Daniel Simons, ein Psychologie-Professor am Beckman Institut der Universität von Illinois beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit selektiver Wahrnehmung. Dabei handelt es sich um einen unserer schwerwiegenderen Defekte, bei dem wir nur noch jene Dinge hören und sehen, die wir hören und sehen wollen und alles andere ausblenden. Nun gibt es Menschen, die darum wissen und deshalb versuchen, ihre Sinne stets wach und ihre Wahrnehmung weit zu öffnen. Keine gute Idee. Denn Simons jüngste Studien kommen zu dem Befund: Wer das Unerwartete erwartet, übersieht dabei oft noch Wichtigeres.
Was hier noch kryptisch klingt, können Sie gleich selbst ausprobieren. Bevor Sie unten weiterlesen, schauen Sie sich bitte das folgende Video aufmerksam an: Dort spielen einige junge Leute Ball. Zählen Sie bitte, wie oft der Ball zwischen den Teilnehmern im weißen Team hin und her wechselt: mehr →
Gerade bei den Kollegen von Imgriff entdeckt (und die haben es vom Software-Entwickler Clarke Ching): Ein Multitasking-Selbsttest, der nicht mehr als ein, zwei Minuten dauert.
Ich hatte ja in der Vergangenheit schon ein paar Mal darüber berichtet, dass Multitasking eine Illusion ist (etwa hier, hier und hier) und dass wir enorm viel Zeit und Qualität einbüßen, wenn wir versuchen mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Falls Sie davon immer noch nicht überzeugt sind, können Sie es jetzt selbst herausfinden. Dazu brauchen Sie nicht viel mehr als ein Blatt Papier (ja, ganz old school), auf das Sie zwei senkrechte Linien zeichnen, für drei Spalten oder, sagen wir, drei Projekte. Nun tragen Sie bitte in die drei Spalten Folgendes untereinander ein:
Der Trick ist: Im ersten Durchgang simulieren Sie bitte Multitasking und schreiben die Zeichenfolgen Zeile für Zeile. Also erst A, 1, I dann B, 2, II und so weiter. mehr →
Interkulturelle Kompetenz ist in einer globalisierten Wirtschaftswelt essenziell, um mit Kollegen und Kunden respektvoll umzugehen. 95,9 Prozent der deutschen Führungskräfte finden die exakte Kenntnis internationaler Benimmregeln im Geschäftsalltag sehr wichtig und erfolgsrelevant. Gleichzeitig tun sich gerade die deutschen Manager mit gutem Benehmen auf internationalem Parkett erstaunlich schwer. Die einen gebärden sich viel zu direkt und drängen auf einen schnellen Abschluss, statt ihr Gegenüber erst einmal kennenzulernen. Andere setzen sich mit dem Reiseland zu wenig auseinander und verschenken so wertvolle Sympathiepunkte. Wie die Düsseldorfer Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company vor einiger Zeit ermittelt hat, treten deutsche Geschäftsleute vor allem in China, Frankreich, USA, Japan, Russland und Indien regelmäßig in einen Fettnapf. Apropos: Wie parkettssicher fühlen Sie sich im Ausland?
Sie können es hier gerne herausfinden mit einem kleinen Quiz. Zum Teil sind auch mehrere Antworten erlaubt…
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Hätten Sie’s gewusst: Darf man Parklücken freihalten? Wer haftet, wenn in der Kneipe die Jacke geklaut wird? Und dürfen einem Verkäufer in die Tasche schauen? Welche Rechte Verbraucher genießen und welche nicht, beschreibt das neue Buch von Werner Zedler: „Was Verbraucher wissen müssen“ (Cornelsen Verlag). Wie viel Sie davon schon jetzt wissen, können Sie gleich mal mit dem folgenden Quiz testen:
Sie sind zweifelsohne Erster. Auch wenn Sie noch rangieren und dafür zunächst an der Lücke vorbeifahren müssen. Vorrang genießen auch Wartende. Das gilt aber nur im Auto. Hält ein Fußgänger eine Parklücke frei, ist er eine „Verkehrsbehinderung“ und darf sogar „sanft berührt“ werden, um den Platz freizugeben (OLG Naumburg, 1 Ss 505/97-07/98).
Immer wieder bescheinigen Studien, dass Menschen, wenn sie versuchen Gruppenentscheidungen zu treffen, die meiste Zeit damit verbringen, anderen Dinge zu erzählen, die schon alle wissen. Kaum einer ist bereit, neue Aspekte einzubringen oder Informationen zu teilen, die nur er oder sie besitzt. Und dabei ist es völlig unerheblich, ob diese Teams nach einem neuen Mitarbeiter, dem besten Investment oder nach einem Schuldigen suchen. Das Ergebnis ist in allen Fällen dasselbe: Mittelmaß – und miese Entscheidungen.
Nun gibt es ein ebenso faszinierendes wie kreatives Spiel, auf das mich Bee per Mail hingewiesen hat (Danke!): die sogenannte Marshmallow Challenge, bei der einzelne Teams aus Spaghetti einen Turm bauen sollen. Was aber wirklich dabei passiert, ist: Sie können auf diese Weise ebenso einen subtilen Testlauf absolvieren, wie gut Ihre Teams zusammenarbeiten, bevor Sie sie an ein echtes Projekt setzen. Die Regeln der Marshmallow Challenge sind zudem simpel: Jedes Team bekommt… mehr →
Wenn man sich wie ich seit nunmehr über zehn Jahren mit (angeblichen) Karriere- und Erfolgsregeln beschäftigt, dann sieht man jede Menge Management-Moden, zahlreiche Trends kommen und gehen, ohne dass sie wirklich Spuren hinterlassen. Säue werden durchs Dorf getrieben und viel heiße Luft zwischen Buchdeckel gepresst – mit zwei wesentlichen Folgen: Man selbst erkennt Windmaschinen und Kokolores schon, bevor die anfangen einem den Tag zu vermiesen. Zweitens: Man erkennt, was wirklich Bestand hat.
In die zweite Kategorie fällt eine Fähigkeit, die mir in den vergangenen Jahren zunehmend als eine entscheidende Eigenschaft erfolgreicher Menschen aufgefallen ist, wenn nicht sogar als die entscheidende Fähigkeit überhaupt: das Fokussieren-Können. Gewiss, das ist jetzt keine Raketenwissenschaft, keine Enthüllung vom Ausmaß eines nackten Kaisers. Aber es ist einer der Gründe, warum die einen alles erreichen und alle anderen nur von Meilenstein zu Meilenstein stolpern. Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass viele Menschen in ihrem Leben deshalb so wenig erreichen, weil sie es nicht schaffen oder nie gelernt haben, ihre Kräfte, ihr Streben und ihre Leidenschaft auf eine Sache zu konzentrieren. Sie sind einfach nicht hartnäckig genug und lassen sich immer wieder ablenken oder entmutigen. mehr →