Artikel in "Essay"

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Dilemma – Kann man Kreativität verhindern, indem man sie fordert?

Das ist jetzt eher so eine These, mehr noch eine Frage: Kann es sein, dass der beste Weg, Kreativität zu verhindern, der ist, selbige zu fordern?

Wie ich darauf komme? Nun, wenn man sich anschaut, wann und wo große, kreative Ideen und Erfindungen entstanden sind, dann meist aus der Not heraus. Das Rad zum Beispiel wurde irgendwann erfunden, weil die Menschen es leid waren, schwere Dinge hinter sich herzuschleifen. Für die Innovation der Glühbirne ging Thomas Thomas Alva Edison irgendwann ein Licht auf, weil Kerzen und offenes Feuer nicht nur schmutziger und gefährlicher sind, sondern weil die Leute keine Lust mehr hatten im Dunkeln zu sitzen, zu lesen oder sonstwas zu machen. Kurzum: Not macht erfinderisch. mehr

Von Christian Mueller // Schreibe einen Kommentar

Prioritäten setzen – Eine Parabel über das Neinsagen (können)

Es gibt Menschen, die immer und überall dabei sind und helfen, wo sie können. Diese Menschen werden oft um Hilfe gebeten und sagen nie Nein. Das können Manager, Abteilungsleiter, angesehene Kollegen oder gute Freunde sein. Jeder wendet sich mit seinen Problemen an sie, denn sie scheinen immer Zeit zu haben. Einige Zeit mag das funktionieren, doch auf Dauer geht das meistens nicht gut. Warum ein NEIN manchmal besser ist, zeigt die folgende Parabel: mehr

Essay, Job 0
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Anpassungsfähig – Karrieren verlaufen nie gerade

Immer wieder wird Erfolgshungrigen empfohlen, einen Karriereplan zu machen. Mit Ausgangspunkt und Ziel und dazwischen zieht man eine Gerade – den Karriereweg. Und der zielt steil nach oben… Bullshit! Karrierepläne sind eine theoretische Vision – und meistens zielen sie an der Realität meilenweit vorbei. Dafür ändert sich die Wirtschaftswelt, das Leben sowieso, viel zu schnell.

Schon umgangssprachlich wird eine Karriere gemacht und nicht von langer Hand geplant. Neben Talent, Leistung und Entschlossenheit, handwerklichem Geschick und dem Nutzen einiger Regeln gehört oft auch eine gute Portion Glück zu einer steilen Laufbahn. Und Glück lässt sich ebenso wenig planen wie ein Sechser mit Zusatzzahl. mehr

Essay, Job 1
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Mutanfall – Courage ist ein Luxusgut, das man sich leisten sollte

„Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub“, schrieb Antoine de Saint-Exupéry. Das Traurige an solchen Bonmots ist: Jeder nickt nur dazu. Selbst Manager, die berufsbedingt Kundschafter sein sollten, wirbeln oft bloß Staub auf, wenn sie den Mut im Munde führen. Die Forderung nach mehr Entschlossenheit klingt zwar gut, nach hochgekrempelten Ärmeln, nach Visionen und nach Aufbruch, doch über Courage zu reden, reicht nicht. mehr

Essay, Job 1
Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Alles ist relativ – Ist das Glas halb voll, halb leer oder ganz voll?

Sie kennen natürlich längst den klassischen Persönlichkeitstest: Mit Blick auf das abgebildete Glas rechts – was würden Sie sagen: Ist es halb voll oder halb leer?

Üblicherweise gilt die Einschätzung: Optimisten antworten, es ist halb voll; Pessimisten dagegen nennen es eher halb leer. Nur deutsche Ingenieure stellen dabei eine Sonderform dar. Die antworten eher so was wie: Das Wasserglas ist doppelt so groß wie es sein müsste. Es gibt aber noch eine weitere denkbare Interpretation – und die ist genauso interessant: Das Glas ist absolut voll – und zwar zur Hälfte mit Wasser und zur anderen Hälfte mit Luft. mehr

Essay, Job 6
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Erfolgsrezept – Leidenschaft, nicht Talent macht den Gewinner

Das Problem ist: Sobald Menschen und Medien über Mozart, Einstein, Bill Gates oder Steve Jobs und ihre Erfolge sinnieren, dann sehen sie vor allem deren Genialität und Kreativität – und übersehen wie hart diese zweifellos kreativen Genies für ihre Erfolge gearbeitet haben. Das Ergebnis ist eine gefährliche Illusion: Dabei entsteht der Eindruck diese Menschen seien vor allem deshalb an die Spitze gelangt, weil sie etwas hatten, was andere nicht hatten. Das stimmt in gewisser Weise auch. Es sind aber weniger Kreativität und Intelligenz, sondern vielmehr ihre Leidenschaft, ihre Neugier und ihr Lerneifer sowie ihr Durchhaltevermögen. mehr

Essay, Job 2
Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Wertvoll – Eine Parabel über das Scheitern

Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Sie lauschen einem Vortrag. Plötzlich holt der Redner einen 50-Euro-Schein heraus, hält ihn in die Luft und fragt: „Wer von Ihnen möchte diesen 50-Euro-Schein haben?“

Zahlreiche Hände gehen hoch, vielleicht auch Ihrer. „Einen Moment noch, bitte“, sagt der Redner, nimmt den Schein und zerknüllt ihn. Er reißt sogar noch ein paar Ecken hinein bis der Schein nur noch ein unansehnliches Knäuel ist. Wieder fragt er: „Wer von Ihnen möchte den 50-Euro-Schein jetzt noch haben?“ mehr

Essay, Job 6
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen