Artikel in "Psychologie"

Von Jochen Mai // 12 Kommentare

Der E-Test – So finden Sie heraus, ob Ihr Gegenüber ein Egomane ist

Adam Galinsky ist Professor an der renommierten Kellogg of Management und beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Psyche von Managern, insbesondere mit der sprichwörtlichen Erblindung an der Spitze – wenn Chefs, trunken von Macht und Erfolg nichts mehr hören und sehen (wollen), was wirklich um sie herum geschieht, was die Leute über sie sagen, was sie denken, wie sie sich fühlen. Man könnte auch sagen, Galinsky beschäftigt sich mit Autismus auf der Chefetage. mehr

Von Jochen Mai // 5 Kommentare

Achtung Falschgeld – So entlarven Sie den falschen Fuffziger

Zugegeben, der Tipp passt jetzt nicht wirklich zum Kernthema der Karrierebibel. Dennoch könnte er helfen, Sie vor finanziellem Schaden zu bewahren, denn: Es ist wieder vermehrt Falschgeld im Umlauf! 50-Euro-Scheine vor allem, aber auch Zwanziger und Zehner.

Wie ich darauf komme? Das war erst gestern. Das Steak auf kreolischer Knoblauch-Rum-Sauce zerging regelrecht auf der Zunge, die Gespräche dazu waren inspirierend und die Kellnerin ausnehmend hübsch und freundlich – bis zu dem Moment, als ich die Rechnung mit einem 50-Euro-Schein bezahlen wollte. Ihre Miene wurde schlagartig ernst, sie tastete den Schein gründlich ab. mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Die Fuß-in-der-Tür-Technik – Oder wie Sie jemanden dazu bringen, Ja zu sagen

Heute stolperte ich über eine Studie, die zwar nicht mehr ganz taufrisch ist, dafür aber hochspannend. Sie stammt von den Stanford-Professoren Jonathan Freedman und Scott Fraser und aus dem Jahr 1966 – und sie beantwortet die Frage, wie man jemanden dazu bringt, JA zu sagen.

Spannende Frage. mehr

Von Jochen Mai // Schreibe einen Kommentar

Platzwahl – Wir setzen uns am liebsten neben Menschen, die uns ähnlich sehen

So, jetzt schauen Sie bitte mal nach rechts. Und dann noch nach links. Sehen Sie sich die Person, die neben Ihnen sitzt, bitte genau an: Wie sieht der- oder diejenige aus? Könnte es sein, dass die Person starke Ähnlichkeit mit Ihnen hat? Kein Wunder…

Denn das ist unsere Natur. Das jedenfalls legt eine Studie von Sean Mackinnon nah: Wir setzen uns am liebsten neben Menschen, die uns ähnlich sehen. Klar, im Büro haben Sie in der Regel wenig Einfluss darauf, wer neben ihnen sitzt. Allenfalls noch im Meeting. Ansonsten hockt im Büro eben der Kollege X oder Y, weil er zum Team gehört. Aber in freier Wildbahn, sagen wir in der Bahn, im Konzert, auf einem Kongress oder bei einem Vortrag, sieht die Sache schon anders aus. Beziehungsweise eben genau nicht. mehr

Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Google-Effekt – Das Internet macht vergesslich

Warum sollte man sich Dinge noch merken, wenn man jederzeit danach im Internet suchen kann – daheim am PC, im Büro oder mobil mit dem Smartphone? So in etwa lässt sich das Ergebnis einer US-Studie von Betsy Sparrow, Psychologin an der Columbia Universität, zusammenfassen. Ihre Experimente, die sie zusammen mit Kollegen von der Harvard Universität und der Universität von Wisconsin-Madison absolvierte, zeigen: Wer häufig Suchmaschinen und andere digitalen Archive nutzt, grübelt bei schwierigen Fragen kaum noch selbst, sondern sucht die Lösung lieber im Netz. Mehr noch: Mit der Zeit versuchen die Betroffenen immer seltener, sich etwas zu merken. Sie erinnerten sich nicht mehr an die Fakten, sondern an die Fundstellen. mehr

Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Chronotyp – Vom Nachtschwärmer zum Morgenzombie

Das Gehirn ist ein wundervolles Organ: Es arbeitet von dem Moment an, wo du morgens aus dem Bett springst, und hört nicht auf, bis du dein Büro betrittst.

Robert Lee Frost, Lyriker

Ich bin eine Eule. Ein Nachtmensch. Und Nachtschwärmer im Wortsinn. Ich liebe die Nacht. Morgens komme ich nur schwer aus dem Bett, aber spät abends, in den magischen Stunden wenn die meisten Menschen schlafen gehen und die Stadt in rot-blaues Licht getaucht wird, wenn man jeden selten gewordenen Autoreifen hört, wie er sich auf dem Asphalt abdrückt, dann lebe ich noch einmal auf. mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Drei Gründe, warum wir die Wahrheit über uns nicht hören wollen

  1. Wir müssten unsere Meinung ändern. Schlimmer noch: womöglich unser Weltbild gleich dazu. Studien, unter anderem von Kate Sweeny zeigen: Wir suchen lieber solche Informationen, die uns in unserem Glauben bestärken.
  2. Wir müssten unser Verhalten ändern. Wenn Ihnen der Doktor sagt, Sie müssten Ihr Leben komplett ändern – oder sterben. Könnten Sie das? Neun von zehn können es nicht.
  3. Wir fühlen uns schlecht. Insbesondere wenn uns andere negativer wahrnehmen als wir uns selbst, verursacht das einfach ein mieses Gefühl. Das mag keiner – und behält daher lieber die rosa Brille auf. Fatal. So entwickeln wir uns weder weiter, noch werden wir sympathischer.
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen