Der Manager ist ratlos: “Eigentlich will ich meinen Mitarbeitern die Arbeit leichter machen. Doch egal, welche Maßnahmen ich ergreife, irgendwie sind alle Mitarbeiter unzufrieden. Was mache ich falsch?” Sein Coach blickt ihn intensiv an: “Lassen Sie mich noch mal zusammenfassen: Seit einem halben Jahr versuchen Sie die Arbeitsbedingung zu verbessern, doch es will einfach nicht klappen, richtig?” Der Manager nickt stumm. “Haben Sie denn mit ihren Mitarbeitern je über die Veränderungen gesprochen?”, fragt der Coach vorsichtig nach. “Natürlich”, sagt der Manager. “Jede Änderung wurde groß vorgestellt und auf Betriebsversammlungen erklärt, alle wussten Bescheid.”
Nach einigen Fragen dieser Art hat sich der Coach ein genaues Bild der Siuation gemacht. Er lehnt sich etwas vor, holt tief Luft, dann sagt er: “Ich habe den Eindruck, dass Sie Ihren Mitarbeitern wirklich helfen wollen. Deshalb erzähle ich Ihnen jetzt eine kleine Parabel…”
Es geht um eine ungewöhnliche Freundschaft. Ein Hund und ein Pferd waren über viele Umwege zu Freunden geworden und schätzten einander sehr. Sie halfen sich wo immer sie konnten und trafen sich täglich, da sie auf demselben Reiterhof lebten. Irgendwann beschlossen sie, dem anderen eine Überraschung zu bereiten. Also sammelte der Hund wochenlang die besten Knochen für seinen Freund, das Pferd. Das Pferd wiederum legt das beste und schmackhafteste Heu für den Hund zur Seite. Als beide dem anderen das Geschenk präsentierten, war die Enttäuschung groß: Beide hatten das Beste für den anderen zur Seite gelegt und sich selbst dafür eingeschränkt. Doch statt Freude und Dankbarkeit stießen sie nun auf Unverständnis und Enttäuschung.
“Diese Parabel beschreibt genau Ihre Situation!”, fährt der Coach fort. “Sie wollen Ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun und sind sich sicher, genau zu wissen was gut für sie ist. Allerdings erklären Sie jede Neuerung erst nachdem Sie diese beschlossen haben. Machen Sie es doch einfach mal umgekehrt: Fragen Sie Ihre Leute zuerst, welche Veränderungen sinnvoll und gewünscht sind. Und gehen Sie die Umsetzung dann gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern an.”
Der Manager überlegt einen Moment, nickt, bedankt sich und verabschiedet sich von dem Coach. Vier Wochen später erhält der Coach eine kurze E-Mail des Managers:
Ich habe meine Mitarbeiter gefragt was sich ändern soll. Die Antwort hat mich überrascht: nichts. Sie sind zufrieden mit ihren Arbeitsplätzen so wie sie sind. Nach dem Gespräch kamen einige sogar auf mich zu und haben sich bei mir bedankt. Dafür, dass ich mit ihnen gesprochen und mir ihre Wünsche angehört habe, statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden. Die Atmosphäre im Betrieb hat sich spürbar verbessert – und das alles nur durch eine Stunde zuhören.

Es geht um eine ungewöhnliche Freundschaft. Ein Hund und ein Pferd waren über viele Umwege zu Freunden geworden und schätzten einander sehr. Sie halfen sich wo immer sie konnten und trafen sich täglich, da sie auf demselben Reiterhof lebten. Irgendwann beschlossen sie, dem anderen eine Überraschung zu bereiten. Also sammelte der Hund wochenlang die besten Knochen für seinen Freund, das Pferd. Das Pferd wiederum legt das beste und schmackhafteste Heu für den Hund zur Seite. Als beide dem anderen das Geschenk präsentierten, war die Enttäuschung groß: Beide hatten das Beste für den anderen zur Seite gelegt und sich selbst dafür eingeschränkt. Doch statt Freude und Dankbarkeit stießen sie nun auf Unverständnis und Enttäuschung.
Ich habe meine Mitarbeiter gefragt was sich ändern soll. Die Antwort hat mich überrascht: nichts. Sie sind zufrieden mit ihren Arbeitsplätzen so wie sie sind. Nach dem Gespräch kamen einige sogar auf mich zu und haben sich bei mir bedankt. Dafür, dass ich mit ihnen gesprochen und mir ihre Wünsche angehört habe, statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden. Die Atmosphäre im Betrieb hat sich spürbar verbessert – und das alles nur durch eine Stunde zuhören.





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