Wie jetzt eine britische Studie der Universität Exeter zeigt, ist es für die Produktivität der Mitarbeiter wesentlich entscheidender, dass diese ihren Arbeitsbereich selbst gestalten und individuell einrichten können. In diesem Fall, so die Forscher, steige ihre Leistungskraft um stolze 32 Prozent.
„Die meisten Büros sind funktional eingerichtet“, sagt der Studien-Autor und Organisationspsychologe Alex Haslam. „Jedoch lassen sie wenig Raum für individuelle Gestaltung.“ Das aber erzeuge bei zahlreichen Mitarbeitern eine latente Distanz. In der Folge würden sie sich nicht nur weniger mit ihrem Arbeitsplatz identifizieren, sondern auch weniger mit den Aufgaben, die sie dort verrichten. Umgekehrt würden Belegschaften, die ihre Arbeitsräume selbst arrangieren können, häufiger davon erzählen, wie glücklich sie mit ihrem Job sind, sich stärker damit identifizieren sowie effizienter arbeiten. mehr →
Würden Sie für Ihren Traumjob umziehen – auch weit weg? 40 Prozent der deutschen Arbeitnehmer würden dies tun, so eine Monster-Umfrage (4651 Befragte). 27 Prozent der Befragten würden sich für den Wohnortwechsel hingegen nur entscheiden, wenn sich daraus ein finanzieller Vorteil in Form eines höheren Gehalts ergäbe. Und einem Drittel sind die Freunde und gewohnte Umgebung so wichtig, dass sie sie dem Job nicht unterordnen würden.
Damit erweisen sich die Deutschen als vergleichsweise immobil. Auf Nachfrage bei den Nachbarn in Österreich und der Schweiz kam heraus, dass deren Bereitschaft, die gewohnte Umgebung für den Beruf einzutauschen, etwas höher ist. So geben 42 Prozent der Österreicher und sogar die Hälfte der Schweizer an, dass sie für den Traumjob umziehen würden. Für 29 Prozent der Österreicher aber nur 22 Prozent der Schweizer Umfrageteilnehmer spielt die Bezahlung eine Rolle bei der Entscheidung. 29 Prozent der befragten Österreicher und 27 Prozent der Schweizer Befragten sagen, dass ihnen ihre Freunde und gewohnte Umgebung wichtiger sind als der Traumjob.
Deutsche Unternehmen erhöhen die Gehälter im kommenden Jahr voraussichtlich um bis zu 2,8 Prozent. Das ergab eine aktuelle Hewitt-Studie zur weltweiten Gehaltsentwicklung in über 50 Ländern.
Danach werden 2010 die Gehälter im Schnitt um 2,5 Prozent steigen. Nullrunden wird es dieses Jahr kaum geben: Nur etwa fünf Prozent der Unternehmen wollen die Gehälter konstant halten. 2009 verfolgten noch 35 Prozent der Befragten diese Strategie.
Über die höchsten Gehaltszuwächse dürfen sich 2011 die hochspezialisierte Fachkräfte freuen. Ihre Löhne werden im Schnitt um 2,8 Prozent zulegen, dicht gefolgt vom Top-Management und dem mittleren Management, die im kommenden Jahr mit 2,7 Prozent mehr Gehalt rechnen können. Auch auf der Ebene der Sachbearbeiter sind durchschnittliche Gehaltssteigerungen von 2,7 Prozent möglich.
Social Networks oder Weblogs – in der Schweiz wird damit noch wenig experimentiert. Dabei nutzen viele jüngere Arbeitnehmer inzwischen intensiv Social Media bei der Jobsuche und könnten hierüber optimal erreicht werden. Stattdessen aber setzen die meisten Unternehmen eher auf sogenanntes aktionsgetriebenes Recruiting – also hier etwas Hochschulmarketing und dort ein paar Stände auf der Jobmesse. Und das ist nur eines der Ergebnisse des neuen Trend Report Online Recruiting Schweiz (pdf, Kurzfassung). Ein weiteres Resultat: Drei von vier Unternehmen setzen nach wie vor auf Print-Anzeigen, wenn sie Stellen ausschreiben, noch stärker werden hierfür allerdings Online-Stellenbörsen von 93,2 Prozent genutzt. Mit 89,7 Prozent der Nennungen ist dies auch die erste Wahl bei den Stellensuchern (siehe Grafik):
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„Ich habe keine Zeit.“ Den Satz hört man immer öfter. Ob er nun wahr ist oder doch nur eine Ausrede, eine Frage bleibt: Woran liegt das? Oder anders gefragt: Was sind die größten Zeitdiebe im Alltag? Und woran liegt es wirklich, dass viele Dinge aus Zeitmangel nicht erledigt werden?
Der Produktivitätsexperte Martin Geiger hat dazu über 1600 Unternehmer und Führungskräfte online nach den größten Zeitdieben befragt, Ergebnis: Mehr als ein Viertel der Befragten (26,54 Prozent) nannten persönliches Aufschieben als Hauptgrund für ihre Zeitnot. Keine Lust, geringe Motivation – jedermann kennt das Problem des sogenannten Prokrastinierens, also Unangenehmes vor sich herzuschieben. „Wäre das anders, hätten wohl „noch mehr Besucher an der Umfrage teilgenommen“, kommentiert der Trainer das Resultat augenzwinkernd.
Auf Platz Zwei folgten mit knapp 16 Prozent Ablenkungen durch das Internet oder E-Mails. 15,7 Prozent der Befragten gaben wiederum an, dass die eigene Ablenkung oder mangelnde Konzentration ein wesentlicher Stolperstein sei. Auf Platz 4 hingegen rangieren mit 14,7 Prozent schon die Störungen durch Kollegen oder Mitarbeiter (siehe Grafik). mehr →
Händewaschen ist mehr als ein hygienischer Akt. Es seift auch unser Hirn ordentlich ein. Glaubt man den Untersuchungen der US-Psychologen Spike Lee and Norbert Schwarz von der Universität von Michigan, dann lassen sich auch Entscheidungszweifel mit etwas Seife einfach wegspülen. Neuste Forschungen von kanadischen Wissenschaftler zeigten jetzt zudem: Wer sich seine Hände mit Seife säubert, hat zugleich strengere Moralvorstellungen.
Klingt unglaublich? Stimmt. Dennoch ist es das Ergebnis der Untersuchungen von Chen-Bo Zhong, einem Organisationsforscher an der Rotman School of Management in Toronto. Für sein recht ungewöhnliches Experimente lud 58 Studenten in ein Labor ein, das er zuvor mit brandneuen Möbeln eingerichtet hatte. Die eine Hälfte der Versuchsteilnehmer bat er jedoch darum, sich zuvor die Hände zu desinfizieren, um das flammneue Labor nicht zu verschmutzen. Die andere Hälfte durfte es so betreten. Dann bat er seine Probanden über Themen wie Pornographie oder Umweltverschmutzung zu diskutieren. Und tatsächlich: Wer sich zuvor ihre Hände gewaschen hatten, urteilte jetzt deutlich strenger. Oder kurz: Die Moralvorstellungen waren so reinlich wie die Hände. mehr →