Händewaschen ist mehr als ein hygienischer Akt. Es seift auch unser Hirn ordentlich ein. Glaubt man den Untersuchungen der US-Psychologen Spike Lee and Norbert Schwarz von der Universität von Michigan, dann lassen sich auch Entscheidungszweifel mit etwas Seife einfach wegspülen. Neuste Forschungen von kanadischen Wissenschaftler zeigten jetzt zudem: Wer sich seine Hände mit Seife säubert, hat zugleich strengere Moralvorstellungen.
Klingt unglaublich? Stimmt. Dennoch ist es das Ergebnis der Untersuchungen von Chen-Bo Zhong, einem Organisationsforscher an der Rotman School of Management in Toronto. Für sein recht ungewöhnliches Experimente lud 58 Studenten in ein Labor ein, das er zuvor mit brandneuen Möbeln eingerichtet hatte. Die eine Hälfte der Versuchsteilnehmer bat er jedoch darum, sich zuvor die Hände zu desinfizieren, um das flammneue Labor nicht zu verschmutzen. Die andere Hälfte durfte es so betreten. Dann bat er seine Probanden über Themen wie Pornographie oder Umweltverschmutzung zu diskutieren. Und tatsächlich: Wer sich zuvor ihre Hände gewaschen hatten, urteilte jetzt deutlich strenger. Oder kurz: Die Moralvorstellungen waren so reinlich wie die Hände. mehr →
Es dürfte kaum jemanden überraschen, dass Arme großzügiger sind als Reiche. Diverse Studien haben das immer wieder gezeigt, und nicht zuletzt lässt sich das auch im Alltag immer wieder beobachten. Ich selbst gehe etwa regelmäßig über die Düsseldorfer Kö, um in die U-Bahn zu steigen. Dort stehen jeden Tag zahlreiche Straßenbettler. Nun sollte man meinen, dass von dem dort flanierenden Klientel sicher zahlreiche Passanten einen Euro übrig hätten, um ihn in einen der Becher zu werfen. Doch es sind stets die (dem Anschein nach) einfachen Leute, die ich dort bei einer Gabe beobachten konnte – nie das typische Kö-Klientel.
Aber woran liegt das? Warum zücken ärmere Menschen ihr Geldbörse leichter als reiche? mehr →
Der Durchschnittsmensch trifft jeden Tag etwa 100.000 Entscheidungen – die meisten davon natürlich unbewusst und unterbewusst. Treffen wir eine bewusste Entscheidung, so ist dieser Prozess meist ein Abwägen von Gründen, Handlungsschritten und Konsequenzen. Daher sind wir in der Lage, Entscheidungen zu begründen und uns zu rechtfertigen.
Nehmen wir nun an, sie könnten sich zwischen zwei potenziellen Partnern entscheiden. Nach Ihrer Wahl seien Sie jedoch plötzlich mit demjenigen Partner verbandelt, den Sie sich nicht ausgesucht hatten. Würden Sie das merken? Sicher würden Sie das! Doch ein Experiment aus Skandinavien (pdf) zeigt, dass uns der Unterschied bei etwas abstrakterer Durchführung häufig nicht auffällt – und wir die vermeintlich falsche Partnerwahl plötzlich für goldrichtig halten.
Die Psychologen Lars Hall und Petter Johansson von der Universität Lund in Schweden fanden heraus, dass wir auch nach dem Treffen einer Entscheidung durchaus dazu fähig sind, die vermeintlich ungewollte Alternative als richtig zu empfinden. mehr →

Was kann man nicht alles in einem Gesicht ablesen: Lust und Langeweile, Frust und Freude, Trotz und Trauer. Oft gehen wir aber noch einen Schritt weiter: Wir sehen ein Gesicht – und interpretieren es: Dieser Typ ist freundlich, aufgeschlossen, ein guter Mensch. Oder: Er ist verschlagen, link, falsch, ein Fiesling, dem man nicht im Dunkeln begegnen möchte. Sie denken, dies entspricht der Wahrheit. Sie denken falsch! mehr →
Die folgenden zehn optischen Täuschungen haben Sie vermutlich noch nicht gesehen. Dafür sind sie besonders eindrucksvoll:
Die Malerei Hutmacher hat sich einen besonders auffälligen Werbegag einfallen lassen – und so eine hübsche Illusion für vorbei fahrende Autos geschaffen. Über Google-Streetview können Sie es hier im Browser gleich selbst ausprobieren: