Der Deutsche trinkt im Schnitt vier Tassen Kaffee pro Tag. Das entspricht etwa 160 Liter im Jahr. Damit ist Kaffee noch vor Bier das beliebteste Getränk der Deutschen. Zu verdanken hat er das zahlreichen positiven Eigenschaften: Er schmeckt gut, regt an, belebt Körper und Geist. Der Komponist Ludwig van Beethoven etwa machte es sich zur Gewohnheit, regelmäßig 60 Kaffeebohnen abzuzählen, um daraus eine Tasse Mokka zu brauen. Der französische Romancier Honoré de Balzac wiederum trank täglich mehrere Tassen starken Kaffee, um wach zu bleiben. Er arbeitete meist zwölf Stunden am Tag. mehr
Artikel in "Psychologie"
Regelmäßigung – Toleranz ist ein Karrierekiller
Phantasiegespinst – Umwege führen schneller zum Ziel
Die Streitmacht schien unüberwindlich. Die Sumerer hatten eine scheinbar unaufhörliche Phalanx von Soldaten aufgestellt, die vom Euphrat bis zum Tigris reichte. So wollten sie 2300 v. Chr. die eindringenden Semiten aufhalten. Deren König war Lugalzagesi – und gerissen dazu. Tagelang spähte er die Phalanx aus, nirgendwo gab es ein Durchkommen. So vergingen Tage um Tage, Woche um Woche. Und jeden Tag standen die sumerischen Soldaten mit ihren Schilden und Speeren in der glühenden Hitze der Wüste. Da ließ Lugalzagesi die Steinskulptur einer wunderschönen Frau mit riesigen Brüsten anfertigen. Anschließend schickte er einen Jungen mit der Statue zu den Reihen der Sumerer. Der sagte: „Dies ist meine Schwester. Sie hat sich nachts durch eure Reihen geschlichen und hinter euch versteckt. Könnt ihr mir helfen, sie zu suchen?“ mehr
Schwarmintelligenz – Gemeinsam sind wir klüger
Panik kam auf. Am 21. Mai 1968 verlor die US Navy den Kontakt zu einem ihrer Atom-U-Boote im Nordatlantik, der USS Scorpion. War es aufgelaufen? Leck geschlagen? Explodiert? Vor allem aber: Wo war das Boot? Eine Suchaktion mitten im Atlantik wäre wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen geworden – die Navy hatte einfach zu wenige Informationen über Unglücksursache und letzte Position des Unterseebootes. Also bildete man ein Team aus Technikern, Offizieren, Navigatoren, die allesamt überlegten, was passiert sein könnte: Wie schnell das Boot gefahren ist? In welche Richtung? Wie tief es fuhr? Und so weiter. All diese Einzelmeinungen fasste man anschließend zu einem Mittelwert zusammen – und tatsächlich: Das U-Boot lag nur 200 Meter neben den so errechneten Koordinaten. Bemerkenswert an diesem Ergebnis: Keiner der Experten hatte auf diesen Ort getippt. Es war allein die Summe aller Vermutungen. mehr
Spieglein, Spieglein – Wer schön ist, macht Karriere
Manche Karrieren sind wie Efeu, kriechend steigen sie empor. Andere bekommen die Reise in den Olymp geschenkt. Mit Leistung hat das manchmal wenig zu tun. Ungerechte Welt. Aber so ist es nun mal. Der Volksmund nennt das Phänomen „Chemie“: Wenn sie zwischen zwei Menschen stimmt, klappt’s mit dem Nachbarn genauso wie mit dem Chef oder den Kollegen. Was aber tatsächlich hinter dieser ominösen Chemie steckt, untersuchen zum Beispiel Attraktivitätsforscher seit Ende der Sechziger Jahre – mit zum Teil überraschenden Ergebnissen.
Dass die äußere Erscheinung Karrieren enorm beeinflusst, zeigt eine etwa Langzeitstudie der Hamburger Wissenschaftlerin Sonja Bischoff von der Universität für Wirtschaft und Politik. Sie befragt seit 1986 regelmäßig Führungskräfte, wie groß diese den Einfluss der äußeren Erscheinung auf die Karriere (.pdf) einschätzen. Ergebnis: Der Faktor Attraktivität hat selbst über die Jahre hinweg Karriere gemacht. Stuften 1986 noch rund fünf Prozent die äußere Erscheinung als wichtig ein, so waren es 1991 bereits 14 Prozent, 1998 schon 22 Prozent – in vierten, aktuellen Studie maßen die Befragten dem Faktor Schönheit erstmals 28 Prozent (Männer, 26 Prozent Frauen) eine sogar größere Bedeutung zu als persönlichen Kontakten oder Seilschaften.
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Do ut des – Strategien für Verhandlungen
Matthias Schranner hat einen faszinierenden Beruf: Er ist Ghost Negotiator, ein Verhandlungsprofi, ein käuflicher Dienstleister, spezialisiert auf Grenzfälle – Verhandlungen, bei denen es um viel Geld geht und sich beide Seiten festgebissen haben; Fälle, bei denen der Stress hoch ist und die Zeit knapp. Er ist so eine Art Physiotherapeut, der die Spannungen lockert; ein Stauberater, der steckengebliebene Gespräche auflöst; ein Pfadfinder, der versucht, „zwischen Desaster und Katastrophe das Beste herauszuholen“. Nur eines ist er nicht: ein Vermittler, ein Schlichter. Im Gegenteil. Ein Ghost Negotiator schlägt sich bedingungslos auf eine Seite, bringt die Unterhändler seines Klienten in Stellung und macht sie fit für nur einen Zweck: die Verhandlungen zu gewinnen. mehr





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