; Warum nicht?</p>
<p>Kurzum: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf das, was sichtbar vor Augen liegt. Alles ist zwar relativ &#8211; aber nicht jede Relation entspricht auch der Realität.   </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2008/07/wasser.JPG" alt="" title="Wasser" width="570" height="100" class="alignnone size-full wp-image-1457" /></p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36902&amp;md5=534331f00aa005ae2d7cc459462f5fed" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erfolgsrezept &#8211; Leidenschaft, nicht Talent macht den Gewinner</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 15:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Problem ist: Sobald Menschen und Medien über Mozart, Einstein, Bill Gates oder Steve Jobs und ihre Erfolge sinnieren, dann sehen sie vor allem deren Genialität und Kreativität &#8211; und übersehen wie hart diese zweifellos kreativen Genies für ihre Erfolge gearbeitet haben. Das Ergebnis ist eine gefährliche Illusion: Dabei entsteht der Eindruck diese Menschen seien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/IdeeIntelligenzMannLeuchteLicht.jpg"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/IdeeIntelligenzMannLeuchteLicht.jpg" alt="" title="IdeeIntelligenzMannLeuchteLicht" width="300" class="alignright size-full wp-image-38604" /></a>Das Problem ist: Sobald Menschen und Medien über Mozart, Einstein, Bill Gates oder Steve Jobs und ihre Erfolge sinnieren, dann sehen sie vor allem deren Genialität und Kreativität &#8211; und übersehen wie hart diese zweifellos kreativen Genies für ihre Erfolge gearbeitet haben. Das Ergebnis ist eine gefährliche <a href="http://karrierebibel.de/gewinnwarnung-%e2%80%93-vier-haufige-irrtumer-uber-erfolg/" target="_blank">Illusion</a>: Dabei entsteht der Eindruck diese Menschen seien vor allem deshalb an die Spitze gelangt, weil sie etwas hatten, was andere nicht hatten. Das stimmt in gewisser Weise auch. Es sind aber weniger Kreativität und Intelligenz, sondern vielmehr ihre Leidenschaft, ihre Neugier und ihr Lerneifer sowie ihr <a href="http://karrierebibel.de/psychotest-ohne-verbissenheit-kein-erfolg/" target="_blank">Durchhaltevermögen</a>. <span id="more-36878"></span></p>
<p>Warum das so gefährlich ist? Weil schon Kinder lernen, sie müssten vor allem smart sein, um später erfolgreich zu sein. <a href="http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=getting-it-wrong" target="_blank">Studien</a> aber zeigen: Dieses Denken erzeugt Angst davor Fehler zu machen &#8211; mit der Folge, dass wir tatsächlich weniger lernen. Und erst recht nicht smarter werden. </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/03/Dart.png" alt="" title="Dart" width="120" class="alignright size-full wp-image-17314" />Auch die Psychologin Carol Dweck von der Columbia Universität hat in einer ihrer <a href="http://www.nytimes.com/2008/07/06/business/06unbox.html" target="_blank">Studien</a> dazu festgestellt:</p>
<blockquote><p>People who believe in the power of talent tend not to fulfill their potential because they’re so concerned with looking smart and not making mistakes. But people who believe that talent can be developed are the ones who really push, stretch, confront their own mistakes and learn from them.</p></blockquote>
<p>Oder einen kurzen Nenner gebracht: Leidenschaft, nicht Talent machen den Gewinner.</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36878&amp;md5=984338a0ac940640d861508860b95fdb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wertvoll &#8211; Eine Parabel über das Scheitern</title>
		<link>http://karrierebibel.de/wertvoll-eine-parabel-uber-das-scheitern/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 05:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Sie lauschen einem Vortrag. Plötzlich holt der Redner einen 50-Euro-Schein heraus, hält ihn in die Luft und fragt: „Wer von Ihnen möchte diesen 50-Euro-Schein haben?“ Zahlreiche Hände gehen hoch, vielleicht auch Ihrer. „Einen Moment noch, bitte“, sagt der Redner, nimmt den Schein und zerknüllt ihn. Er reißt sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/03/trinkgeld.png" alt="" title="trinkgeld" width="150" class="alignright size-full wp-image-5378" />Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Sie lauschen einem Vortrag. Plötzlich holt der Redner einen 50-Euro-Schein heraus, hält ihn in die Luft und fragt: „Wer von Ihnen möchte diesen 50-Euro-Schein haben?“</p>
<p>Zahlreiche Hände gehen hoch, vielleicht auch Ihrer. „Einen Moment noch, bitte“, sagt der Redner, nimmt den Schein und zerknüllt ihn. Er reißt sogar noch ein paar Ecken hinein bis der Schein nur noch ein unansehnliches Knäuel ist. Wieder fragt er: „Wer von Ihnen möchte den 50-Euro-Schein jetzt noch haben?“ <span id="more-36811"></span></p>
<p>Wieder gehen fast alle Hände hoch. „Na, gut“, sagt er und wirft das Schein-Knäuel auf den Boden. Dann stampft er mit seinen schmutzigen Schuhen darauf herum, wischt sie daran ab und erzählt dazu eine Geschichte von dem schmutzigen Bürgersteig über den er heute zu dem Vortrag gestapft ist&#8230; Manche Ihrer Nachbarn im Publikum verziehen den Mund vor Ekel. </p>
<p>Dann hebt der Redner das zerschundene Stück Papier mit zwei spitzen Fingern auf und fragt ein letztes Mal: „Wer von Ihnen möchte diesen 50-Euro-Schein jetzt noch haben?“ </p>
<p>Seine Geschichte zeigt kaum Wirkung. Es sind nur ein paar Hände weniger, die aufzeigen. Das Gros will den Schein immer noch haben. Und Sie? </p>
<p>Bevor Sie weiterlesen: Würden Sie das Geld auch noch haben wollen?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Ich unterstelle mal: Ja. Und das ist ja auch klug: Denn egal, was der Typ da vorne mit dem Geldschein auch anstellt, wie schmutzig oder zerknittert der Schein auch ist &#8211; sein Wert bleibt gleich: 50 Euro. Sie können damit zu jeder Bank gehen und sich einen nigelnagelneuen Schein geben lassen, der genauso viel wert ist. </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2008/09/absturz.PNG" alt="" title="Absturz" width="100" class="alignright size-full wp-image-1668" />Und das ist das Schöne an der Parabel: Mit Menschen ist das genauso. Egal, wie oft manche fallen gelassen werden, wie oft sie am Boden zerstört sind, auf ihnen herumgetrampelt wird oder sie sich vielleicht schmutzig und wertlos fühlen – an ihrem Wert ändert das nichts. Gewiss, manche dieser Erfahrungen gehen nicht spurlos an einem Menschen vorbei, verändern den Charakter, hinterlassen Narben. Aber wertloser machen sie ihn nicht, im Gegenteil.</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36811&amp;md5=8b1709a761be031636ce9c3e9ad31776" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tipps für Tyrannen &#8211; Eine Anleitung für fiese Chefs in spe</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 06:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Dialog ist längst Legende: „Stört es Sie, wenn ich mich ein bisschen zurücklehne? Sie haben Mundgeruch, ziemlich üblen sogar“, sagte Multimillionär Donald Trump zu Talkmaster Larry King während einer Livesendung auf CNN. So beginnen große TV-Shows! Manche Karrieren aber auch. Es gibt einige erfolgreiche Wege, um nach oben zu kommen. Der andere ist, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/08/FollowMe.png" alt="" title="FollowMe" width="300" class="alignright size-full wp-image-25274" />Der Dialog ist längst Legende: „Stört es Sie, wenn ich mich ein bisschen zurücklehne? Sie haben Mundgeruch, ziemlich üblen sogar“, sagte Multimillionär Donald Trump zu Talkmaster Larry King während einer Livesendung auf CNN. So beginnen große TV-Shows! Manche <a href="http://karrierebibel.de/boese-bringts-warum-fiesling-aufsteigen/" target="_blank">Karrieren</a> aber auch. Es gibt einige erfolgreiche Wege, um nach oben zu kommen. Der andere ist, ein richtiges Ekel zu sein. </p>
<p>Es ist eben so: Nicht selten ist das Glück gerade mit den rücksichtslosen <a href="http://karrierebibel.de/die-kleinen-lasst-man-laufen-%e2%80%93-vom-umgang-mit-tyrannen/" target="_blank">Widerlingen</a>, die wie Mähdrescher durch ihre Umwelt pflügen und unbarmherzig alles und jeden rasieren, der sich ihnen in den Weg oder dumme Fragen stellt. Welchen Weg man wählt, bleibt letztlich eine Persönlichkeitsfrage. Falls Sie sich allerdings für die Alternative <a href="http://karrierebibel.de/tyrannen-in-der-chefetage-%e2%80%93-unsicherheit-macht-aggressiv/" target="_blank">Gemeinsein</a> interessieren &#8211; so geht es richtig: <span id="more-36798"></span></p>
<ul class="viagra">
<li><strong>Seien Sie jederzeit von sich überzeugt!</strong> Narzissmus schützt vor schlechter Laune. Im Grunde müssen Sie sogar Stolz auf ihre Boshaftigkeit sein. Irgendjemand muss ja die Drecksarbeit machen. Und den anderen fehlt eben der Mut und die Kraft dazu.</li>
<li><strong>Lügen Sie!</strong> Das machen sowieso alle großen Fische: Manager, die sagen, das Unternehmen stünde nicht zum Verkauf, während die Verhandlungen schon laufen, genauso wie Politiker, die von Steuersenkungen palavern. Denken Sie nur an US-Präsident Bill Clinton, der die Wahrheit um seine Affäre erst hauchzart filetierte um sie anschließend neu zu deuten: „Oralsex ist kein Sex.“ Geht doch!</li>
<li><strong>Beuten Sie andere aus! </strong>Delegieren Sie alle unangenehmen Aufgaben an andere. Nur was Spaß bringt, machen Sie selbst. Und wird eins der leidigen Projekte doch noch ein Erfolg, reißen Sie die Sache natürlich sofort wieder an sich.</li>
<li><strong>Die Leute mit Gegenständen zu bewerfen</strong>, ist auch ein probates Mittel, um Menschen auf Distanz zuhalten, sie anzuspornen und das Fürchten zu lehren. Zickenmodel Naomi Campbell soll diese Kunst mit ihrem Handy zu Perfektion getrieben haben.</li>
<li><strong>Was auch wirkt: Die Leute in den Hintern treten. </strong>Physisch. Wörtlich reicht zur Not aber auch. Etwa, indem Sie ihnen a) klar machen, wie dämlich sie sind, b) ihr Aussehen kritisieren, c) sie mitten im Satz unterbrechen, d) sie aus dem Zimmer werfen und e) mit Entlassung drohen. Ideal ist die Kombination von mehreren Buchstaben. Vom mehrfach abgefundenen Chefredakteur Werner Funk gibt es dazu eine schöne Anekdote. Bei einem seiner Jobwechsel lief ihm ein Redakteur über den Weg, den er mit den Worten begrüßt haben soll: „Habe ich Sie nicht schon das letzte Mal gefeuert?“ So macht das!</li>
<li><strong>Sie können die Leute auch körperlich quälen.</strong> Schlafentzug wirkt Wunder, wissen zum Beispiel professionelle Gehirnwäscher. Einfach die Leute abends im Büro mit dringenden Aufgaben lange beschäftigen. Das macht mürbe. Anbrüllen funktioniert aber auch ganz gut. Am Telefon sogar noch besser. In wunderbaren Augenblicken lässt sich dort die Verbindung bemerkbar kappen, sobald einer wagt, sich zu rechtfertigen.</li>
<li><strong>Richtig fies ist zudem die Kollegen gegeneinander auszuspielen.</strong> Übertragen Sie dazu mehreren Mitarbeitern dieselbe Aufgabe. Sollen die ruhig um den Lorbeer kämpfen! Loben und tadeln Sie die Leute dann vor Publikum. Sprechen Sie hinter derem Rücken aber auch reihum schlecht über sie. Das verunsichert und lässt ihre Chargen zu bösartigen, rivalisierenden Kampfmaschinen mutieren, die nach Ihrer Gunst fiebern.</li>
<li><strong>Killen Sie jeden Widerspruch!</strong> Ihr Motto muss sein: Wer nicht spurt, fliegt raus. Am besten laut und schmutzig. Keine Bange, an das Gefühl, die Leute auf dem Papier zu töten, gewöhnt man sich schnell. Jedenfalls bekommt man davon weder Magengeschwüre  noch Schlafstörungen.</li>
<li><strong>Seien Sie unberechenbar!</strong> Selektieren Sie ihre Freundlichkeit. Begünstigen Sie nur bestimmte Leute – und nur solange Sie Lust dazu haben. Danach sind Sie wieder grob. Mittendrin auch. Teilen Sie Ihre Umwelt ein in jene, die Ihnen dabei nützen, das zu bekommen, was sie wollen und solche, die Sie bald loswerden. Wichtig ist, dass die Schikane jeden trifft, aber unregelmäßig. So verbreiten Sie Angst und Schrecken. Keiner wird mehr wagen Sie anzugreifen oder zu kritisieren. Das Leben kann so schön sein.</li>
</ul>
<p>Sie merken schon: Ein Ekel zu sein, geht ganz leicht. Es macht vielleicht nur etwas einsam. Aber hey, das ist es an der Spitze immer! Und falls Sie diesen Weg ernsthaft gehen wollen, empfehle ich ihnen unbedingt noch die Lektüre von <a href="https://www.amazon.de/dp/3430114829/ref=as_li_ss_til?tag=karrierebibel-21&#038;camp=2906&#038;creative=19474&#038;linkCode=as4&#038;creativeASIN=3430114829&#038;adid=0AJNV8W9GQSG0Q6NCKXV&#038;" taget="_blank">Stanley Bing</a>&#8230;</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36798&amp;md5=f2b56ae286176c4e47e9864d2dfecd63" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mission impossible &#8211; Wenn es nicht kaputt ist: nicht reparieren!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 12:44:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<description><![CDATA[Folgende Situation: Sie wollen sich ein neues Auto kaufen. Aber nicht irgendeins, das jeder fährt. Ein bisschen origineller soll es schon sein. Also suchen und suchen Sie, und irgendwann finden Sie Ihr seltenes Traumauto sogar. Oder sagen wir, zumindest die Farbe ist recht ungewöhnlich: Orangemetallic. Sie unterschreiben den Kaufvertrag und fahren zufrieden nach Hause&#8230; Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2007/08/blinkauge.gif" alt="" title="Blinkauge" width="80" class="alignright size-full wp-image-221" />Folgende Situation: Sie wollen sich ein neues Auto kaufen. Aber nicht irgendeins, das jeder fährt. Ein bisschen origineller soll es schon sein. Also suchen und suchen Sie, und irgendwann finden Sie Ihr seltenes Traumauto sogar. Oder sagen wir, zumindest die Farbe ist recht ungewöhnlich: Orangemetallic. Sie unterschreiben den Kaufvertrag und fahren zufrieden nach Hause&#8230; Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Denn jetzt fallen Ihnen auf einmal zig Orangemetallic-farbene Karrossen im Straßenbild auf. Das wars dann mit der Indiviualistenschüssel! <span id="more-36545"></span></p>
<p>Typisch &#8211; und anders als im Sprichwort: Vor lauter Wald sehen wir die Bäume nicht mehr. Die Farbe &#8211; sie ist natürlich nur ein Beispiel &#8211; ist vermutlich immer noch ziemlich selten. Aber weil wir unsere Aufmerksamkeit so stark darauf gerichtet haben, entdecken wir sie an allen Ecken und Stellen. Eben einen ganzen Wald voll. </p>
<p>So ist das allerdings nicht nur mit Traumautos in Sonderfarben. Dasselbe geschieht typischerweise auch mit Projekten im Job. Eigentlich läuft es ganz gut, doch dann fangen die Kollegen an, nach möglichen Problemen zu suchen. In bester Absicht sogar: Je früher man die Biester findet, desto weniger Schaden können sie anrichten. Aber kaum haben alle ihr Augenmerk auf mögliche Schwachstellen fokussiert &#8211; zack &#8211; tauchen ständig weitere auf. Das ganze Projekt besteht eigentlich nur noch aus einer Ansammlung von Pleiten, Pech und Pannen vom Ausmaß des Schwarzwalds.</p>
<p>Was dann mit einem Mal übersehen wird, sind all die genialen Kleinigkeiten, die Stärken des Projekts &#8211; und damit auch dessen einzigartige Chance zu reüssieren. </p>
<p>Es ist wie bei uns selbst: Ständig laborieren wir an unseren Schwächen und vergessen den Fokus auf unsere Talente zu legen und die Stärken zu stärken. Denn genau hierin (und meist auch NUR hierin) liegt der spärtere Erfolg. </p>
<p>Luke Williams, ein Partner bei Frog Design, hat hierzu einen <a href="http://www.fastcodesign.com/1664794/four-ways-to-spot-an-opportunity-ripe-for-a-disruptive-innovation" target="_blank">lesenswerten Artikel</a> geschrieben. Und die richtige Pointe formuliert: </p>
<p><strong>Wenn es nicht kaputt ist &#8211; versuche es nicht zu reparieren!</strong></p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36545&amp;md5=fe248e57509ec220b4b8892ab7724fc1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mut zur Lücke &#8211; Wissen ist Macht, Unwissen macht aber auch nichts</title>
		<link>http://karrierebibel.de/mut-zur-lucke-wissen-ist-macht-unwissen-macht-aber-auch-nichts/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 11:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon wahr. Man kann nicht alles wissen. Sollte man auch nicht. Es wäre ohnehin ziemlich unklug, allerlei unnützes Wissen mit sich herum zu schleppen und seinen Biospeicher damit unnötig zu belasten, wo wir schon die wirklich wichtigen Dinge im Leben kaum noch memorieren. Mut zur Lücke &#8211; das Konzept war schon an der Uni ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/10/Äh.PNG" alt="Äh" title="Äh" width="130" class="alignright size-full wp-image-13377" />Schon wahr. Man kann nicht alles wissen. Sollte man auch nicht. Es wäre ohnehin ziemlich unklug, allerlei unnützes Wissen mit sich herum zu schleppen und seinen Biospeicher damit unnötig zu belasten, wo wir schon die wirklich wichtigen Dinge im Leben kaum noch <a href="http://karrierebibel.de/google-effekt-das-internet-macht-vergesslich/">memorieren</a>. Mut zur Lücke &#8211; das Konzept war schon an der Uni ein Erfolgsmodell. Allerdings: Die wenigsten können diese Lücken <em>im rechten Moment</em> auch zugeben. <span id="more-36322"></span></p>
<p><em>Ich weiß, dass ich nichts weiß.</em> Das Bonmot bringt mancher vielleicht noch leicht über die Lippen. Es ist ja auch so angenehm allgemein. Aber <a href="http://karrierebibel.de/mea-culpa-was-tun-wenn-sie-einen-fehler-gemacht-haben/" target="_blank">einzugestehen</a>, dass man von dieser einen konkreten Sache eigentlich gar keine Ahnung hat, insbesondere wenn man danach gefragt wird &#8211; das schaffen nur wenige. Dann lieber mitreden, auf Halbwissen komm raus&#8230; in der Uni, in Meetings, auf Kongressen, im Internet. </p>
<p>Überhaupt das Internet! Die Datenautobahnen sind voll von Menschen, die schon im Straßengraben liegen oder nicht mal Straßenschilder lesen, anderen aber den Weg erklären wollen. <em>Ich sehe das anders, deshalb muss der Autor ein Idiot sein</em>, lautet das Motto der meist unentdeckten Bescheidwisser, Phrasendreschflegel und anonymen Heißluftverbläser, die jeden Andersgedanken solange zurechtdengeln, bis der in ihr Weltbild passt. Kluge Begründungen? Werden durch Pauschalurteile ersetzt. Mangelnde Argumente? Lassen sich hinter Vehemenz und pointierter Häme verstecken. Kritik? Müssen sich nur andere gefallen lassen. Das Leben kann so simpel sein&#8230; Isses aber nicht!</p>
<p>Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin ein Freund des Diskurses. Diskussionen schärfen das eigene Denken, bringen auf neue Gedanken und machen überdies Spaß. Deshalb gibt es ja auch auf fast jeder Website inzwischen eine Kommentarfunktion. Mitreden gilt im Mitmachweb als Tugend. Nur wird dabei oft übersehen, dass die Mitrede erst dann zur Tugend wird, wenn man auch etwas Essenzielles beizutragen hat. Sonst bleibt sie bestenfalls Geschwätz.</p>
<p>Die klügere Alternative: schweigen.</p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/11/ah_transparent.png" alt="" title="ah_transparent" width="120" class="alignleft size-full wp-image-29066" />Überhaupt kann es ein solcher Luxus sein, etwas nicht zu wissen und das auch zugeben zu können. Ja, richtig gelesen: Luxus! Auf den Gedanken hat mich <a href="http://www.businessinsider.com/the-luxury-of-not-knowing-everything-2011-7" target="_blank">dieser Artikel</a> gebracht. Was für ein hartes, anstrengendes Leben ist das doch: Statt zuzugeben, etwas nicht zu wissen, faken diese Leute Fakten, stottern, lavieren sich drumherum oder verteidigen einen Standpunkt, der sowieso nie haltbar war. Das kostet ungemein viel Kraft, hält auf und bringt sie im schlimmsten Fall noch dazu, eine Sache umsetzen zu müssen, von der sie eh schon wissen, dass sie auf Klugschiss und grobem Unfug basiert.</p>
<p>Was für eine komfortable Alternative ist es dagegen, sich zurückzulehnen und zu gestehen: <em>&#8220;Ich weiß es nicht, aber kannst du es mir (uns) bitte erklären?&#8221;</em></p>
<div class="textboxright1" style="width:94%">
<h3>Anregung+</h3>
<p>Wer fragt, der führt. Das gilt erst recht, wenn Sie das Gefühl haben mit einem Klugschwätzer zu diskutieren. Statt selbst in die Rechtfertigungsfalle zu tappen, fragen Sie lieber zurück: Wie ist das gemeint? Wie kommst du darauf? Womit begründest du das? Kannst du das so erklären, dass es auch Erna Kasuppke aus Rheda-Wiedenbrück versteht? Entweder kommt dann was wirklich Gutes (aber selten), Quatsch (leider oft) oder nichts mehr.</p></div>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36322&amp;md5=a972a033e91db50b9d0d37bd9c884b51" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn du bis zum Hals im Dreck steckst &#8211; halt die Klappe!</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 17:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine kurze Parabel&#8230; Ein Vogel fliegt verspätet im Winter nach Süden. Doch es ist so kalt, dass seine Flügel immer steifer werden. Schließlich stürzt er ab und fällt auf ein Feld. Während er da liegt, kommt eine Kuh vorbeigetrottet und lässt einen Haufen direkt auf den Vogel fallen. Erst ärgert er sich, dann merkt er, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 class="psychologie_c">Eine kurze Parabel&#8230;</h3>
<blockquote><p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/03/VogelTwitter.png"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/03/VogelTwitter.png" alt="" title="VogelTwitter" width="300" class="alignright size-full wp-image-38375" /></a>Ein Vogel fliegt verspätet im Winter nach Süden. Doch es ist so kalt, dass seine Flügel immer steifer werden. Schließlich stürzt er ab und fällt auf ein Feld. Während er da liegt, kommt eine Kuh vorbeigetrottet und lässt einen Haufen direkt auf den Vogel fallen. Erst ärgert er sich, dann merkt er, wie wohlig warm das ist und taut langsam wieder auf. Darüber ist der Vogel so glücklich, dass er damit beginnt, ein Lied zu trällern. Eine Katze, die gerade umherstreunt, hört das Gezwitscher und entdeckt den Vogel. Sie holt ihn aus dem Dung und frisst ihn auf.</p></blockquote>
<p> <span id="more-36311"></span></p>
<h3 class="psychologie_c">Und die Moral von der Geschichte:</h3>
<ul class="viagra">
<li>Nicht jeder, der dich anscheißt, ist dein Feind.</li>
<li>Nicht jeder, der dich aus dem Mist befreit, ist dein Freund.</li>
<li>Wenn du bis zum Hals im Dreck steckst – halt die Klappe!</li>
</ul>
<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/03/Katze.png"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2009/03/Katze.png" alt="" title="Katze" width="230" class="alignright size-full wp-image-38376" /></a></p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36311&amp;md5=fa6700be8b5f4a3ed3ce44362501ad0a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lauf Forrest, lauf! &#8211; Wie man mit Verrückten umgeht</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 17:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Gott muss verrückte Menschen lieben.&#8221;&#8220;Warum?&#8221;&#8220;Er macht so viele davon!&#8221; Der aus langjähriger sozialer Erfahrung und tiefer Erkenntnis über den wahren Zustand dieser Welt prall gefüllte Dialog stammt ausgerechnet aus dem, nun ja, intellektuell nicht ganz so prallen Film Rambo III. Wenn man einmal die Option ausblendet, wie Rambo die Konfrontation mit Verrückten in der Regel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="160" height="120" class="alignright" src="http://www.youtube.com/embed/OJJPS5lZaqA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><em><strong>&#8220;Gott muss verrückte Menschen lieben.&#8221;<br />&#8220;Warum?&#8221;<br />&#8220;Er macht so viele davon!&#8221;</strong></em></p>
<p>Der aus langjähriger sozialer Erfahrung und tiefer Erkenntnis über den wahren Zustand dieser Welt prall gefüllte Dialog stammt ausgerechnet aus dem, nun ja, intellektuell nicht ganz so prallen Film <em>Rambo III</em>. Wenn man einmal die Option ausblendet, wie Rambo die Konfrontation mit Verrückten in der Regel (endgültig) löst, so bleibt zwischen Resignation und <em>Rambo&#8217;s Way</em> immer noch eine verhältnismäß breite und qualvolle Grauzone an Alternativen. <span id="more-36276"></span></p>
<p>Bis dahin gibt es jedoch mindestens ebenso zahlreiche Alternativen, Verrückten zu begegnen: im Bekanntenkreis, im erweiterten Freundeskreis, in Internet-Foren, in Blogs, auf Facebook, auf Twitter, im Job. Ganz besonders im Job. Chefs, Kunden, Kollegen &#8211; überall lauert die Gefahr, auf jemanden zu treffen, der zwar nicht mehr alle Latten am Zaun hat, dafür aber perfekt auf unseren Nerven <a href="http://youtu.be/sN62PAKoBfE" target="_blank">Macarena</a> spielen kann.</p>
<p><strong class="psychologie_c">Was dann tun? Wie geht man mit derlei <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Honk" target="_blank">Honks</a> um?</strong></p>
<p>Um es gleich vorweg zu sagen: Die ultimative Lösung kenne ich auch nicht. Womöglich gibt es sie auch nicht. Zumindest aber ein paar bewährte Wege, obige Erkenntnis und passiven Widerstand zu einer Art Weltverbesserungsvademecum zu verbinden &#8211; drei Wege, um genau zu sein&#8230;</p>
<ul class="viagra">
<li><strong>Schritt Nummer 1:</strong> Finden Sie erst einmal heraus, ob Sie es wirklich mit einem Verrückten zu tun haben oder mit einem Menschen, der einfach nur einen <a href="http://karrierebibel.de/bad-hair-day-%E2%80%93-viralkampagne-uber-buro-horror-tage/" target="_blank">Bad Hair Day</a> hat. Den gibt es schließlich auch. Und in dem Fall sollte man Milde walten lassen. Das Leben tanzt mit uns allen mal Macarena. Kein Grund also, dazu auch noch in die Hände zu klatschen.<br />
<br />
Um jedoch ganz sicher zu gehen, stellen Sie am besten eine vorsichtige Rückfrage zu dem schwachsinnigen Vorschlag oder hirnrissigen Kommentar kosmischen Ausmaßes. Oder Sie spiegeln das Verhalten des vermeintlich Verrückten. Ein echter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troglodyt" target="_blank">Troglodyt</a> dreht daraufhin in 99,14159265 Prozent der Fälle erst richtig auf und vollends durch. Wer dagegen einen schlechten Tag hat, findet Sie lediglich herzlos oder gemein. Nicht rühmlich, aber wenigstens wissen Sie nun, woran Sie sind. Und kommen weiter zu&#8230;</li>
<li><strong>Schritt Nummer 2:</strong> Schalten Sie Ihre Emotionen aus, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Show. Verrückte sind Meister darin, ihre Umwelt zu terrorisieren und zu infizieren. Der <em>silencius idioticus maximus</em>, der sogenannte schleichende Wahnsinn ist leider hochgradig ansteckend und in der Lage, ein ganzes Büro in ein Panoptikum zu verwandeln. Oder anders formuliert: Bist du zu schwach, wird er zu stark. Allerdings nur, solange man auf den Shiznit reagiert. Deshalb sollten Sie auf keinen Fall versuchen, vernünftig, sachlich, logisch, oder sonstwie klug zu antworten. Verrückte sind dagegen immun. Und auf Dung wirkt es wie Dünger. Die beste Reaktion auf verifizierte Verrückte ist daher: keine.<br />
<br />
Gleichwohl muss man einräumen: Die Strategie funktioniert nicht immer. Eigentlich sogar ziemlich selten, weil sich Verrückte bis heute ebenso vehement wie erfolgreich dem Bestreben entziehen, berechenbar zu sein. Das muss man anerkennen. Deshalb, daher und darum hilf mitunter nur&#8230;</li>
<li><strong>Schritt Nummer 3:</strong><iframe width="268" height="200" class="alignright" src="http://www.youtube.com/embed/Rma01DMxfhI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> <em>Lauf Forrest, lauf!</em> Manchmal, erst recht aber wenn es der Verrückten zu viele werden (und wie das Eingangszitat lehrt, liegt die Wahrscheinlichkeit dafür leider recht hoch), lohnt sich die Strategie von Forrest Gump: Sehen Sie zu, dass Sie Land gewinnen! Das ist allenfalls auf den ersten Blick einfältig und entgegen begleitender Gefühle überhaupt keine Schande, sondern sehr klug (und wie der Film <em>Forrest Gump</em> zeigt, zuweilen sogar enorm erfolgreich). Wer feststellt, auf der Titanic zu reisen, der kann sich entweder ein Rettungsboot schnappen &#8211; oder das Cello. Letzteres klingt zwar harmonischer, die Überlebenschance liegt bei Ersterem dafür deutlich höher.</li>
</ul>
<p><em>Achso, weil es zwischen den Zeilen vielleicht überlesen wird: Dieser Beitrag ist Satire &#8211; aber mit wahrem Kern.</em></p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36276&amp;md5=a9c4ebe2e41783bf84c92ac3bcded204" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mehr ist weniger &#8211; Das Paradox der Produktivität</title>
		<link>http://karrierebibel.de/mehr-ist-weniger-das-paradox-der-produktivitat/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 10:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Mai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<description><![CDATA[In den USA spricht man bereits vom Phänomen der Superjobs. Allerdings ist das ein Euphemismus. Superjob &#8211; das klingt nach Top-Gehalt, nach drei Sternen auf der Schulterklappe und einem eigenen Team. Schön wär&#8217;s! Tatsächlich bedeutet es aber: mehrere Jobs in einem, arbeiten bis in die Puppen, auch am Wochenende, ständige Erreichbarkeit &#8211; und das alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/FrustJob.png"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2012/01/FrustJob.png" alt="" title="FrustJob" width="300" class="alignright size-full wp-image-38252" /></a>In den USA spricht man bereits vom Phänomen der <em><a href="http://www.psychologytoday.com/blog/hidden-motives/201107/the-costly-paradox-productivity" target="_blank">Superjobs</a></em>. Allerdings ist das ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus" target="_blank">Euphemismus</a>. Superjob &#8211; das klingt nach Top-Gehalt, nach drei Sternen auf der Schulterklappe und einem eigenen Team. Schön wär&#8217;s! Tatsächlich bedeutet es aber: mehrere Jobs in einem, arbeiten bis in die Puppen, auch am Wochenende, ständige Erreichbarkeit &#8211; und das alles zu dem Gehalt eines einfachen Arbeiters. Bestenfalls. <span id="more-36269"></span></p>
<p>Es ist das Paradox der Produktivität, das hinter diesem Phänomen steckt: In der vergangenen Krise wurden zahlreiche Stellen abgebaut. Die Arbeit aber blieb. Also wurde sie auf die verbleibende Belegschaft verteilt. Die einen bekamen tolle Titel dazu, andere einen kleinen Bonus am Jahresende, einen Klaps auf die Schulter und ein &#8220;gut gemacht&#8221;, vielleicht noch ein Buch dazu. Insgesamt aber sparten sich die Unternehmen viel Personalkosten bei gleichem oder gar gestiegenem Output. Kurz: Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter wurden produktiver. Anfangs jedenfalls.</p>
<p>Und zunächst einmal klingt das ja auch positiv: <em>Du bekommst mehr Verantwortung! Wir haben da noch einen anderen wichtigen Job für dich, der mit deinem bisherigen nicht so viel zu tun hat&#8230;</em> Wer fühlt sich da nicht geschmeichelt? &#8220;Endlich entdecken die meine vielseitigen Talente!&#8221;, wird mancher vielleicht dabei denken. Der Job wird interessanter, abwechslungsreicher, die Bedeutung im Unternehmen steigt. Laut einer <a href="http://www.economist.com/node/18895468?story_id=18895468&#038;fsrc=rss" target="_blank">Spherion-Staffing-Studie</a> haben 53 Prozent der Arbeitnehmer seit der Rezession Extra-Aufgaben übernommen. Jedoch ohne Extra-Bezahlung. Lediglich sieben Prozent erhielten auch so etwas wie einen Bonus dafür. </p>
<p><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2010/12/Anzug.png" alt="" title="Anzug" width="80" class="alignleft size-full wp-image-31114" />Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will gar keinen Kampfgesang von zunehmender Ausbeutung anstimmen. Aber all die Bemühungen um mehr Produktivität, die kurzfristigen Erfolge sind womöglich eben auch genau nur das: kurzfristige Erfolge. </p>
<p>Tatsache ist auch: Die Menschen sind zunehmend überarbeitet. Psychische Erkrankungen nehmen seit Jahren zu. Immer öfter kommen <a href="http://karrierebibel.de/nix-wie-weg-jeder-dritte-ist-unzufrieden-im-job/">Umfragen</a> zu dem <a href="http://karrierebibel.de/arbeitszufriedenheit-sinkt-und-wie-stehts-bei-ihnen/">Ergebnis</a>, dass Mitarbeiter im Job frustriert sind, dass sie sich zunehmend gestresst fühlen, ausgelaugt. Sie <a href="http://karrierebibel.de/buroflucht-%e2%80%93-anwesenheit-mindert-produktivitat/">arbeiten länger</a>, machen mehr und vieles verschieden. Aber die Gefahr ist auch, dass sie vieles nicht mehr richtig gut machen. </p>
<p>Erst steigt die Produktivität, dann sinkt die Qualität. Und mit ihr die Freude im Job, die Konzentration, die Kraft, die Kreativität. Und der eine oder andere Arbeitnehmer könnte gar auf den Gedanken kommen, dass die schicken Sterne auf der Schulter in Wahrheit nur ein Ablenkungsmanöver sind, damit er den Ring in der Nase nicht bemerkt, mit dem er längst durch die Büroflure geschleift wird.</p>
 <p><a href="http://karrierebibel.de/?flattrss_redirect&amp;id=36269&amp;md5=de20bbb1de3aee553e0880c2bd181565" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://karrierebibel.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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