Die Frage ist eigentlich nicht, ob Sie morgens schwer aus den Federn kommen oder sofort gut gelaunt unter die Dusche und anschließend in die Hose springen. Die Frage ist: Welchen Unterschied macht das für Ihren Arbeitstag?

Glaubt man den Untersuchungen italienischer Psychologen von der Universität Cattolica del Sacro Cuore in Mailand, so ist dieser Unterschied erheblich.

Die Wissenschaftler teilten ihre 120 Probanden (52 Männer, 68 Frauen zwischen 19 und 76 Jahren) zunächst nach dem jeweiligen Chronotyp ein: Langschläfer (Eule) oder Frühaufsteher (Lerche). Danach ließen sie die Leute diverse Aufgaben lösen. Das Ergebnis beurteilten die Psychologen nach Kriterien wie künstlerische Ausführung, Ideenreichtum oder gedankliche Flexibilität. Und als hätte man es geahnt: Zwischen Männern und Frauen gab es keine nennenswerten Unterschiede – wohl aber zwischen den Eulen und Lerchen. Die nachtaktiven Langschläfer waren deutlich kreativer als die putzmunteren Frühschichtler. Die Wissenschaftler erklärten sich das so: Weil die Spätzünder durch ihren speziellen Tagesrhythmus häufiger im Job und vor allem morgens improvisieren müssen, sei ihr Kreativpotenzial besser trainiert. Oder anders formuliert: Sie haben gelernt auf munter zu machen, obwohl sie noch im Koma weilen.